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Auge in Auge: Benedikt Pfeiffer (TV Petterweil, li.) und Luca Gogolin (TSG Oberursel). Ihre Teams trennten sich am Samstagabend remis.

Handball

TV Petterweil „muss aufpassen“

„Restlos bedient“, war die kurze und knackige Antwort von TV Petterweils Trainer Martin Peschke auf die Frage nach seinem Befinden, nachdem seine Mannschaft als Tabellenzweiter der Handball-Landesliga

Oberursel - „Restlos bedient“, war die kurze und knackige Antwort von TV Petterweils Trainer Martin Peschke auf die Frage nach seinem Befinden, nachdem seine Mannschaft als Tabellenzweiter der Handball-Landesliga Mitte gerade bei der abstiegsgefährdeten TSG Oberursel mit einem 21:21 (9:12) einen unnötigen Punktverlust hat hinnehmen müssen. Damit hat der TV Petterweil den Start ins neue Jahr vollends in den Sand gesetzt.

„Wir brauchen hier nicht von Tabellenplätzen und Punkteständen zu reden. Wir müssen aufpassen, dass wir unsere glänzende Hinrunde nicht mit einer schlechten Rückrunde kaputtmachen“, fand Peschke deutliche Worte. In Oberursel kam seine Mannschaft schlecht aus den Startlöchern (1:4/5.), worauf Peschke mit einer frühen Auszeit reagierte. Seine Ansprache zeigte Wirkung. Das Petterweiler Spiel nahm Fahrt auf und wurde zielgerichteter. Nach dem 6:5 (10.) sorgten drei Tore von Florian Wassberg (2) und Marcus Neuhalfen für eine Wende im Spiel und die Führung der Gelb-Schwarzen (8:6), die bis zur Pause Bestand hatte.

Nach dem Wechsel zogen die Wetterauer auf vier Tore davon (15:11/37.). Das Spiel schien den erwarteten Verlauf zunehmen. „Leider haben wir dann total den Faden verloren. Vor allem im Angriff lief nichts, unser Spiel war behäbig und ideenlos“, ärgerte sich der TVP-Trainer. Obwohl die Führung nach und nach schmolz und Oberursel zum 20:20 ausglich, lag der Favorit in der letzten Minute wieder mit 21:20 vorn, musste aber erneut den Ausgleich hinnehmen. Die desolate Leistung der TVP-Angriffsreihe dokumentiert sich unter anderem darin, dass in der Schlussviertelstunde lediglich drei Tore gelangen.

Trotz aller Widrigkeiten hatten die Gäste kurz vor dem Abpfiff den Sieg nochmals vor Augen. Roman Hitzel gelang 15 Sekunden vor dem Abpfiff der vermeintliche Siegtreffer, der von den Schiedsrichtern wegen Betreten des Kreises aber nicht gegeben wurde. „Dennoch, wir hatten das Glück, mit Christoph Schneiker und Markus Ahlborn über zwei gute Torhüter zu verfügen, die unter anderem drei Siebenmeter entschärft haben“, fand Peschke am Ende doch noch einen positiven Aspekt. red

TVP: Ahlborn, Schneiker; Trouvain, Koch, Pfeiffer (1), Felix Koffler (2), Dänner (1), Alt (2), Jonas Koffler (3), Neuhalfen (1), Lange (6/3), Thomer, Hitzel (1), Wassberg (4). SR: Erdönmez/Werner (Wald-Michelbach). Siebenmeter: 4/1 – 3/3.

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