Olivia Gürth(vorn)  beim 3000-Meter-Hindernislauf in Tallinn.
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Olivia Gürth (vorn) beim 3000-Meter-Hindernislauf in Tallinn.

Leichtathletik

Olivia Gürth U20-Europameisterin

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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Eine unfassbare Leistung hat Olivia Gürth vom Diezer TSK Oranien bei den Junioren-Europameisterschaften der Leichtathleten in Tallinn/Estland vollbracht.

Mit der zweitbesten Vorlaufzeit war Olivia Gürth ins Finale über 3000 Meter Hindernis in der estnischen Hauptstadt gegangen. Was sie dort auf die Bahn zauberte, war wirklich aller Ehren wert. Die 19-Jährige ließ vom Start weg ihren unbändigen Willen erkennen, dass sie bei ihrem allerersten Auftritt im Trikot der deutschen Nationalmannschaft nicht ohne Medaille heimgehen wollte.

Ihre Hauptkonkurrentin: die Ungarin Greta Vagra, deren Bestzeit vor dem Rennen um eine Minute besser war als die der Diezerin. Das beeindruckte Olivia Gürth allerdings wenig. Im Gegenteil: Es entfachte ihren Siegeswillen noch mehr. Bis zum letzten Hindernis lieferten sich die beiden Ausnahme-Athletinnen einen erbitterten Kampf. Im Ziel war mit bloßem Auge kaum zu erkennen, wer denn jetzt die Nase vorn hatte - bis es auf der Anzeigentafel stand: 1. Olivia Gürth in 9:59,15 Minuten, 2. Greta Vagra in 9:59,17. Ganze zwei Hundertstelsekunden trennten die beiden Konkurrentinnen.

Unfassbar: Olivia Gürth ist Europameisterin der U20, und das in neuer persönlicher Bestzeit. Zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere war sie unter zehn Minuten geblieben. Auf Rang drei kam die Türkin Sevval Özdogan an (10:07,84).

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