+
Christoph Pohl, Manager von TSG Ober-Eschbachs Handballerinnen

Handball, 3. Liga

TSG Ober-Eschbach verkündet die ersten Neuzugänge für die "Pirates"

  • schließen

Die Zusammenstellung des Kaders scheint sich für die Macher der „Pirates“ ähnlich schwierig zu gestalten wie der Klassenerhalt in der 3. Liga.

Christoph Pohl wohnt und arbeitet in Fritzlar, der Start-up-Unternehmer ist aber auch häufiger im zwei Stunden entfernten Bad Homburg anzutreffen. Das hat sich auch nach der Handballsaison nicht geändert, in der seine „Pirates“ den Verbleib in der 3. Liga Ost doch noch geschafft haben. Allerdings erst dreieinhalb Wochen nach dem Ende der regulären Saison, in der Abstiegsrunde.

„Der Last-Minute-Sieg hat es uns leider nicht leichter gemacht, frühzeitig neue Spielerinnen zu verpflichten“, sagt Pohl, schon länger als Sponsor und seit Februar auch als Geschäftsführer und Manager der Pirates im Einsatz – weil es ihm einfach „einen Riesenspaß macht“. Was er noch sagt: „Kaderplanung und Sponsorengewinnung werden eine genauso große Anstrengung wie dieses Jahr der Klassenerhalt. Wir sind spät dran.“ Deshalb ist er auch in der trainingsfreien Zeit hin und wieder in Bad Homburg und Umgebung unterwegs.

Tatkräftig unterstützt wird der 39-Jährige bei der Kaderplanung von Thomas Rösgen. Teambetreuer Jürgen Preilowski hatte den Kontakt zum vormaligen Trainer der FTG Frankfurt hergestellt, der zunächst als Scout für die Pirates agierte, inzwischen aber auch als Sportlicher Leiter fungiert. „Wir haben die gleiche Denke und den gleichen Humor“, freute sich Pohl über Rösgens Engagement. Er solle als Schnittstelle zwischen Geschäftsführung, Trainerteam und Mannschaft agieren.

65 Spielerinnen habe man angesprochen, zum jetzigen Zeitpunkt kann Pohl vier Neuzugänge vermelden. Die 23-jährige Allrounderin Rica Wäscher wird sich vom Drittligisten SFN Vechta den Pirates anschließen. Torfrau Yvonne Petek kehrt vom TV Idstein nach Ober-Eschbach zurück, wo sie vor ein paar Jahren schon einmal spielte. Als Perspektivspielerinnen wurden Daniela Susic (HSG Goldstein/Schwanheim) und Lena Rosenberg (HSG Maintal) verpflichtet. Man befinde sich noch in Gesprächen mit jungen Spielerinnen, die mittels Doppelspielrecht in der 3. Liga Erfahrung sammeln könnten, aber auch mehreren Spielerinnen aus dem Ausland, verrät Pohl.

Auf jeden Fall soll die Mischung aus erfahrenen und jungen Spielerinnen, die angestrebt werde, größer sein als in der vergangenen Rückrunde, als die Stammformation mangels Masse mehr oder weniger durchspielen musste. Vom alten Kader wurden die Torfrauen Sophie Löbig und Milena Deppisch sowie Linkshänderin Saskia Schwering verabschiedet. Noch nicht endgültig geklärt ist die sportliche Zukunft von Kapitänin Lena Riedel (Kreis), die noch nicht weiß, wo sie als Lehrerin arbeiten wird, und Pia Özer (Rechtsaußen), die studieren möchte. Die restlichen Spielerinnen der bisherigen Mannschaft hätten ihre Zusage gegeben, erläuterte Pohl.

Holger Hölzinger, der für die Relegationsspiele auf die Ober-Eschbacher Trainerbank zurückgekehrt war, wird das Team auch in der kommenden Saison trainieren. Er wird unterstützt von Hakim Mirkamali, der seit November als Co-Trainer fungiert, zunächst noch unter Alexander Adamski, der seinen Vertrag nicht über die Runde hinaus verlängern wollte. Dritter im Bunde ist Torwart-Trainer Michael Gehrke, Vater von Rückraumspielerin Celina Gehrke. Neben Rösgen, der sich um „alle Belange der Kaderplanung, des Scoutings und um den reibungslosen Ablauf des Spielbetriebs kümmert“ (Pohl) ist Christian Weilbächer neu hinzugekommen, der als Athletik-Trainer und Physiotherapeut für die Pirates tätig ist.

Als Teambetreuer wird neben Jürgen Preilowski auch Oliver Trunk im Einsatz sein. Am Sonntag, 7. Juli, möchten die Ober-Eschbacher Handballerinnen mit einer Grill-Party den Start der Saisonvorbereitung dann zelebrieren. In der Mitte des kommenden Monats, glaubt Pohl, wüssten die Pirates, welcher Drittliga-Staffel sie 2019/20 angehören.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare