Auf ihr ruhen die Hoffnungen der TuS Schwanheim: Die ehemalige Ntionalspielerin Johanna Goliszewski soll die ersatzgeschwächte Mannschaft des Zweitligisten führen. FOTO: marcel lorenz
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Auf ihr ruhen die Hoffnungen der TuS Schwanheim: Die ehemalige Ntionalspielerin Johanna Goliszewski soll die ersatzgeschwächte Mannschaft des Zweitligisten führen.

Badminton, 2. Bundesliga

Optimismus bei Hofheim und Schwanheim

  • VonAlexander Wolf
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Die beiden heimischen Teams starten am Wochenende jeweils mit zwei Heimspielen

Main-Taunus -Zehn Monate ist es her, dass die 2. Badminton-Bundesliga Süd Corona-bedingt abgebrochen werden musste. Nun stehen zwei heimische Vereine vor dem Start in die neue Zweitliga-Saison und vor einigen Ungewissheiten - natürlich vorwiegend wegen Covid 19.

"Wir freuen uns alle sehr, dass es endlich wieder losgeht", sagt Bernd Georg. Der Vorsitzende der TuS Schwanheim hatte schon die Premieren-Saison in der Nord-Staffel 2020 als Aufsteiger genossen und das jähe Ende als Tabellenfünfter bedauert. "Jetzt haben wir eigentlich die komplette Zeit über trainiert. Mehr als jemals zuvor", erklärt Georg, "trotzdem gibt es vor dieser Saison viele Fragezeichen".

Wenn es am Wochenende für die TuS Schwanheim mit den Heimspielen gegen TuS Geretsried (Samstag, 14 Uhr) und TSV Neuhausen-Nymphenburg II (Sonntag, 14 Uhr) und für den Mitstreiter TV Hofheim gegen SV Dortelweil II (Samstag, 15 Uhr) und TV Marktheidenfeld (Sonntag, 12 Uhr) losgeht, fühlen sich beide Mannschaften gut vorbereitet.

In sportlicher Hinsicht konnten die Badmintonspielerinnen und Spieler in Form bleiben, weil im November nur der Wettkampfbetrieb, nicht aber das Training im Einzel verboten wurde. Ab April 2021 war es dann sogar wieder erlaubt, dass Doppel gespielt werden konnten. Und nun gehen Schwanheim und Hofheim sogar mit ein wenig Wettkampferfahrung aus Turnieren ins Zweitliga-Rennen. Beim Ranglisten-Turnier in Bonn-Beuel traten Johanna Goliszewski (Damen-Doppel), Bela Arndt, Lukas Engel (beide Herren-Einzel und Doppel) und Felix Hühne (Einzel) an und präsentierten sich - nicht nur bei Goliszewskis Turniersieg im Doppel - in guter Verfassung. "Wir sind froh, dass wir so viel Spielpraxis sammeln konnten, so können wir die derzeitigen Ausfälle hoffentlich kompensieren", meint Georg. Nicht nur Hannah Weitz, die wegen ihres Umzugs nach Köln komplett fehlen wird, sondern auch die verletzte Sophie Kister und Bela Arndt nach einem Unfall werden am ersten Doppelspieltag am Wochenende fehlen. Auch der beruflich verhinderte Daniel Schmidt muss ersetzt werden. So ruhen die Hoffnungen auf der ehemaligen Olympionikin und Nationaltrainerin Goliszewski. Sie soll die Schwanheimer Mannschaft mit den Ersatzleuten Daniel Benz, Robert und Carolin Georg führen.

Der TV Hofheim ist

breit aufgestellt

Auf mehrere Schultern verteilt ist die Verantwortung beim TV Hofheim. Der letztjährige Dritte ist stolz auf die Bronzemedaille von Mareike Bittner bei den Deutschen Meisterschaften. Sie verlor in Mülheim an der Ruhr nur im Halbfinale gegen die spätere Meisterin Yvonne Li. Genau wie Anika Dörr und Sandra Emrich, die Grieser-Brüder Johannes und Sebastian, Lars Rügheimer, Sebastian Kelch und Sven Prey, sowie den nach einem Achillessehnenriss zurückgekehrten Kapitän Lukas Vogel ist das Hofheimer Ausnahmetalent also fit und gut vorbereitet. "Unser Start in der letzten Saison war schon vielversprechend. Jetzt wollen wir da anknüpfen und wieder oben mit dabei sein", gibt Abteilungsleiter Horst Emrich die Marschroute für den Start aus und das, was darüber hinaus passieren wird. Der TV Hofheim hat es zum Auftakt gleich mit der Erstliga-Reserve des SV Dortelweil und somit gleich mit einem direkten Konkurrenten um einen der vorderen Plätze zu tun. Der zweite Gegner TV Marktheidenfeld ist ebenso als Wundertüte zu betrachten wie die Schwanheimer Kontrahenten Geretsried und Neuhausen-Nyphenburg II. Sowohl Emrich als auch Georg sind sich einig: "Es wird spannend zu sehen sein, wie die anderen Vereine die Corona-Krise bewältigt haben."

3G-Regel gegen die vierte Corona-Welle

Weil es nach der dritten Covid-Welle auch eine vierte geben musste, haben die beiden gastgebenden heimischen Vereine in ihren Hallen Schutzkonzepte entwickelt und die Vorgaben vom Deutschen Badminton-Verband gut umgesetzt. "Wir halten die 3G-Regel ein und rechnen mit etwa 100 Zuschauern, die wir alle vor dem Eintritt kontrollieren", berichtet Georg.

Bei aller verständlichen Euphorie vor dem Start der Süd-Staffel haben die Vereine ein großes Verantwortungsbewusstsein. "Man kann sagen, dass sich seit letztem Herbst kein Spieler infiziert hat. Und wir achten jetzt auch darauf, dass alles sicher bleibt." Für die Athletinnen und Athleten, die Vereine, die Liga und den gesamten Badminton-Sport wäre alles andere als eine komplett ausgetragene Saison auch sehr ungünstig. awo

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