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Sie haben Heimsiege im Visier: Ober-Eschbachs David Kallis wirft aufs Tor, in der Abwehr stehen die Oberurseler Robert Avemann (links) und Janosch Juli.

Handball, Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt

TSG Oberursel, TSG Ober-Eschbach und HSG Steinbach kämpfen gegen den Trend

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TSG Oberursel peilt in der Bezirksoberliga den ersten Heimsieg an, TSG Ober-Eschbach die ersten PunktgewinneOberursels Handballer haben noch kein Heimspiel gewonnen, die TSG Ober-Eschbach und HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten noch gar keinen Punkt. Gut möglich, dass sich der Trend bei zwei der drei Bezirksoberligisten aus dem Hochtaunus ändert.

Hochtaunus.Als Thomas Jäth im Urlaub weilte, bekleckerte sich seine Handballmannschaft nicht mit Ruhm. Und seitdem der Sportliche Leiter der TSG Ober-Eschbachwieder daheim ist, änderte sich am Fehlstart nichts. Doch Jäth ist lange genug im Geschäft, um die 0:8 Punkte einordnen zu können. Eine Bilanz, mit der sein eigentlich recht ambitioniertes Team das Tabellenende der Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt ziert. "Wir haben jetzt 14 Tage lang wirklich jeden Stein umgedreht", sagt Jäth vor dem nächsten schweren Heimspiel gegen die TSG Eddersheim (Samstag, 19.30 Uhr), "was wir brauchen, ist einfach Geduld".

Die letzte Bestätigung für diese Einschätzung war für Jäth das Feedback der Zuschauer, die das Spiel gegen die HSG Goldstein/Schwanheim in der Albin-Göhring-Halle verfolgt hatten. Eine "super Teamleistung", das fand nicht nur der Ober-Eschbacher Manager, hatte dazu geführt, den Tabellenführer am Rande einer Niederlage zu haben. Erst in den Schlusssekunden entführten die Frankfurter beide Punkte.

Jäth ist zuversichtlich, den Anhängern auch am Samstag gegen Eddersheim (6:2 Punkte) - einen weiteren schweren Gegner, den man aus gemeinsamen Landesliga-Zeiten kennt - ein attraktives Spiel zu bieten, in dem die Gastgeber eine reale Siegchance haben. Auch ohne die Langzeitverletzten und womöglich ohne Yvo Heinen ( Grippe) und Karsten Gottlieb, der nach seinem Jochbeinbruch im Training noch herangeführt wird. "Wir dürfen nur nicht nervös werden", sagt Jäth. Die Zeit, in denen der Trend unbedingt gebrochen werden müsste, die käme erst noch.

Bei der TSG Oberurselwechselten bis dato bescheidene Leistungen vor heimischem Publikum mit furiosen Auswärtssiegen. So war der neue Trainer Jürgen Merz, der auch weiterhin die 2. Mannschaft betreut, im Training erst einmal darauf bedacht, die Euphorie nach dem 41:22 in Steinbach nicht zu groß werden zu lassen. Nach dem Motto: "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer."

Mit der TG Rüsselsheim kommt am Samstag (17.30 Uhr) ein Fast-Absteiger in die EKS-Sporthalle, der von Matthias Perl und Christian Witusch trainiert wird. Beide wirkten bei der TSGO schon von der Seitenlinie aus. Perl spielte auch lange in Oberursel. Während Vorgänger Klemens Naß, der sich am Dienstag noch von der Mannschaft verabschiedet hat, auf einen großen Kader baute, hat Merz diesen in der Vorwoche erst einmal auf 14 Spieler reduziert. Aus verschiedenen Gründen sollen Torwart Dennis Geier, Luca Gogolin, Julian Rummel, Aldin Hadziabdic und Malte Bechtold erst einmal für die "Zweite" auflaufen. "Das kann sich aber ganz schnell auch wieder ändern", sagt Betreuer Bernhard Schmidt.

So schnell nicht ändern wird sich wahrscheinlich der Negativ-Trend bei der HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten. Im Spiel bei der HSG Hochheim/Wicker (Samstag, 19 Uhr, Goldbornhalle) hängen die Trauben hoch. Können die Gastgeber sogar auf einen bundesligaerfahrenen Spieler wie Felix Kossler zurückgreifen, haben ein solcher (Sebastian Linder) und noch weitere Stammspieler in Steinbach ja aufgehört. Hinzugekommen sind Spieler aus der Bezirksliga B. Die Steinbacher wissen - und das ist das Gute - ob der Schwere der Aufgabe. "Vorne die leichten Fehler minimieren und selbst mal ein paar einfache Tore werfen", ist die Devise von Daniel Sailler. Im Trainergespann mit Jens Petry ist er vor allem auf eine gute Stimmung in der Mannschaft erpicht, bis die Gegner kommen, die ein ähnliches Kaliber haben.

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