+

Rüsselsheimer Volleyballer

Der Oldie will’s nochmal wissen

Vor anderthalb Jahren haben die Rüsselsheimer Volleyballer im Kampf um Punkte das letzte Mal in der Großsporthalle aufgeschlagen. Nach einer Spielzeit in der 3. Liga und der im April abgeschlossenen Sanierung der Rüsselsheimer Sportstätte freut sich die Mannschaft von Trainer Luis Ferradas nun darauf, wieder dort ans Netz gehen zu können.

Rüsselsheim. Am Samstag empfangen die Zweitliga-Volleyballer der TG Rüsselsheim II um 19.30 Uhr den TV/DJK Hammelburg in der Großsporthalle. „Wichtig ist, dass wir ein gutes Spiel machen“, setzt Trainer Luis Ferradas in kompletter Besetzung auf einen erfolgreichen ersten Auftritt vor heimischem Publikum. Mit dem Tabellendritten der vergangenen Zweitliga-Saison erwartet er einen direkten Kontrahenten, gegen den drei Punkte drin seien: „Wir sind in der Lage, Hammelburg zu schlagen.“

Die 1:3-Niederlage zuletzt beim stark aufspielenden SV Fellbach sieht Ferradas abgehakt: „Unser Vorteil ist, dass sich die Spieler keinen großen Kopf darüber machen.“ Der Blick richte sich jetzt ganz auf die Partie in der Großsporthalle, in der die TG-Volleyballer dreimal wöchentlich trainieren. „Wir wollen unser Heimrecht nutzen. Das ist immer ein Vorteil, zuhause zu spielen“, so Ferradas.

Die Zuschauer können erstmals die vielen Neuzugänge der Turngemeinde unter die Lupe nehmen, darunter auch Aljoscha Grabowski, der es nach sieben Jahren beim Regionalligisten TG Hanau noch einmal in der 2. Liga wissen will und mit 34 Jahren der Oldie im neuformierten Rüsselsheimer Team ist. „Das macht großen Spaß mit den jungen Spielern“, versichert der 2,05 Meter lange Riese schmunzelnd, früher für die YoungStars Friedrichshafen und in der 1. Schweizer Liga am Netz. „Ich bin beeindruckt, was die schon drauf haben. Da sind große Talente dabei.“

Überzeugt hat bislang besonders Philipp Schumann. Der 23-jährige, 2,02 Meter große Neuzugang vom TV Waldgirmes wurde bei den ersten beiden Spieltagen jeweils zum „Most Valuable Player“ gewählt. „Das hat mich natürlich sehr gefreut“, meint Schumann, betont jedoch gleich: „Am wichtigsten ist, dass wir als Mannschaft funktionieren.“

In den Augen von Aljoscha Grabowski „harmonieren wir schon sehr gut. Aber wir müssen spielerisch noch mehr zueinander finden.“ Vergangenes Wochenende in Fellbach, so fügt er hinzu, „hat uns auch noch ein bisschen das Selbstbewusstsein gefehlt, als wir in Rückstand geraten sind“. Allerdings habe auch Beachspezialist Yannick Harms „einen ganz großen Tag erwischt“. Mit ihm waren die Schwaben nicht zu stoppen. Nach dem gewonnenen ersten Satz musste die TG II die Überlegenheit der Gastgeber anerkennen. Am morgigen Samstag aber sieht Grabowski gute Chancen für den zweiten Saisonsieg. „Hammelburg können wir schlagen“, ist er sicher.

Einen „Dreier“ würde sich auch die dritte Mannschaft der TG Rüsselsheim wünschen. Wenn das Team am Samstag um 20 Uhr zum zweiten Rundeneinsatz in der Regionalliga Südwest bei Eintracht Frankfurt antritt, erwartet Trainer Claude Weber „ein ausgeglichenes Spiel“. Gegen die Gastgeber, die in der zurückliegenden Saison das Titelrennen nur knapp gegen Rodheim verloren haben und wie die TG II mit einem Sieg gestartet sind, kann Weber personell aus dem Vollen schöpfen. Nur Dennis Kula ist aus familiären Gründen nicht dabei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare