Spieler des Monats September

„Oldie“ Dominic Voss ist noch lange nicht satt

Die Nassauische Neue Presse hat sich bei der Wahl zum „Spieler des Monats September“ für Dominic Voss von der SG Selters entschieden. In die engere Auswahl kommt dabei jeweils ein Fußballer/eine Fußballerin, der/die auf oder neben dem Sportplatz besonders positiv aufgefallen ist.

Sowohl fußballerisch als auch privat ist Dominic Voss aus Lindenholzhausen schon viel herumgekommen. Seine wohl stärkste Fußball-Phase hatte der 34-jährige als Kapitän der Verbandsliga-Mannschaft des SV Niedernhausen. In der Saison 2013/2014 brachte es der Offensivspieler in dieser Spielklasse auf satte 18 Saisontore. Mittlerweile hat Dominic Voss seine Prioritäten anders gesetzt. Fußball spielt nicht mehr die erste Geige, schließlich ist der selbstständige Vertriebs- und Businesscoach beruflich extrem eingespannt. Dennoch hat er sich nach seinem Spielertrainer-Engagement bei der FSG Dauborn/Neesbach noch einmal dazu hinreißen lassen, als Spieler für den Kreisoberligisten SG Selters die Schuhe zu schnüren. Und dass, obwohl er eigentlich deutlich kürzertreten wollte. Im Endeffekt ist Dominic Voss aber ein Fußballer vom „alten Schlag“, getreu dem Motto „ganz oder gar nicht“. Trainingstermine sind für ihn Pflicht, und in jedem Spiel gilt es, 100 Prozent zu geben.

Am 30. September ist ihm aber etwas gelungen, was er vorher noch nie geschafft hatte. Im Kreisoberliga-Spiel seiner SG Selters gegen die TSG Oberbrechen (6:0) hat Dominic Voss gleich fünf Treffer hintereinander gemacht. Zwischen der 49. und 81. Minute sorgte er für allseits staunende Blicke.

Wie hat er diese zweite Halbzeit erlebt? Dominic Voss sagt: „Zunächst sah es gar nicht danach aus, als würden wir klar gewinnen. Das Spiel war auf Augenhöhe, doch als ich den ersten Treffer erzielt hatte, verlief alles wie im Rausch. Meine Teamkollegen spielten mich mustergültig an, und ich musste den Ball nur noch über die Linie bringen. Das war für mich ein besonderes Gefühl.“ Als er die Tore vom 1:0 bis zum 4:0 besorgt hatte, wurde er ausgewechselt. Aufgrund einer Verletzung eines anderen Spielers musste er aber noch mal ran. Voss: „An dem Tag hätte vermutlich alles funktioniert. Ich kam wieder ins Spiel und mit dem ersten Kontakt war der Ball schon wieder drin. Das war verrückt. Ich muss aber auch meine Mitspieler loben, denn ohne sie wäre ein solches Erlebnis nicht möglich gewesen.“

Dass Dominic Voss der Älteste im Team des Tabellenvierten der Kreisoberliga ist, hat Vor-, aber auch Nachteile. Der Stürmer erklärt aber: „In erster Linie habe ich – wie alle anderen auch – meine Aufgabe im Team. Und die versuche ich bestmöglich zu erfüllen. Da hilft mir meine Erfahrung natürlich enorm. Insgesamt freut es mich einfach, dass es bei uns so gut funktioniert. Ich glaube aber, dass mir keine fünf Tore mehr in einem Spiel gelingen werden. Das dürfte ein einmaliges Erlebnis bleiben.“

Auf die Ziele seiner Mannschaft angesprochen, sagt Dominic Voss: „Wir wollen so früh wie möglich 40 Punkte holen, um in dieser sehr ausgeglichenen Spielklasse möglichst weit vom Abstieg entfernt zu sein. Wenn wir weiter vorne mitmischen können, macht es natürlich noch viel mehr Spaß.“ Neben seinem persönlichen Ziel, verletzungsfrei durch die Saison zu kommen, hat sich der 34-Jährige vorgenommen, die sehr junge Mannschaft so gut wie möglich zu unterstützen und seine Erfahrung einzubringen.

Neben dem Fußball betreibt Dominic Voss alle möglichen Sportarten, insbesondere aber Outdoor-Aktivitäten in den Bergen – am liebsten mit seinen Hunden. Er ist halt ganz einfach ein „Typ“ – ob mit fünf Toren in einem Spiel oder eben nicht.

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