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Steven Bond holt in Sulzbach mit der TSG Oberursel II einen Sechs-Tore-Rückstand auf und fährt noch einen Auswärtssieg ein.

Handball, Hochtaunus

Oberursel II und Wehrheim/Obernhain wachen noch auf

In den oberen Spielklassen des Bezirks haben es von den Taunus-Teams nur Seulbergs Damen derzeit schwer. In der Frauen-Bezirksoberliga verteidigt die TSG Oberursel II die Tabellenführung. Das Derby gegen die SG Anspach wirft schon seine Schatten voraus.

In den kommenden beiden Spielen wird sich zeigen, ob der Weg zum Titelgewinn in der Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurtnur über die Handballerinnen der TSG Oberursel IIführt. Auf den standesgemäßen 33:25-Sieg gegen die TG Kastel- dem fünften Erfolg in Serie - folgt für die Mannschaft von Trainerin Alexandra Müller am Samstag (15 Uhr) die Partie bei HSG Goldstein/Schwanheims Landesliga-Reserve, bevor am 10. November (15 Uhr) die am vergangenen Wochenende spielfreie SG Anspach zum Taunus-Derby erwartet wird. Beide Kontrahenten haben bisher auch erst einmal verloren in dieser Saison.

Gegen Kastel hatte es nach zerfahrener erster Halbzeit (15:14) einer deutlichen Kabinenansprache der Trainerin bedurft, dass die TSGO-Damen sich steigerten. Beim 21:15 hatte sich der Spitzenreiter bereits entscheidend abgesetzt. Torfrau Suna Elden trug mit vier parierten Siebenmetern einen nicht unerheblichen Teil zum Sieg bei.

TSGO-Tore: Sailler (7/5), von der Wehl (6), Limbacher (5), Kramp, Voigt (je 4), Weißenborn (3), Kürten (2), Budnik, Ried (je 1).

SV Seulberg - TV Hattersheim 19:23 (10:11). "Aufgeben gilt nicht", sagte Seulbergs Trainer Manfred Müller, "wir werden weiter dran bleiben." Für sein stark ersatzgeschwächtes Team sei gegen Hattersheim durchaus etwas drin gewesen. "Etwas abgezockter" hätte das Mini-Aufgebot mit nur sieben Feldspielerinnen laut seiner Einschätzung sein müssen.

In einer von technischen Fehlern gespickten Partie hatte Esther Hardt den Tabellenzehnten bis zur Pause wieder herangebracht. Jedoch schafften die Gäste, die auf Platz fünf rangieren, gleich nach dem Wechsel den entscheidenden Vorstoß zum 10:15. Seulberg kam nicht mehr richtig heran, weil die Fehlerquote zu hoch war, und kassierte die vierte Saisonniederlage. Ein Extralob verdiente sich neben Hardt noch Lena Bützow, die sich zur Abwehrchefin mausert. Aber auch bei Hannah Schmidt zeigt die Leistungskurve nach oben.

SVS-Tore: Hardt (6), Schiewer, Schmidt (je 3), Wenserski, Weiershäuser (je 2), Richter (2/2), Bützow (1).

Bezirksliga A, Männer

MSG Sulzbach/Niederhofheim - TSG Oberursel II 29:31 (11:14).

Hatten in der ersten Halbzeit außer mehreren Rückraumspielern auch die notwendige Einstellung gefehlt, besann sich der Titelverteidiger noch rechtzeitig auf seine Fähigkeiten. Das gastgebende "Kellerkind" führte schon mit 18:12 (33.), ehe die TSGO die Aufholjagd startete. Eine aggressive Deckung, schnelles Umschaltspiel und konsequente Abschlüsse, vor allem von Julian Rummel, ließen den Rückstand immer weiter schmelzen, bis Steven Bond nach 45 Minuten zum 20:20 ausgleichen konnte. "Durch die vielen gelungenen Aktionen holten wir uns das notwendige Selbstvertrauen und waren so in der Lage, einen Vorsprung herauszuspielen, den wird dann auch über die Zeit gebracht haben", kommentierte Oberursels verletzter Team-Sprecher Ekram Amirzad.

TSGO-Tore: Rummel (9), Kluger (5), Lotz, Brühl, Ormond, Bond (je 3), Weber (4), Ried (1).

TG Rüsselsheim II - SG Wehrheim/Obernhain 26:30 (15:14).  Auch der Aufsteiger aus dem Apfeldorf benötigte eine gewisse Zeit, bis er in Schwung kam. Das überraschte, waren doch zuvor drei Siege gelungen und konnte das Trainergespann Sebastian Wagner/Marcel Heid diesmal fast wieder aus dem Vollen schöpfen. Hart mussten die Gäste beim bis dato punktgleichen Gegner um jedes Tor kämpfen.

"Die Halbzeitansprache hat sich die Mannschaft dann zu Herzen genommen", teilte Teamsprecher Steffen Wagner mit. Im Mittelblock deckte die SG nun aggressiver, und im Angriff lief es wie am Schnürchen. Beim 20:25 (48.) sah das Taunus-Team schon wie der sichere Sieger aus. Jedoch fühlte man sich anscheinend zu sicher.

"Unvorbereitete Würfe und einfache Abwehrfehler ermöglichten es Rüsselsheim, noch einmal Morgenluft zu schnuppern", schilderte Steffen Wagner - und fünf Minuten vor dem Ende stand es 25:25. In einer Auszeit sammelten sich die Gästespieler jedoch wieder. Christopher Butsch (3) und Ben Ernst entschieden mit ihren Toren dann die Partie. Fazit der Wehrheimer Trainer: "Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben es uns

selbst viel zu schwer gestaltet."

SG-Tore: Butsch (6), Heid (5), Terkowsky, Streim, Dawid, Pohl (je 3), Goslar, Fuß (je 2), Bachmann, J. Faust, B. Ernst (je 1). (rem/fiu)

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