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Viktoria Heilmann war beste Werferin der TSG Oberursel, schied in der zweiten Halbzeit aber mit einer Fußverletzung aus.

Handball, Oberliga Hessen

TSG Oberursel: Trainer Günther ist nach dem 31:27-Sieg "megastolz"

Fünftes Spiel, fünfter Sieg für die Frauen der TSG Oberursel in der Handball-Oberliga. Trainer Günther ist nach dem 31:27 über die HSG Bensheim/Auerbach II stolz auf sein Team.

Nach einem harten Stück Arbeit gegen die HSG Bensheim/Auerbach II fasste TSGO-Trainer Paul Günther seine Gedanken in einem Vorschlag für die Überschrift dieses Spielberichts zusammen: „Man kann schreiben, dass der Trainer megamäßig stolz auf seine Truppe ist.“

Schon im Vorfeld der Partie hatte er betont, dass dieses Spiel der erste echte Prüfstein für seine Mannschaft werden würde. Dass die Reserve der HSG bisher nur zwei Punkte geholt hatte, war ihm natürlich bewusst, doch Günther sieht den Gegner langfristig unter den Top 5 der Oberliga. „Die Eins-gegen-eins-Situationen haben wir größtenteils verloren“, berichtet er, „da sind uns die Internatsspielerinnen von der Athletik her auch einfach überlegen gewesen.“

Dementsprechend konnte sich Oberursel lange Zeit nicht nachhaltig absetzen. Ein 15:10 (26.) schrumpfte bis zur Pause auf ein 16:13 zusammen. Die zweite Hälfte glich bis kurz vor Schluss einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch am Ende setzten sich die Gastgeberinnen aufgrund einer mannschaftlich geschlossenen Leistung durch.

Allerdings musste das Team auf dem Weg zum Sieg zwei herbe Rückschläge wegstecken: In der 45. Minute schied zunächst Berit Mies mit einer Prellung am Steißbein aus, fünf Minuten später ging es auch bei Topwerferin Viktoria Heilmann (7 Treffer) aufgrund einer Verletzung am Fuß nicht weiter.

Kühlen Kopf bewahrt

„Wenn du zwei Stützen in einer Phase, in der es unentschieden steht, verlierst, dann ist das kritisch“, sagt Günther, „doch meine jungen Mädels haben einen kühlen Kopf bewahrt und sind über sich hinausgewachsen.“ In der Abwehr schaffte man es, die individuellen Stärken des Gegners in Zwei-gegen-eins-Situationen auszubremsen. „Die 17-jährige Julia Niewiadomska spielt spätestens in zwei Jahren in der Bundesliga, aber wir haben sie bei fünf Toren aus dem Feld gehalten“, lobt Günther sein Kollektiv.

Im Angriff zeigten sich Mannschaft wie Trainer dagegen kreativ. Aufgrund eines Mangels an Rückraumspielerinnen stellte Günther auf ein System mit zwei Kreisläuferinnen um, was letztlich gut funktionierte. Knapp drei Minuten vor Spielschluss traf Elfi von der Wehl zum 30:25 – die Entscheidung war gefallen. „Die Partie stand in der zweiten Halbzeit lange auf der Kippe, aber man hat dann gesehen, dass unser System funktioniert“, freut sich Günther, „und dieses System funktioniert nur deshalb, weil hier jeder dem anderen vertraut.“ Zum Lohn grüßen die Frauen der TSGO weiterhin ohne Punktverlust von der Tabellenspitze.

TSGO: Zeiler, Petri; Heilmann (7/3), Löbrich (6/2), Okrusch (6), Zsigmond (4), Mies (3), Stahl (2), Krasnansky (1), von der Wehl (1), Wehrum (1), Greb, Walde.

ROBIN KUNZE

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