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Wenn bei der TSG Ober-Eschbach gar nichts mehr geht: Auf Trainer Slobodan Jankovic ist Verlass.

Handball, 3. Liga Ost

TSG Ober-Eschbach holt Trainer Slobodan Jankovic - zum vierten Mal

Das Management von Ober-Eschbachs abstiegsbedrohten Drittliga-Handballerinnen war händeringend auf der Suche nach einem neuen Trainer. Der muss als Voraussetzung die B-Lizenz mitbringen. Fündig wurde man bei einem Übungsleiter, der erst vor kurzem im Verein aufgehört hat.

Die Handball Frauen der TSG Ober-Eschbach haben einen neuen Trainer, und es handelt sich wieder mal um einen alten Bekannten: Slobodan Jankovic übernimmt den abstiegsbedrohten Drittligisten und heuert somit bereits zum zweiten Mal bei den „Pirates“ an. Von Juli bis Oktober 2017 coachte er das Team, das damals als FSG Ober-Eschbach/Vortaunus antrat.

Für die Herren der TSG war Jankovic ebenfalls schon zweimal als Übungsleiter tätig, zuletzt in der Bezirksoberliga von Januar 2018 bis November 2019 und davor in der Landesliga von Mitte 2013 bis Frühjahr 2015. Als es im Herbst zur Trennung beim Herrenteam kam, betonte Jankovic, er habe sich im Guten verabschiedet und bliebe dem Verein freundschaftlich verbunden. Genau diese Verbundenheit prädestiniere ihn für das abermalige Engagement, wie Geschäftsführer Christoph Pohl der Taunus Zeitung erklärt.

„Es gab noch die eine oder andere alternative Idee, doch am Ende haben wir uns darauf verständigt, möglichst nahe am Verein zu suchen“, erläutert Pohl, „es war uns enorm wichtig, einen Trainer zu bekommen, der weiß, wo wir stehen, der den Verein sowie die Situation der Mannschaft kennt und daher sofort aushelfen kann.“ An der Suche waren Abteilungsleiterin Antje Salzer sowie die Gesellschafter Pohl, Peter Borstel, Holger Fritzel und Karl Link (die beiden Letzteren als Vertreter des TSG-Vorstandes) beteiligt. „Peter Borstel, der die große Konstante in der Geschichte der Pirates ist, hat sich für Slobodan stark gemacht“, berichtet Pohl, „während seiner ersten Zeit hier sei die Mannschaft sehr fit gewesen.“

Aktuell ist das Team weit von einer optimalen Wettkampfverfassung entfernt. Diesen Missstand wird der 59-jährige Frankfurter wohl als Erstes beheben müssen. Allerdings muss das im Ligabetrieb gelingen, das nächste Spiel steht am 25. Januar an. Dann ist mit der HSG Rodgau Nieder-Roden ein direkter Konkurrent um den Ligaverbleib zu Gast in der Albin-Göhring-Halle.

In der Heimspielstätte überraschten die Verantwortlichen die Mannschaft. Das Team hatte sich am Donnerstag getroffen, um gemeinsam die Übertragung der Handball-EM zu verfolgen. Jankovic gesellte sich als Überraschungsgast dazu. Jene, die schon unter ihm spielten, „haben mit strahlenden Gesichtern reagiert“, sagt Pohl. „Er ist ein absoluter Fachmann und darüber hinaus auch einfach ein guter Mensch mit großem Herz“, umschreibt Pohl ihn. Sven Burgmans, der zuletzt als Interimstrainer einsprang, bleibt den Pirates übrigens als Teil des neuen Trainerstabs erhalten.

ROBIN KUNZE

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