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Für ihn ist die zweite Episode bei den Handballern der TSG Ober-Eschbach beendet: Trainer Slobodan Jankovic.

Handball, Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt

TSG Ober-Eschbach trennt sich von Trainer Slobodan Jankovic

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Magnus Kongestol weiß noch nicht, ob er für Ober-Eschbachs Handballer im wichtigen Spiel am Sonntag aufläuft. Sein Debüt als Trainer wird der norwegische Ex-Profi auf jeden Fall geben. Derweil steht die TSG Oberursel vor einem Schlüsselspiel.

Hochtaunus.Thomas Jäth wurde nicht müde zu erwähnen, dass es nicht am Trainer liegt. In den sieben Spielen, in denen für die ambitionierten Handballer der TSG Ober-Eschbach nur drei Punkte heraussprangen, lief es auch nicht immer schlecht. Aber meistens. Und die deutliche Heimniederlage gegen die TG Rüsselsheim (19:28) gab jüngst zu denken - Verletzungssorgen hin, Verletzungssorgen her.

"Wir müssen mit den Spielern auskommen, die wir haben", sagt Jäth, Sportlicher Leiter des Bezirksoberligisten, jetzt, "und für die gilt es ab sofort. Es beginnt der Abstiegskampf." Damit zielt er auf die Partie bei der MSG Sulzbach/Niederhofheim ab (17.30 Uhr, Liederbachhalle). Eine Mannschaft, die ebenfalls überraschenderweise mit drei Zählern im Keller der Tabelle festhängt. In dieser wichtigen Partie haben die TSG-Spieler nun keine Ausreden mehr, denn besagter Trainer Slobodan Jankovic wird nicht mehr das Thema sein. Nach einem gemeinsamen Gespräch am Dienstagabend, an dem auch Geschäftsführer Daniel Matuschewski teilnahm, habe man die Trennung beschlossen, teilt Jäth mit.

Übergangsweise soll Magnus Kongestol (33) die Mannschaft nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer führen. Der norwegische Ex-Profi ist wegen einer Rückenprellung derzeit außer Gefecht gesetzt. Wenn er mitspielt (für Sonntag noch nicht geklärt), wird auf der Bank Jäth selbst das Sagen haben. Der 55-Jährige war früher schon bei der TSG als Trainer aktiv.

Jetzt Spielertrainer der TSG: Magnus Kongestol.

"Slobo hat uns in der vergangenen Saison in einer sehr schwierigen Situation sehr weitergeholfen und war da, als wir ihn gebraucht haben", führt Jäth aus. Dafür sei man sehr dankbar. "Wir gehen absolut im Guten auseinander." Der erfahrene Übungsleiter sei an einem Punkt angekommen gewesen, an dem er mit den Spielern nicht mehr weitergekommen wäre. "Wir mussten etwas ändern, den neuen Impuls brauchen wir."

Das sagt der Ex-Trainer

Jankovic trägt's mit Fassung. "Es gab keinen Streit, ich bin immer noch mit der TSG befreundet", sagt der 59-jährige Frankfurter. "Die Ergebnisse waren halt nicht so gut. Mir haben ständig sechs, sieben Leute gefehlt. Und gegen Goldstein und Eddersheim hatten wir einfach kein Glück."

Erster Ansatzpunkt ist für das neue Trainer-Duo Kongestol/Jäth die Chancenauswertung. Im Training werde viel aufs Tor geworden und die Spielzüge einstudiert, so Jäth. Eine gewisse Treffsicherheit wird gegen die Sulzbacher vonnöten sein, die mit Jonah Mund (76 Treffer) den Toptorjäger der Liga in ihren Reihen haben.

Schlüsselspiel für die TSGO

Die TSG Oberursel wird am Sonntag im Taunus-Derby bei der HSG Neuenhain/Altenhain (16 Uhr, Kahlbachhalle) sehen, ob sie in dieser Saison oben angreifen kann. Beide Teams (10:4/9:5 Punkte) befinden sich in Lauerstellung. "Für uns ist das eine echte Standortbestimmung, jetzt kommen erst die Hämmer", zielt Betreuer Bernhard Schmidt auf das Restprogramm in diesem Jahr ab, bei dem es die TSGO-Herren noch mit den Landesliga-Absteigern HSG Goldstein/Schwanheim, TSG Eppstein sowie der beachtenswerten TSG Münster II zu tun bekommen. Oberursels Neuzugang Felix Brühl hat - nach schwerer Fußverletzung wieder im Training - sein Comeback nochmals verschoben. Die angesprochene HSG aus dem Frankfurter Westen wird am Sonntag (16.30 Uhr, Altkönigsporthalle) bei der HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten antreten. Alles andere als eine "2" (angelehnt ans Fußball-Toto) käme einer faustdicken Überraschung gleich. Goldstein/Schwanheim hat bisher alles gewonnen, der Gastgeber aber noch keinen einzigen Punkt.

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