Schaffen sie die Voraussetzungen, so könnten die TSG Münster (mit Tim Kunz, links) und die HSG Breckenheim Wallau/Massenheim (mit Timo Mrowietz) in der nächsten aison mit Harz spielen. foto: lorenz
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Schaffen sie die Voraussetzungen, so könnten die TSG Münster (mit Tim Kunz, links) und die HSG Breckenheim Wallau/Massenheim (mit Timo Mrowietz) in der nächsten aison mit Harz spielen.

Handball

Oberligisten dürfen wieder harzen

  • Volker Hofbur
    vonVolker Hofbur
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Der HHV lässt in seiner höchsten Klasse Haftmittel zu, wenn der Eigner zustimmt

Main-Taunus -Das erweiterte Präsidium des Hessischen Handball-Verbands (HHV) hat beschlossen, die Benutzung von Haftmitteln in den Oberligen der Männer, Frauen sowie A- und B-Jugend zu ermöglichen. Allerdings brauchen die Vereine die Zustimmung des Halleneigners und die Erklärung eines entsprechenden Haftungsausschlusses des Heimvereins gegenüber dem Verband.

Die Anträge zur Nutzung der Haftmittel können bei der Geschäftsstelle des HHV gestellt werden. Die benötigten Antragsformulare können von der Homepage des HHV (Formulare für den Spielbetrieb) heruntergeladen werden. Die Antragsfrist für die neue Saison endet am 30. Juni.

Im Jahr 2001 hatte der Hessische Handball-Verband ein absolutes Haftmittelverbot beschlossen. "In 19 Landesverbänden ist eine Verwendung von Haftmitteln - teilweise in allen Klasse, teilweise wie in Hessen auf manche Klassen begrenzt - möglich. In Rheinhessen gibt es eine Freigabe in allen Klassen (abgesehen von der E-Jugend), vorausgesetzt der Halleneigner stimmt der Verwendung von Haftmitteln zu. Allerdings wird es untersagt sein, Harz an den Schuhen oder der Kleidung zu deponieren, wie es in den oberen drei Ligen erlaubt ist. "Wenn man stürzt, fällt man vielleicht auf dieses Depot", erklärt Hannappel, der auch in der Arbeitsgruppe Haftmittel des Verbandes gesessen hat, der ein knappes Dutzend Leute angehörten. Sie kamen aus den Arbeitskreisen Spieltechnik und Jugend sowie als Vorsitzende aus den Bezirken oder sind als Landestrainer beim HHV beschäftigt. Hannappel spricht von konstruktiven Gesprächen, bei denen auch einige Vorbehalte ausgeräumt werden mussten. "Es gab auch Vorschläge, die Maßnahmen auf die Landesligen oder sogar alle Klassen auszudehnen, die nun getroffene Regelung ist ein erster Schritt, ist der Geschäftsführer zufrieden, "somit ist es auch ein Test. Wir beobachten die Entwicklung ab der nächsten Saison und hoffen, dass es die erhofften Ergebnisse hat. Bei den Männerteams war der Wunsch, wieder Haftmittel benutzen zu dürfen, noch deutlich größer".

In der Arbeitsgruppe Haftmittel wurden die Argumente aufgeführt, die Gegner des Harzverbots vor 20 Jahren benutzt hatten. So wurde die Problematik dargestellt, dass ein junger Spieler in der Jugend-Bundesliga mit und bei den Aktiven in der Oberliga ohne Harz spielen muss. Somit wäre die Oberliga keine geeignete Klasse, um die Entwicklung von jungen Spielern voranzutreiben., so dass sie in benachbarte Verbände wechseln. Zudem müssen die Jugendauswahl-Mannschaften in bundesweiten Turnieren mit Harz spielen und sind benachteiligt. Da ist die Ausbildung der jungen Spieler in Hessen nicht mehr gewährleistet. In der Arbeitsgruppe wurde herausgestellt, dass die Mittel wasserlöslich sind und von vielen Herstellern in Verbindung mit Reinigungsmitteln angeboten werden. Die Vereine müssen die Reinigung mit dem Halleneigner klären, viele greifen selbst zu den Wischern nach den Spiel oder stimmen sich mit den Reinigungsfirmen ab. So können sie Kosten in Grenzen halten. Volker Hofbur

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