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Powerfrau auf dem Feld: Lisa Lichtlein (TSG Ober-Eschbach).

Handball, 3. Liga Ost

Ober-Eschbach empfängt Kleenheim: Kein unnötiges Risiko bei "LL7"

Nach dem Training reden die Spielerinnen Tacheles. Machen sich Luft über Sorgen und Wünsche. Das Wichtigste aus Trainersicht: Für das Heimspiel am Samstagabend machen sie sich gegenseitig Mut.

Die "Pirates" haben eine betriebsame Woche hinter sich. Vor dem heutigen Hessenderby in der Dritten Liga Ost gegen die HSG Kleenheim-Langgöns (19.30 Uhr) absolvierten die Handballerinnen der TSG Ober-Eschbach nicht nur die regulären Trainingseinheiten, sie suchten auch die Aussprache. "Am Montag haben sich die Spielerinnen nach dem Athletiktraining zusammengesetzt und über ihre aktuellen Sorgen, Wünsche und Vorstellungen gesprochen", berichtet Christian Grzelachowski, "dabei haben sie sich auch gegenseitig Mut zugesprochen, was ich toll finde."

Fakt ist, dass der Saisonstart mit fünf Punkten aus sieben Spielen nicht so verlief, wie man sich das vielleicht vorher erhofft hatte. Dennoch warnte der Coach in den vergangenen Wochen immer wieder davor, ob der sportlichen Situation die Zuversicht zu verlieren.

Dass seine Spielerinnen sich jetzt also auf Eigeninitiative hin gegenseitig den Rücken stärkten, kam gut an bei Grzelachowski. Darüber hinaus erwartet er aber heute auch eine Reaktion auf dem Feld. Wie sich seine Mannschaft zuletzt bei Spitzenreiter Germania Fritzlar (16:31) präsentiert hatte, enttäuschte ihn. Gegen Kleenheim/Langgöns erwarte er zwar nicht zwingend einen Sieg, jedoch einen stärkeren Auftritt.

"Wir müssen uns mit allem, was wir haben, dagegen stemmen", fordert Grzelachowski, "wenn das am Ende nicht zu einem Sieg reicht, ist das eben so." Den Vorwurf, man habe nicht alles in der eigenen Macht Stehende versucht, will er sich nicht machen müssen.

Angeschlagene Leistungsträgerinnen

Für die HSG spricht der im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend unveränderte und somit eingespielte Kader. Die Pirates sind dagegen immer noch dabei, ihre Neuzugänge sportlich zu integrieren. Darüber hinaus werden zwei Leistungsträgerinnen angeschlagen in die heutige Partie gehen. Celine Gehrke, die sich in der bisherigen Spielzeit zur Abwehrchefin mauserte, war unter der Woche grippegeschwächt. Lisa Lichtlein, mit ihrem Tempo normalerweise eine wichtige Säule im Angriff, steht nach wie vor nicht bei hundert Prozent. Für den Großteil der Vorbereitung setzten "LL7" Nierensteine außer Gefecht, zuletzt zog sie sich zudem eine Knöchelverletzung zu. Gegen Fritzlar kam sie deswegen lediglich für Siebenmeter aufs Feld.

Auch gegen Kleenheim/Langgöns will Grzelachowski bei seinem Linksaußen kein unnötiges Risiko eingehen: "Lisa soll bis Weihnachten in Ruhe fit werden, damit sie im Januar wieder voll durchstarten kann." In der Startformation wird Lichtlein wohl wieder von Martina Pandza (Jahrgang 1999) vertreten. Ihr attestierte Grzelachowski zuletzt vielversprechende Ansätze.

ROBIN KUNZE

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