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Nach längerer Verletzungspause wieder mit dabei: Alica Köhler (rechts).

Basketball

Peter Kortmann freut sich über einen kompletten Kader

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Die Qual der Wahl hatte Peter Kortmann in der Vorrunde der Zweiten Bundesliga Süd der Basketballerinnen kaum einmal. Zum Punktspielstart im neuen Jahr kann der Trainer der Rhein-Main Baskets aber tatsächlich aus dem Vollen schöpfen.

„Ich traue mich gar nicht es zu sagen, aber wir sind komplett“, meint der Trainer des derzeitigen Tabellensechsten der Süd-Staffel.

Der Kader der Spielgemeinschaft aus Langen und Hofheim ist nach der Rückkehr der langzeitverletzten Alica Köhler und Tori Fisher sogar so groß, dass mit Jule Seegräber und Sari Cornelius zwei junge Talente am Samstag (16.30 Uhr) für das zeitgleich stattfindende Regionalliga-Spiel der Damen des TV Hofheim abgestellt werden können. „Da werden sie mit Sicherheit mehr spielen“, denkt Kortmann an die Entwicklung seiner Talente.

Auch seine eigene Mannschaft entwickelte sich in der 2. Liga zuletzt wieder so, wie sich der Basketball-Fachmann das vorstellt. Die 74:75-Niederlage gegen Krofdorf ausgeklammert holten die Baskets vier ihrer fünf Saisonsiege in der kalten Jahreszeit. „Jetzt steht schon wieder ein Schlüsselspiel vor der Tür“, richtet Kortmann den Blick auf das heutige Heimspiel gegen den TSV Wasserburg II. Die Gäste stehen als Vorletzter mit „nur“ drei Siegen noch schlechter da als sein Team. Trotzdem entschieden die Wasserburgerinnen das Hinspiel in Bayern Anfang Oktober mit 62:54 für sich. „Ein Sieg zum Start wäre wichtig, damit wir das Thema Abstieg schnell abhaken können“, meint der Übungsleiter, „und am besten gewinnen wir gleich mit neun oder mehr Punkten. So hätten wir auch den direkten Vergleich für uns entschieden.“ In der Georg-Sehring-Halle stehen die Gastgeberinnen also schon ein wenig unter Druck. Dieser ist aber positiver Natur. „Mit Speyer und Wasserburg II gäbe es dann schon zwei Teams, die nicht mehr an uns ran kommen“, plant Kortmann mit einem Auftaktsieg, „dann könnten wir uns nach oben, in Richtung Play-offs, orientieren.“ Weil seine Mannschaft nicht nur Ende letzten Jahres, sondern auch in den wenigen Wochen der Wintervorbereitung einen guten Eindruck machte, hält der Coach ein solches Szenario für wahrscheinlich. „Unsere Defense war immer schon der Faustpfand. Darauf können wir uns verlassen. Jetzt haben wir das Hauptaugenmerk auch auf den Angriff gelegt. Da kann noch mehr gehen.“ Weil vor allem US-Centerin und Schlüsselspielerin Tori Fisher nach ihrer zehnwöchigen Pause wegen einer Knie-Operation wieder zu alter Form findet – „Sie ist bei den Würfen schon wieder im Rhythmus und muss nur noch ein wenig spritziger auf den Beinen werden“ (Kortmann) – dürfen die Rhein-Main Baskets optimistisch in die Zukunft blicken. Landen sie einen Heimsieg gegen Wasserburg II, kann das Team erst mal zwei Wochen durchschnaufen und konditionelle Defizite weiter aufarbeiten, um dann Ende Januar gegen Weiterstadt das nächste richtungweisende Spiel gegen Play-off-Konkurrent in Angriff zu nehmen.

(awo)

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