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Tobias Jockel (TSG Oberursel) beim Wurf.

Handball, Landesliga Mitte

TSG Oberursel zeigt Moral, Klemens Naß wird neuer Trainer

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Dank des 30:26-Sieges gegen Heuchelheim verlässt Absteiger TSG Oberursel in der Handball-Landesliga Mitte den letzten Platz. Nach dem Spiel stellt sich ihnen der neue Trainer vor.

Nachdem die Handballer der TSG Oberursel in der vergangenen Wochenende Gewissheit hatten, haben sie sich ein neues Ziel gesetzt. Den ersten Abstieg des Vereins aus der Landesliga Mitte seit 2015 kann die junge Mannschaft nicht mehr verhindern, aber den letzten Platz noch verlassen (was nach 0:18 Punkten zum Auftakt auch durchaus schon eine Leistung ist). Vorübergehend hat sich das Team von Trainer Dirk Lodders nach dem 30:26 gegen die abstiegsbedrohte TSF Heuchelheim auf den vorletzten Rang verbessert.

Die Landesliga-Saison wird zwar erst nach Ostern mit den Spielen in Lollar und gegen Lang-Göns enden, dennoch spielt schon jetzt eine Rolle, was in der nächsten Saison sein wird. Somit wurde es für Orschels Handballer nach der umkämpften Partie am Samstagabend auch in der Kabine nochmals spannend.

Die Abteilungsleitung stellte der Mannschaft den Nachfolger von Dirk Lodders vor, der ja verkündet hatte, sich in der kommenden Spielzeit wieder nur um die A-Jugend (Oberliga Hessen) kümmern zu wollen. Klemens Naß wird die 1. Mannschaft in der Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt übernehmen.

Ober-Eschbach in der Vita

Mit dem 60-jährigen Übungsleiter kehrt ein Trainer in den Taunus zurück, der dort schon bestens bekannt ist. Der Frankfurter ist einst als Spieler für die TSG Ober-Eschbach zu Regionalliga-Zeiten auf Torejagd gegangen und hat den Oberurseler Rivalen dann später auch trainiert. Das trifft übrigens auch auf die Ober-Eschbacher Damenmannschaft zu (damals in der Regionalliga spielend). Bei der SG Wehrheim/Obernhain coachte Naß ebenfalls schon einmal. Zuletzt war er stolze zehn Jahre für die Männermannschaft der HSG Seckbach/Eintracht in Frankfurt zuständig. Sein Bruder Florian dürfte vielen Handballfans als Sportkommentator für die ARD bekannt sein.

Die Oberurseler Kabine war recht voll, als Klemens Naß rund eine Viertelstunde lang zu den Spielern sprach. Darunter befanden sich auch Akteure aus der 2. Mannschaft, die den Sprung in die „Erste“ für die nächste Saison anpeilen. Nicht mehr dabei sein wird dann Tobias Jockel. Der junge Kreisläufer, in dieser Saison mit 91 Toren bester Oberurseler Werfer und auch aufgrund seiner Abwehrqualitäten geschätzt, wird zum Drittliga-Absteiger SG Bruchköbel wechseln. Das verkündete Abteilungsleiterin Birgit Michelson. Einem Spieler seines Talents wolle man keine Steine in den Weg legen, sagte Michelson. Jockel, ein „waschechter „ Oberurseler, wird weiterhin die C-Jugend des Vereins trainieren.

A-Jugendliche überragen

Für die Partie gegen Heuchelheim hatte zudem Viktor Lotz seinen Ausstand bei der „Ersten“ angekündigt. Dafür hatte sich der Torwart ein mitreißendes Spiel ausgesucht. „Die Mannschaft zeigte wieder eine tolle Moral“, freute sich Trainer Lodders. Durchgängig hatten die Gastgeber in der ersten Halbzeit zurücklegen, nach 30 Minuten hatte es 17:18 gestanden. Nach dem Wechsel bedeutete das Tor von Giovanni Ilestro in der 38. Minute die erste Führung der Hausherren (21:20), die sich dann zwar mit drei Toren absetzen konnten. Heuchelheim glich aber nochmals aus, Daniel Bley traf zum 25:25 (56.). Von den letzten fünf Oberurseler Toren warfen schließlich die A-Jugendlichen Christian Ghinea und Bennet Wienand jeweils zwei. Beide erhielten von Lodders ein Sonderlob für ihre Leistung. Sie seien die treibenden Kräfte gewesen. Aber auch die Vorstellung der 19-jährigen Außen Robin Louis Landvogt und David Weiß hatten dem Übungsleiter außerordentlich gut gefallen. An diesen Talenten, so sie denn in Oberursel bleiben, dürfte auch Klemens Naß seine Freude haben.

TSG Oberursel: Dennis Geier, Viktor Lotz; Christian Ghinea (6), Tobias Jockel (6/2), Bennet Wienand (5/2), Giovanni Ilestro (4), Janosch Juli (3/1), David Weiß (3), Robin Louis Landvogt (2), Julian Rummel (1), Jasper Bechtold, Timo Günther, Jakob Müllerleile, Robert Avemann.

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