Der eine möchte möglichst schnell gesichert sein, der andere schielt vielleicht mit einem Auge auf die vorderen Plätze: Felix Bauer (rechts) von der TSG Oberbrechen 2 und Jens Ludwig (links) vom FCA Niederbrechen 2. 
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Der eine möchte möglichst schnell gesichert sein, der andere schielt vielleicht mit einem Auge auf die vorderen Plätze: Felix Bauer (rechts) von der TSG Oberbrechen 2 und Jens Ludwig (links) vom FCA Niederbrechen 2. 

Fußball-Kreisligen B1 und B2 Limburg-Weilburg

Osmanen blasen zur Jagd auf den SV Wilsenroth

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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In den beiden Fußball-Kreisligen B Limburg-Weilburg fiebern alle Beteiligten dem Saisonstart entgegen. Wie auch in den Vorjahren, sind insgesamt 33 Vereine auf die Gruppen 1 (17 Vereine) und 2 (16) aufgeteilt. Während in Gruppe 1, abgesehen vom RSV Würges 2, durchweg erste Mannschaften um Meisterschaft und Aufstieg streiten, tummeln sich in Gruppe 2 ausschließlich Reserveteams.

Die Aufstiegsregelung ist klar: Nur der jeweilige Meister darf in der Saison 2022/23 in der Kreisliga A kicken. Was den Abstieg angeht, könnten im schlimmsten Fall insgesamt gleich sechs Clubs sportlich betrachtet „ins Gras beißen“. Der schlimmste Fall tritt bereits ein, wenn nur ein Gruppenligist aus Limburg-Weilburg absteigt, was zur Folge haben würde, dass bei einer B-Liga-Richtzahl von 16 aus der Kreisliga A fünf Vereine runter kämen.

Kreisliga B1: Eines steht fest: Kein Verein dürfte sich über den letztjährigen Saisonabbruch mehr geärgert haben als der SV Wilsenroth. Beim Not-Stopp hatte der SVW satte zehn Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten, Osmanischen SV Limburg. Wäre alles normal verlaufen, würden die Wilsenröther jetzt in der A-Liga auflaufen. So ist es aber nicht. Der Top-Favorit auf den Titel muss sich erneut beweisen, wird aber nahezu von jedem Konkurrenten als Anwärter auf die Nummer eins gesehen. Und das zu Recht, denn der Kader wurde noch einmal um weitere Alternativen verstärkt. Gefühlt könnte auch nur ein Team, das ebenfalls extrem aufgerüstet hat, dem SVW in die Suppe spucken: Der OSV Limburg hat nicht nur mit Gökhan Sancak einen neuen Spielertrainer an Land gezogen, sondern weitere drei Neuzugänge präsentiert. Kurios: Der OSV selbst sieht sich - und das kommt nicht allzu oft vor - am Ende der Saison auf Rang eins. Laufen die Spieler also so selbstbewusst auf, wie es die Verantwortlichen tun, könnten die Osmanen den turmhohen Favoriten aus Wilsenroth vielleicht sogar ein bisschen „pieksen“. Der Druck jedenfalls liegt spürbar beim SVW.

Eine ebenfalls gute Runde ist im Übrigen auch dem FSV Würges, der SG Niedertiefenbach/Dehrn und dem SC Ennerich zuzutrauen, wobei vor allem beim FSV abgewartet werden muss, wie sich der Umbruch, der vor der Saison stattgefunden hat, auswirkt. Im Kreispokal-Wettbewerb jedenfalls hatten die Würgeser völlig überraschend den ranghöheren SV Erbach demontiert (6:0). Der TuS Linter, der viele Neuzugänge an Land gezogen hat, dürfte ebenso in der Lage sein, positiv zu überraschen. Ansonsten ergibt sich in der B1 höchstwahrscheinlich ein relativ breites Mittelfeld. Im Vergleich zur nur kurz andauernden Vorsaison ist eine Prognose über abstiegsgefährdete Teams schlicht unmöglich. Klar ist aber, dass der SV Wolfenhausen, ZaZa Weilburg oder auch die FSG Runkel bessere Platzierungen anstreben werden. Interessant könnte die Rolle des TuS Obertiefenbach sein, der nach zwei grausamen Jahren in der Kreisliga A den freiwilligen Abstieg eingereicht hatte und einen Neu-Anfang wagt.

Kreisliga B2: Hier gibt es - schenkt man den Angaben der beteiligten Vereine Glauben - zwei große Favoriten. Der FC Waldbrunn 3 und die SG Niedershausen/Obershausen 2 haben sicherlich gute Karten, dieser Favoritenrolle gerecht zu werden. Doch auch Teams wie der VfR 07 Limburg 2, die SG Taunus 2 oder der FCA Niederbrechen 2 könnten Kandidaten sein, die ganz oben anzuklopfen vermögen. Alle anderen Reservemannschaften werden den Fokus erst einmal darauf legen, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten.

Würde man der SG Weinbachtal 2, der SG Steinbach/Ahlbach/Oberweyer 2 und der SG Villmar/Arfurt/Aumenau 2 den Klassenerhalt im Vorfeld anbieten, würden ihn vermutlich alle direkt unterschreiben. Gleiches dürfte auch für die SG Merenberg 2, die SG Nord 2 und die SG Heringen/Mensfelden 2 gelten. PATRICK JAHN

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