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Tanz um den Ball: Ex-Anspachs Kai Schroers (SG Eschbach/Wernborn, li.) und David Saco Hidalgo (FC Neu-Anspach II).

Fußball, Kreisoberliga Hochtaunus

Ober-Erlenbach und Oberstedten rücken näher an Spitzenreiter Stierstadt heran

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Die Kronberger haben es geschafft: Am 6. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus geht der FV Stierstadt erstmals nicht als Sieger vom Platz und muss sich mit einem 2:2 beim EFC begnügen (siehe „Spiel der Woche"). Somit können sich die SG Ober-Erlenbach (4:1 gegen SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach) und FC Oberstedten (8:2 gegen SGE Feldberg) an den Ligaprimus heranpirschen.

FC Neu-Anspach II – SG Eschbach/Wernborn 2:2 (1:0): Mit einer Verspätung von fast einer Stunde fing die Partie an, Schiedsrichter Dennis Henß (Hatzbach) hatte sich in der Anfangszeit vertan, er bot aber dann eine gute Leistung. Dies konnte Raffaele Parisi, Trainer des FCNA, nicht von seiner Mannschaft behaupten. „Es war eine gefühlte Niederlage, eine schwache Leistung“, sagte er. Vieles klappte nicht, „momentan ist nicht mehr drin“. Dies liege auch an der personellen Situation. So fehlten diesmal sieben Stammkräfte, und vier angeschlagene Spieler waren auf dem Feld. Ein weiterer kam während des Spiels hinzu. Völlig frei stehend, brachte Emre Ertem die Gastgeber in Führung. Nach einer Ecke glich Patrick Gilles aus, ehe kurz darauf Daniel Wick zum 1:2 zuschlug. Auf Freistoßflanke von Sabit Zejnullahu köpfte Artur Nagel zum 2:2-Endstand ein. Tore: 1:0 Ertem (19.), 1:1 Gilles (53.), 1:2 Wick (66.), 2:2 Nagel (84).

SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg – FC Weißkirchen 6:0 (6:0): Was für eine furiose Vorstellung der Nullfünfer bis zur 45. Minute – doch dann wollte nicht mehr viel gelingen. „In der ersten Halbzeit haben wir richtig guten Fußball gezeigt, führten den Gegner sogar vor, es hätte auch 10:0 stehen können. Aber die zweite Halbzeit war zum Vergessen“, lautete das Fazit von Trainer Ralf Haub. Da boten sich lediglich noch Victor Radu und Eric Kemen Chancen, das Resultat auszubauen. Zu viele Einzelaktionen verzeichnete da der Gastgeber. In dem fairen Spiel wurde allerdings die Rote Karte gezeigt: Nach einem Foul an Radu gab es Strafstoß. Drago Cubrlo schoss, Julian Ingrisch wehrte ab, und der heranbrausende Haben Gazae Embaye erwischte den Torwart beim Nachsetzen voll. Tore: 1:0 Shahewer (13.), 2:0 Tantami (16.), 3:0 Zouhir (32.), 4:0 Radu (43.), 5:0 Embaye (44.), 6:0 Carotenuto (45.).

SG Ober-Erlenbach – SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach 4:1 (2:0): Die ohnehin vom Verletzungspech gebeutelte SGWP musste nach einer Viertelstunde einen weiteren Rückschlag hinnehmen, Spielertrainer Gregory Strohmann verletzte sich. Und dann musste er mit ansehen, wie Caglayan Karagöz vom Platz musste. Er wollte einen Freistoß schnell ausführen und schoss einem Ober-Erlenbacher an den Rücken. „Die Rote Karte war mehr als fragwürdig“, betonte Strohmann. Fortan konnten die Gäste nur ganz bedingt mithalten, kurz nach der Pause hätten Tim Gottfried respektive Timo Waldschik beinahe den Anschlusstreffer markiert. „Es war ein gutes Spiel von uns, wir haben das Bällchen laufen gelassen. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen müssen“, sagte SGO-Abteilungsleiter Thomas Bremerich und verwies unter anderem auf zwei Aluminiumtreffer von Thomas Pottmeyer und seinem Filius David. Tore: 1:0 Heller (20.), 2:0 Heller (29.), 3:0 Heller (58.), 4:0 Zirdum (71.), 4:1 Ebren (80.).

FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach – SGK Bad Homburg 3:2 (1:1): Claudio Kroll war der überragende Akteur. Der Torwart der Kirdorfer vereitelte Chancen von Dominik Eder (40., 48.), Louis Presle (55.), Jan Schwieder (58.) und Sören Hoffmann (75.). Gegen Florian Schmitz nach einem Eckball war er jedoch machtlos, ebenso bei Kopfbällen von Jochen Schäfer und Presle. Nah dran an einem Treffer waren zudem Schäfer (19.), Presle (45., 79., 86.), Yannik Dietrich (77.) und Rene Stockbauer (89., 90.). Die Gäste kamen nur durch zwei verwandelte Strafstöße zu Toren – und die seien laut FSG-Vorstand Armin Klimmek „sehr, sehr zweifelhaft“ gewesen. Auf der anderen Seite habe der Unparteiische ein klares Handspiel im Strafraum nicht geahndet. „Es war ein hochverdienter Sieg. Nur Mitte der ersten Halbzeit waren wir etwas fahrig, in der zweiten gab es kein Halten mehr“, sagte Klimmek. Tore: 1:0 Schmitz (17.), 1:1 Yilmaz (24., Foulelfmeter), 2:1 Schäfer (51.), 3:1 Presle (63.), 3:2 Bankunye (90.+2/Foulelfmeter).

FC Oberstedten – SGE Feldberg 8:2 (4:0): In der Endphase ließ der Gruppenliga-Absteiger etwas die Zügel schleifen, so kam der Aufsteiger um eine zweistellige Niederlage noch herum. „Wenn unsere Mannschaft zielstrebig spielt, kann so ein Ergebnis herauskommen“, sagte FCO-Abteilungsleiter Rüdiger Rau, der einen „Qualitätsunterschied“ zwischen beiden Teams ausgemacht hatte. „Es war Einbahnstraßenfußball. Wir waren deutlich überlegen und haben den Ball laufenlassen.“ Erst zehn Minuten vor Schluss hatte die SGE ihre erste Chance – und die nutzte Uli Spaniol zum 8:1. Tore: 1:0 Jeghan (5.), 2:0 Mahbubi (6.), 3:0 Warnecke (30.), 4:0 Klempin (32.), 5:0 Mahbubi (47.), 6:0 Mitrovic (52.), 7:0 Gutzeit (63.), 8:0 Rollow (75.), 8:1 Spaniol (80.), 8:2 Marzina (82.).

SV Seulberg – SG Oberhöchstadt 3:1 (0:1): Dank einer Leistungssteigerung ist dem SVS der dritte Saisonerfolg gelungen. „Insgesamt gesehen ist der Sieg verdient“, sagte Thomas Pflüger vom Spielausschuss. Auf sechs Akteure musste Trainer Uwe Gronau verzichten, die Grippe hatte dafür gesorgt. Und in der Anfangsphase gab es einen Rückschlag, als bei einem hohen Ball nicht geklärt wurde und Denis Winter aus kurzer Distanz zum 0:1 traf. Die beste Chance in der ersten Halbzeit, den Ausgleich zu erzielen, bot sich Mark Prochatzki: Sein Kopfball prallte an den Pfosten (36.). Durch ein Eigentor von Moritz Fuchs kippte die Partie. Dominik Nürnberger, der per Hacke traf, markierte das 2:1, und Marco Schmidt machte alles klar; kurz zuvor war sein Fallrückzieher knapp vorbei gegangen. Tore: 0:1 Winter (5.), 1:1 Fuchs (47., Eigentor), 2:1 Nürnberger (62.), 3:1 Schmidt (86.).

Teutonia Köppern – Eintracht Oberursel 0:2 (0:1): „Wir sind total enttäuscht. Die erste Halbzeit war ja noch brauchbar. Aber in der zweiten gab es kaum noch eine Chance und fast keine Gegenwehr. Das Ergebnis geht in Ordnung“, stellte Köpperns Pressewart Werner Steuer fest. Entsprechend war auch die Körpersprache. Das Manko derzeit bei den Gelb-Schwarzen beschrieb Steuer so: „Wir haben nicht die Stabilität in der Defensive wie in der vorigen Saison.“ Derzeit mache sich vor allem das Fehlen von Abwehrrecke Thomas Kadel bemerkbar. In der Anfangsphase hatte die Teutonia immerhin noch Chancen durch Fabian Bannert, Junghahn und Joel Sousa Santos. Doch dann passierte das Malheur, Constantin Röser lenkte eine Hereingabe ins eigene Netz. Bannert und Röser sorgten noch für etwas Gefahr, ehe nach einem Konter Gerome Löw alles klar machte. Tore: 0:1 Röser (30./ET), 0:2 Löw (60.).

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