14.09.2019, Handball, Oberliga Frauen, TSG Oberursel - HSG Lumdatal
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Berit Mies (TSG Oberursel)

Handball, Oberliga Hessen

TSG Oberursel: Schnell zurücklaufen, Pleite vergessen machen

Die Handballerinnen der TSG Oberursel führen zwar immer noch die Oberliga Hessen an. Doch der Stachel der peinlichen Niederlage beim Schlusslicht sitzt vor dem Heimspiel am Samstag noch tief.

Mit Kellerkindern haben die Handballerinnen der TSG Oberursel zuletzt schlechte Erfahrungen gemacht. Nach dem peinlichen 30:32 beim vormaligen Schlusslicht HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden möchte der Spitzenreiter in der Oberliga Hessen gegen den Drittletzten der Tabelle, die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen, vor heimischem Publikum die Scharte auswetzen. Anwurf ist am Samstag um 19.30 Uhr in der EKS-Sporthalle.

Die ausschlaggebenden Faktoren für die vierte Saisonniederlage sah Trainer Paul Günther eher in der eigenen als in der gegnerischen Leistung begründet. Die spielerische Cleverness ging dem Favoriten ab, viele Einzelaktionen prägten den Auftritt. „Es ist passiert und darf künftig nicht mehr passieren“, sagt er pragmatisch, „aber kämpferisch konnte ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Heißt im Klartext: Die Spielerinnen, von denen Sasha Müller in dieser Woche krankheitsbedingt fehlte, sind aus Sicht ihres Trainers von der Einstellung her voll da, um weiterhin um die Meisterschaft mitzuspielen.

Auf dem Weg zur Titelverteidigung müssen sich die TSGO-Damen gegen den Neuling aus dem Landkreis Kassel wieder auf die eigenen Stärken besinnen, ohne die gegnerischen außer Acht zu lassen. Trotz des drittletzten Rangs leiste die HSG Beachtliches. „Wenn auch nur eine Spielerin in Richtung des gegnerischen Tors schaut, dann sind zwei schon im Tempogegenstoß“, warnt Günther, „das ist deren riesengroße Waffe.“ Eine Schlüsselrolle für diesen Hochgeschwindigkeitshandball kommt den Torfrauen Natalie Weinrich und Malgorzata Rodziewicz zu, die ihre Vorderleute im Stile von Quarterbacks mit langen Pässen bedienen.

„Das über 60 Minuten zu verteidigen, ist vor allem Kopfsache“, mahnt Günther an. Nach Ballverlusten und eigenen Abschlüssen der TSGO gilt es den Schalter sofort auf Verteidigung umzulegen. Im Hinspiel, das Oberursel mit 33:28 gewann, tat man sich noch schwer mit der schnellen Rückzugsbewegung.

Einen Vorteil kann der Aufsteiger diesmal aber nicht ausspielen: seine Heimstärke. Die spricht nun für die TSGO. Die bisherigen sieben Rundenspiele vor den eigenen Anhängern bestritt Oberursel alle siegreich.

ROBIN KUNZE

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