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Die Limburger Spieler bedanken sich für die stehenden Ovationen nach dem 7:6-Erfolg gegen die HG Nürnberg.

2. Hallenhockey-Bundesliga Süd

Oscarreif: Max Müllers Regie

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Der Limburger HC kann doch noch gewinnen. Im kuriosen Auftaktspiel zur 2. Hallenhockey-Bundesliga Süd landeten die Limburger einen 7:6-Erfolg gegen die HG Nürnberg.

Es war der erste Sieg für den Limburger HC in einem Pflichtspiel nach dem 4:0-Erfolg gegen die TG Frankenthal im Mai dieses Jahres. Max Müller präsentierte sich gegen die HG Nürnberg nach seinen schweren Verletzungen wieder topfit und war mit vier Treffern auch überragender Akteur in der Kreissporthalle.

Limburger HC – HG Nürnberg 7:6 (2:5). Nach 30 Minuten indiskutabler Limburger Leistung, in denen sich die LHC-Abwehr teilweise mit Slap-Stick-Einlagen übertraf und den Nürnbergern mindestens drei Tore schenkte, sahen die Hessen lange Zeit wie der sichere Verlierer aus. Beim Stande von 2:5 parierte Torwart Moritz Müller wenige Sekunden vor der Halbzeit jedoch noch einen Siebenmeter und hielt seine Mannschaft dadurch einigermaßen im Spiel. Bis zu diesem Zeitpunkt lief es auch in der Limburger Offensive nicht wie geschmiert; beste Torchancen wurden leichtfertig vergeben.

Zu aller Überraschung sollte sich der negative Eindruck aus der ersten Halbzeit in einen positiven aus Limburger Sicht ändern. „Wir haben in der zweiten Hälfte das gespielt, was wir uns schon für die erste vorgenommen hatten“, so Limburgs Trainer Marcus Gutz nach den dramatischen 60 Minuten.

Dabei übernahm Max Müller die Regie und erwies sich als effektiver Torschütze, der von der HG-Abwehr nie unter Kontrolle gebracht wurde. Für das 3:5 und 4:5 zeichnete Müller verantwortlich, Hans Schneider für den Ausgleich. Zwischenzeitlich hatte Nürnbergs Torwart durch Glanzparaden sogar eine mögliche Limburger Führung verhindert.

Die letzten Minuten gehörten eindeutig dem LHC. Max Müller – wer sonst? – bahnte den Hausherren in der Schlussphase den Weg zum Sieg. Er verwandelte zunächst nach schöner Eckenvariante freistehend und war Vorbereiter zum 7:6 durch Julian Collée 1:28 Minuten vor dem Schlusspfiff der beiden guten Schiedsrichter.

Die Zuschauer sehen ihre Mannschaft erst im neuen Jahr wieder, denn der LHC muss bis Heiligabend fünf Auswärtsspiele bestreiten.

Limburg: Moritz Müller, Philipp Koch, Dominick Böckling, Jannis Collée, Julian Collée, Max Müller, Benedikt Faustmann, Kay Tomas, Laurens Meurer, Hans Schneider, David Schneider – SR: Pazos-Nieto (Frankfurt)/Reimann (Hamburg) – Tore: Max Müller (4), Julian Collée, Kaj Tomas, Hans Schneider – Cedric Nagel (3), Thomas Mengin (2), Eric Klemstein – Zuschauer: 200.

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