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Zwei Standardspezialisten mit Torjägerqualitäten und der „Knipser“ schlechthin: Auf (von links)  Yves Böttler und Marius Löbig könnte es im Spitzenspiel beim FC Gießen neben guter Defensivarbeit besonders ankommen.

Fußball-Hessenliga

Ohne Angst zum Non plus ultra

In der Fußball-Hessenliga wartet auf den SV Rot-Weiß Hadamar im Auswärtsspiel bei Tabellenführer FC Gießen (Anstoß: Samstag, 14.30 Uhr) ein Highlight. Und die Protagonisten dürfen durchaus mit einer vierstelligen Zuschauerkulisse rechnen.

Die 0:3-Pleite vom vergangenen Samstag gegen den FSC Lohfelden haben Hadamars Trainer Torsten Kierdorf und seine Jungs aufgearbeitet. Der Coach erklärt: „Wir haben lange darüber gesprochen. Meine Spieler sind schlau genug, um zu wissen, dass die 90 Minuten eine Katastrophe waren.“ Auch eine Begründung hat Kierdorf parat: „Einige sind körperlich am Limit, der eine oder andere hat aber sicherlich auch die richtige Einstellung vermissen lassen.“ Unter der Woche stand für die Fürstenstädter das nächste Pflichtspiel auf dem Plan: Bei Kreisoberligist SG Winkels/Probbach/Dillhausen ließ Rot-Weiß beim klaren 6:0-Sieg im Kreispokal-Achtelfinale aber mal so gar nichts anbrennen.

Am morgigen Samstag führt die Reise der Hadamarer zum absoluten Hessenliga-Top-Team: FC Gießen. Der Tabellenführer, der in dieser Saison erst eine Niederlage und auf eigenem Platz nur mickrige drei Gegentreffer quittieren musste, ist der große Favorit auf den Aufstieg in die Regionalliga Südwest. Torsten Kierdorf gerät ins Schwärmen, wenn er an den nächsten Gegner denkt: „Sie sind das Non-Plus-Ultra der Liga, weil sie noch mal eine Klasse besser sind als Bayern Alzenau. Sie trainieren unter Profibedingungen, verfügen mit Daniyel Cimen über einen überragenden Trainer und haben innerhalb der Mannschaft eine Riesenqualität.“

Spitzenspielcharakter

Ebenfalls nicht zu verachten sind die Zuschauerzahlen im Gießener Waldstadion: Nahezu bei jedem Heimspielen wird die 1000-Besucher-Marke geknackt. Der SV Rot-Weiß darf sich also – zumal die Partie auch

Spitzenspielcharakter

hat – auf etwas Besonderes einstellen. Torsten Kierdorf schlägt in die gleiche Kerbe: „Auf so ein Spiel muss man sich einfach freuen. Auch das Drumherum mit Stadion-Atmosphäre und VIP-Bereich sind Faktoren, denen man positiv entgegenblicken darf.“

Dass Hadamar aber nicht nur eine Kaffeefahrt nach Gießen unternimmt, versteht sich von selbst. Torsten Kierdorf meint: „Warum sollen wir da nicht mal gewinnen? Wenn wir einen guten und die Gießener einen schlechten Tag haben, können wir dort ohnehin bestehen. Wir wissen nicht, ob es am Ende reichen wird, versuchen wollen wir es aber allemal.“ Auf die Frage, welchen Plan Kierdorf verfolgt, hält sich der Trainer natürlich bedeckt, aber dennoch selbstbewusst: „Wir haben einen Plan, und wir hoffen natürlich, dass der aufgeht. Uns muss man auch erstmal knacken, zumal wir nichts zu verlieren haben.“

Aus personeller Sicht müssen die Fürstenstädter auf Alexander Schraut verzichten, ansonsten gibt es zum Kader der Vorwochen keine Änderung. Auf die Zielsetzung angesprochen, sagt der Rot-Weiß-Coach: „Wenn wir dort einen Punkt mitnehmen, wäre das schon ein Highlight. Sollten es auf irgendeine Art und Weise sogar drei werden, können wir eigentlich schon Weihnachten feiern.“

Samstag:

Hessen Kassel - FC Eddersheim 14.30

Hünfelder SV - SC Waldgirmes 14.30

FC Gießen - SV RW Hadamar 14.30

KSV Baunatal - Viktoria Griesheim 14.30

Bayern Alzenau - FV Bad Vilbel 14.30

FC Ederbergland - Buchonia Flieden 14.30

Sonntag:

FSC Lohfelden - SGB Fulda-Lehnerz 14.30

Türk Gü. Friedberg - VfB Ginsheim 14.30

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