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Die siebenfache Torschützin Saskia Schwering (TSG Ober-Eschbach) setzt sich durch.

Handball, 3. Liga Ost

TSG Ober-Eschbach ist fast am Ziel

Die Handballfrauen der TSG Ober-Eschbach schlagen in der 3. Liga Ost den Thüringer HC II mit 31:25 und benötigen nur noch einen Punkt zum Klassenverbleib. In der zweiten Hälfte bedurfte es einer Initialzündung, dass es wieder läuft bei den Gastgeberinnen.

Knapp 350 Fans, die stehende Ovationen geben. Spielerinnen, die ausgelassen im Kreis springen. Und eine Soundanlage, aus der lautstark Mickie Krauses „Oh, wie ist das schön“ schallt – die Albin-Göhring-Halle verwandelte sich am Samstagabend erneut in ein regelrechtes Partyzelt.

Die Handballerinnen der TSG Ober-Eschbach hatten im Thüringer HC II einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt in der 3. Liga Ost geschlagen. 31:25 lautete das Endergebnis, das aber den hartumkämpften Spielverlauf nicht unbedingt akkurat widerspiegelt. Die Reserve des deutschen Meisters bot den „Pirates“ kräftig Paroli und kam nach einer schwachen ersten Hälfte im zweiten Durchgang zurück in die Partie.

Der Auftakt ins Spiel gelang den Gastgeberinnen nach Maß. In den ersten vier Minuten traf die glänzend aufgelegte Lisa Lichtlein bereits dreimal und sorgte so für eine 3:1-Führung. Die überrumpelt wirkenden Gäste wussten sich daraufhin nur mit einem rüden Foul an Lichtlein zu helfen. Bei einem weiteren Abschlussversuch wurde Ober-Eschbachs Nummer 7 von Julia Redder unfair gestoppt und schlug hart auf dem Hallenboden auf (6.). Die Antwort von „LL7“? Bis zur neunten Minute legte sie ihre Tore vier und fünf nach.

In den ersten 19 Minuten (13:7) dominierte die TSG das Spiel, dann folgte jedoch eine Schwächephase. Bis zum nächsten Treffer vergingen fast sieben Minuten. Dass die Thüringerinnen auf Distanz gehalten werden konnten, war Torfrau Milena Deppisch zu verdanken. Ob über die Flügel, aus dem Rückraum oder nach Tempogegenstößen – die Gäste bissen sich die Zähne an Deppisch aus, was die Fans in der Halle lautstark feierten. Zum Ende der ersten Halbzeit führten die „Pirates“ komfortabel mit 15:10.

Der Beginn der zweiten Hälfte gestaltete sich aus Sicht der TSG weniger erfolgreich. Innerhalb von sechs Minuten kamen die Erfurterinnen bis auf 16:14 heran. Die im Vergleich zu den vorherigen Spielen etwas defensivere Verteidigung bekam keinen Zugriff mehr auf die HC-Spielerinnen, der Offensive ging der Schwung aus der ersten Halbzeit ab.

Es bedurfte einer erneuten Initialzündung – und Saskia Schwering lieferte den dafür benötigten Funken. Mit einem satten Wurf aus dem Rückraum erzielte die Linkshänderin das 17:14 (38.). In der Folge packte sie noch vier weitere Treffer drauf und kam insgesamt auf sieben Tore. Gar zehn Treffer gelangen Rechtsaußen Pia Özer, die sich als sichere Siebenmeterschützin präsentierte. Vier ihrer fünf Versuche landeten direkt im Netz, den einen Fehlwurf veredelte Özer im zweiten Versuch.

„Der Gegner kam Mitte der zweiten Halbzeit bis auf ein Tor heran“, erklärte Schwering nach der Partie, „ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn er den Ausgleich geschafft hätte.“ Auch dank ihr kam es nicht so weit. „Es ist immer besser, wenn man es in der eigenen Hand hat“, ergänzte Schwering, „und nicht auf die Ergebnisse der anderen schauen muss.“ Noch ein Punkt aus den Spielen in Chemnitz oder gegen Mainz 05 II, und ihre „Pirates“ bleiben Drittligist.

Spielfilm: 4:1 (6.), 6:5 (10.), 12:6 (18.), 15:9 (28.), 19:16 (37.), 22:18 (44.), 22:21 (47.), 25:21 (50.), 26:24 (53.), 30:24 (58.). – Pirates: Deppisch, Löbig – Özer (10/4), Lichtlein (8/1), Schwering (7), Chmurski (3), Riedel (2), Bucher (1), Mertens, Zsigmond, Toprak, Gehrke.ROBIN KUNZE

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