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Fragender Gesichtsausdruck: Lena Riedel (rechts), hier im Gespräch mit Torfrau Sophie Löbig, ist derzeit Spielertrainerin der ?Pirates?.

Handball, 3. Liga

TSG Ober-Eschbach: Piraten in Seenot

Nach dem Rücktritt des Managers ist die Zukunft von Ober-Eschbachs Handballerinnen ungewiss. Gespräche stehen an.

Wer am Sonntagnachmittag die Handballerinnen der TSG Ober-Eschbach im Drittliga-Spiel bei der TSG Eddersheim beobachtete, konnte den Eindruck gewinnen, es wäre alles so wie immer. Die Mannschaft bereitete sich selbstständig auf die Partie vor (die dann mit 22:31 verloren ging), motivierte sich im Kreis unmittelbar vor dem Anpfiff, und auf der Bank nahm mit Stefan Schenkelberg ein Mannschaftsverantwortlicher Platz.

Doch es ist nichts mehr so, wie es einmal war, seitdem Manager Gerhard Döll am Donnerstagabend erst dem Team und dann auch gleich dem Vereinsvorsitzenden Holger Fritzel verkündete, dass er nicht mehr zur Verfügung stehe. Der Grund sind Unstimmigkeiten bezüglich der vakanten Trainerstelle. Döll wollte interimsweise übernehmen, die Spielerinnen lehnten dies ab. Gegen Eddersheim übernahm Lena Riedel die Rolle als Spielertrainerin. Offiziell äußern wolle sie sich jedoch frühestens am Dienstag, verkündete die Spielerin.

Wie geht’s nun weiter? „Momentan sieht es schlecht aus“, sagt TSG-Vorsitzender Holger Fritzel, der die Lage erst gar nicht zu beschönigen versucht. Ein geordneter Rückzug von Döll wäre die bessere Vorgehensweise gewesen, meint Fritzel, das abrupte Hinschmeißen des Managers stelle alle Beteiligten nun vor Probleme. „Sportlich haben wir ja noch eine Runde zu beenden“, betont Fritzel. Ob dies passiere oder gar eine Abmeldung vom Spielbetrieb droht, konnte Fritzel am Montag nicht beantworten.

Abteilungsleiterin Antje Salzer wird erst heute aus dem Urlaub zurückerwartet. Zeitnah soll ein Treffen zwischen der Mannschaft und Salzer stattfinden. Auch Fritzel möchte sich einschalten, um die Zukunft der Damenmannschaft zu besprechen. „Wir müssen jetzt den Ball erstmal flach halten“, fordert der Vorsitzende alle zur Ruhe auf. Trotzdem scheint das Schiff der „Pirates“ dieser Tage in äußerst unruhigen Gewässern zu segeln. rk/rem

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