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Freude am Handball: Greta Bucher (rechts) und Sophie Löbig, hier bei einem Ober-Eschbacher Spiel, nehmen mit Bad Soden an der Zwischenrunde zur deutschen A-Jugend-Meisterschaft teil.

Handball

Ober-Eschbacher Trio spielt um die deutsche Meisterschaft

Mit 27:30 unterliegt die WJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt dem Nachwuchs aus Flensburg. Mit dabei: drei Spielerinnen der TSG Ober-Eschbach. Die nächsten Wochen haben es für die Handballtalente in sich.

Während Uwe Gensheimer, Andreas Wolff und Co. bei der Weltmeisterschaft um Ruhm und Ehre kämpfen, geht’s bei den allermeisten Handballmannschaften im Land noch nicht um Punkte. Die Nationalmannschaft hat Vorrang. Nicht wenige unter den knapp acht Millionen Fernsehzuschauern, die am Dienstagabend das begeisternde Spiel zwischen Deutschland und Frankreich (25:25) verfolgten, sind selbst Handballer.

Von den Drittliga-Spielerinnen der TSG Ober-Eschbach, die sich gerade auf den Restrundenstart vorbereiten, hat jedoch bereits ein Trio Wettkampfpraxis gesammelt. Das dürfte für die erste Partie gegen die SG Mainz-Bretzenheim (Samstag, 26. Januar, 19.45 Uhr, Albin-Göhring-Halle) von Vorteil sein. Wenn der sportliche Vergleich auch kein positives Ende für Sophie Löbig, Pia Özer und Greta Bucher nahm. Mit der A-Jugend der WJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt haben sie ihr erstes Spiel in der Zwischenrunde um die deutsche Meisterschaft verloren. Trotz starker Leistung der Gastgeberinnen setzte sich der schleswig-holsteinische Vertreter TSV Nord Harrislee aus Flensburg mit 30:27 im Main-Taunus-Kreis durch.

Unter den rund 200 Zuschauern in der Bad Sodener Hasselgrundhalle befanden sich auch Pirates-Trainer Alexander Adamski und mit Lena Riedel, Lisa Lichtlein, Lilla Orban und Andrea Mertens vier Spielerinnen, mit denen die Handballtalente sonst in der 3. Liga auf Torejagd gehen. Ein Zweitspielrecht macht’s möglich.

Trainerin Alisa Stickl lobte nach der spannenden Partie Torfrau Löbig: „Sie hat traumhaft gehalten und uns mit ihren Paraden im Spiel gehalten“, sagte Stickl, die früher selbst für die jugoslawische Nationalmannschaft zwischen den Pfosten stand. Linkshänderin Pia Özer war mit acht Treffern (davon vier Siebenmeter) zweitbeste Torschützin der WJSG, Greta Bucher steuerte ein Tor bei. Stickls Assistent ist übrigens Jürgen Preilowski, der auch bei den „Pirates“ als Mannschaftsbetreuer fungiert. Eine tiefergehende Kooperation mit der WJSG war nach einer Saison im Sommer wieder beendet worden.

Schmerzlich vermisst wurde bei Bad Soden Rückraumspielerin Lilly König, die auch für Drittligist TSG Eddersheim aufläuft und sich kürzlich beim Vorbereitungsturnier in Hattersheim am Knöchel verletzt hatte. „Sie hätte in diesem Spiel den Unterschied machen können“, bedauerte Stickl.

Da zwei weitere Spielerinnen fehlten, konnte Soden nur mit neun Feldspielerinnen antreten, was entscheidend war. Denn nach 25 Minuten hatten Löbig, Özer und Co. noch mit 16:10 geführt, mussten bei dünner Personaldecke in der zweiten Halbzeit aber dem hohen Kraftaufwand Tribut zollen. Die Zwischenrunde um die deutsche Meisterschaft besteht aus vier Gruppen mit jeweils vier Mannschaften. Nur der Erstplatzierte sichert sich ein Ticket für das Final Four, in dem die Bad Sodenerinnen als B-Jugendliche vor zwei Jahren die Vizemeisterschaft gewannen.

Jetzt geht’s nach Ostwestfalen

„Wir müssen jetzt beide restlichen Spiele gewinnen, wenn wir weiterkommen wollen“, meinte Stickl deshalb. Guter Dinge ist sie für das nächste Spiel bei der HSG Blomberg-Lippe (2. Februar), zu dem viele Fans die Mannschaft nach Ostwestfalen begleiten wollen. Der letzte Spieltag findet am 24. Februar in der Otfried-Preußler-Halle in Bad Soden statt. Dort treffen um 12 Uhr Harrislee und Blomberg-Lippe aufeinander. Um 14 Uhr erwartet Bad Soden mit dem HC Leipzig dann jenes Team, dem man im Finale vor zwei Jahren unterlegen war. Kurioserweise treten Löbig, Özer und Bucher eine Woche zuvor schon mit den „Pirates“ in Sachsen an. Leipzig führt souverän die 3. Liga Ost an. Ober-Eschbach ist an den Spieltagen der A-Jugend-DM spielfrei. vho/rem

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