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Wichtiger Baustein der FCO-Abwehr: Tobias Eichsteller.

Fußball

Der FC Oberstedten hat das Zeug zur Gruppenliga

Ab heute nehmen wir die hochklassigen Fußballteams aus dem Taunus unter die Lupe. Wir beginnen mit dem FC Oberstedten, am Freitag (20 Uhr) gegen den FC Kalbach wieder im Einsatz.

Die Winterpause kam Artur Rissling gerade recht – daraus macht der Trainer des FC Oberstedten keinen Hehl. „Ich weiß, dass andere Vereine wie der FSV Friedrichsdorf oder die TSG Nieder-Erlenbach das anders sehen, aber ich war echt froh über die Pause“, erklärt Rissling. Im Gegensatz zu den genannten Teams befand sich seine Mannschaft im freien Fall. Fünf der letzten sechs Partien des Jahres gingen verloren, zum Abschluss setzte es ein 1:8 gegen die SG Bornheim. „Das“, sagt Rissling, „hat es in meiner Zeit bei Oberstedten noch nicht gegeben.“

  Was war: Bis zur Talfahrt lief es nicht schlecht für den FCO. Mit dem erklärten Ziel „Klassenerhalt“ ging der Verein in die Runde, und die 20 Punkte, die auf der Habenseite stehen, sind unter Umständen bereits die halbe Miete. „Ich gehe davon aus, dass 40 Punkte reichen werden, um den Abstieg zu verhindern“, prognostiziert Rissling. Dass sich die Ausgangslage zum Jahreswechsel nicht noch komfortabler gestaltete, hängt sicherlich auch mit dem Verletzungspech zusammen. Immer wieder musste der Trainer auf Stammspieler verzichten, die er im relativ kleinen Kader nicht gleichwertig ersetzen kann.

  Was sich geändert hat: Von Transfers während der Winterpause hält Rissling nichts. „Die Jungs, die dir dann sofort weiterhelfen können, kosten Geld“, sagt er. Geld, das in Oberstedten nicht vorhanden sei. Zudem würde ein Wechsel in der zweiten Transferperiode auch immer Fragen bezüglich des Charakters der jeweiligen Spieler aufwerfen. Beim FCO gilt: Der Star ist die Mannschaft. Teil dieser sind seit Januar die 18-jährigen Matteo Klier und Anton Alpermann. Rissling „beförderte“ die Offensivspieler aus der eigenen A-Jugend. Zudem sind mit Ausnahme von Vincent Warnecke (im Aufbautraining) alle vormals Verletzten wieder einsatzbereit.

  Was schon gut läuft: Die Einstellung innerhalb der Mannschaft stimmt wieder. Nach dem Negativlauf musste die im Schnitt noch recht junge Truppe wieder an ihre Stärken erinnert werden. Dies sei laut Rissling gelungen. „Jeder hat begriffen, worum es geht, und jeder arbeitet seit Beginn der Vorbereitung sehr hart“, lobt er, „mit der Abwehrarbeit bin ich zufrieden, und konditionell sind wir gut in Form. Besser als in der Hinrunde.“

  Wo es noch klemmt: Im zentralen Punkt der Taktik – solide Verteidigung und überfallartiges Konterspiel – besteht noch Luft nach oben: dem Umschaltspiel. Rissling: „Wir wollen mit möglichst wenig Ballkontakten nach vorne und dort effektiv die Räume besetzen.“

  Wer die Führungsspieler sind: Ohne Frage wird viel vom Defensivblock, bestehend aus Tobias Eichsteller, Maximilian Lorenz und Marvin Klempin, abhängen. Alle drei wissen, wie man eine Defensive organisiert und können ein Spiel von hinten heraus aufbauen.

  Wo es in dieser Saison hingehen soll: An der Zielsetzung hat sich nichts geändert. Der FC Oberstedten möchte auch 2018/19 in der Gruppenliga antreten. Das Zeug dazu hat die Mannschaft. Damit der Ligaverbleib gelingt, müssen alle fit und motiviert bleiben. Außerdem müssen mehr Punkte aus den Duellen mit direkten Tabellennachbarn eingefahren werden.

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