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Ohne Henn und Liebthal reicht es für Eschborn nicht

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Von: Volker Hofbur

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Auch er konnte die Eschborner Final-Niederlage nicht verhindern: Eduardo Osta-Valenti gewann sein Einzel und Doppe . FOTO: nickel
Auch er konnte die Eschborner Final-Niederlage nicht verhindern: Eduardo Osta-Valenti gewann sein Einzel und Doppe . © Alix Nickel

TENNIS Herren 60 verlieren auf eigener Anlage das DM-Finale gegen Fürstenzell - Gegner nutzt die Gunst der Stunde

Eschborn -Die Tennis-Herren 60 von Tennis 65 Eschborn haben es verpasst, Altersklassen-übergreifend zum fünften Mal in Folge die deutsche Mannschafts-Meisterschaft zu gewinnen. Zu viele Rückschläge standen dem erneuten Eschborner Titelgewinn im Weg, so dass die Gastgeber auf der eigenen Anlage dem TC Fürstenzell mit 3:5 unterlagen.

Bereits vor dem Halbfinale gegen den Südwest-Konkurrenten TC Wolfsberg-Pforzheim, der für Vertreter aus dem Norden eingesprungen war, gab es für die Eschborner einen herben Dämpfer. Am Mittwoch musste mit Norbert Henn der deutsche Ranglisten-Erste seiner Altersklasse aus gesundheitlichen Gründen ins Krankenhaus und fiel für das Wochenende aus. Damit war er nach Jaro Zivnicek, der wegen eines Bandscheibenvorfalls nicht einsetzbar war, und Pedro Herda, den Achillessehnenprobleme plagen, der dritte Ausfall für die Eschborner. So musste Peter Pardatscher, der die Position des Mannschaftsführers von dem verhinderten Heinz-Peter Greven eingenommen hatte, einspringen, obwohl er selbst angeschlagen ist.

Dennoch setzten sich die Eschborner gegen Pforzheim bereits nach den Einzeln mit 5:1 durch. Schon nach der ersten Einzelrunde führten die Gastgeber, da Manfred Jungnitsch gegen den starken Udo Betz in zwei umkämpften Sätzen gewann und Klaus Liebthal seinem Gegner mit 6:0, 6:0 sogar die Höchststrafe verpasste. Pardatscher hingegen hatte in seinem Einzel an der sechsten Position keine Chance und verlor glatt.

Im zweiten Einzel-Durchgang gewann der Weltmeisterschafts-Finalist Eduardo Osta-Valenti gegen den starken Bernd Ruck glatt mit 6:1, 6:2, auch Klaus-Dieter Stondzik gewann sein Einzel sicher. Dan Waldman sicherte mit einem umkämpften 6:4, 4:6, 10:6 gegen den Schweizer Martin Gloor den wichtigen fünften Punkt und besiegelte den erneuten Final-Einzug der Eschborner.

Somit trafen sie auf den TC Blau-Weiß Fürstenzell, die sich überraschend mit 5:1 gegen TuS 84/10 Essen durchsetzte. Allerdings profitierten die Bayern davon, dass der Essener Spitzenspieler Pierre Godfroid und die Nummer fünf Peter Schreckenberg frühzeitig ihr Einzel aufgeben mussten. Das gab den favorisierten Westdeutschen einen Knacks, von dem sie sich nicht mehr erholten. So gaben sie auch das kleine Finale gegen den TC Wolfsberg Pforzheim mit 1:5 ab.

Im Finale wurden die Eschborner ein Opfer des Radrennens Eschborn-Frankfurt. Klaus Liebthal kam aus Mainz und wurde schon um halb neun - eine Stunde vor der öffentlich genannten Sperrzeit, auf die er sich verlassen hatte - nicht mehr nach Eschborn hereingelassen. Über Umwege schaffte er es bis zehn Uhr auf die Eschborner Anlage. Zu spät. Der Gegner berief sich auf die Statuten des Deutschen Tennis-Bundes, so dass Liebthal nicht mehr in den Einzeln aufgestellt werden durfte. "Nach der Regel war das korrekt, ob das aber sportlich vom Gegner war, ist fragwürdig. Fürstenzell hat nun seine Chance gesehen, die ohne Liebthal natürlich größer geworden war", erklärte Pardatscher.

In der ersten Einzelrunde gelang nur Manfred Jungnitsch ein glatter Sieg, Joachim Tribisch und Klaus-Dieter Stondzik hatten in ihren Spielen keine Chance. Auch Peter Pardatscher hatte gegen einen österreichischen Nationalspieler keine Chance. Eduardo Osta-Valenti siegte erneut glatt, doch tat die Niederlage des Amerikaners Dan Waldman weh, die die Eschborner nicht einkalkuliert hatten. "So gingen wir mit einem 2:4-Rückstand in die Doppel, beim 3:3 wären unsere Chancen größer gewesen", erklärte Pardatscher. Er spielte gemeinsam mit Manfred Jungnitsch eine starke Partie, musste sich aber mit 3:6, 2:6 geschlagen geben. Das war die Entscheidung. Da half es auch nicht, dass Osta-Valenti/Stondzik knapp in drei Sätzen gewannen und auch Waldman/Liebthal nicht chancenlos im Doppel waren. Beim Stand von 3:5 wurde das Finale beendet - erstmals wieder gegen die Eschborner. vho

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