+
Rica Wäscher und die TSG Ober-Eschbach kommen immer besser in Fahrt.

Handball, 3. Liga

Ober-Eschbacher "Pirates" wollen im Main-Taunus-Derby nachlegen

Fritzlar hat es vorgemacht, morgen wollen es die Ober-Eschbacherinnen der Germania gleichtun – die TSG Eddersheim aufs Kreuz legen. Die Bilanz spricht indes für die Gäste der Pirates.

Die Statistik lügt nicht: Von den letzten zehn Begegnungen mit der TSG Eddersheim konnten die Handballerinnen der TSG Ober-Eschbach lediglich zwei für sich entscheiden. In der laufenden Spielzeit machte der Hattersheimer Stadtteilclub zudem den stabileren Eindruck. Drei Siege aus vier Spielen bedeuten derzeit den zweiten Tabellenplatz in der 3. Liga (Gruppe Ost). Die 115 Tore, die die Mannschaft bisher erzielt hat, sind Bestwert.

Unbezwingbar ist Eddersheim jedoch nicht, wie die Niederlage jüngst gegen Germania Fritzlar (21:25) zeigte. Das macht den Pirates vor dem morgigen Main-Taunus-Derby (bereits um 15 Uhr, Albin-Göhring-Halle) zum einen Mut, gibt aber zum anderen auch Anlass zur Vorsicht.

„Sie werden nach dem letzten Spiel nach Wiedergutmachung streben und deswegen sehr motiviert sein“, ist sich Franziska Chmurski sicher. Die Spielmacherin der TSG Ober-Eschbach betont aber, dass sich am Sonntag zwei hochmotivierte Teams gegenüberstehen werden. Nachdem die Pirates zuletzt bei der HSG Gedern/Nidda (22:20) einen Überraschungserfolg gefeiert haben, wollen sie nun gegen den nächsten favorisierten Gegner nachlegen. Wobei Chmurski die Rollenverteilung gar nicht so deutlich verteilt sieht.

„Sie haben sicherlich das eingespieltere Team, da sie viel früher in die Vorbereitung starten und mehr gemeinsame Einheiten absolvieren konnten als wir“, erklärt sie, „allerdings glaube ich, dass wir die größere Qualität im Kader haben.“ Damit sei aber nicht zwingend die individuelle Klasse, sondern der Teamspirit gemeint. Die schwere Zeit in der vergangenen Saison und zu Beginn der aktuellen Spielzeit habe die Spielerinnen extrem zusammengeschweißt.

Trainer Christian Grzelachowski, der erst kurz vor Saisonstart verpflichtet wurde, schwärmte zuletzt von der „tollen Atmosphäre“ innerhalb seiner Mannschaft. Zudem ist der Kader in der Breite deutlich besser besetzt, was für Unberechenbarkeit sorgt. Auch Ausfälle können nun kompensiert werden. Vor der Partie gegen Eddersheim ist der Einsatz von Celine Gehrke (Blessur am Finger), Lisa Lichtlein (Knöchelverletzung) und auch Chmurski (Erkältung) noch fraglich. Nichtsdestotrotz ist das Ziel klar.

„Wir wollen punkten“, gibt sich Chmurski kämpferisch. Dann würden die Pirates mit Eddersheim nach Zählern gleichziehen. Dabei hofft man morgen auf die Unterstützung durch möglichst viele Zuschauer.

ROBIN KUNZE

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare