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Der Kopfball von Claudius Fürstenau findet nicht den Weg ins von Cem Ertogrul gehütete Frickhöfer Tor.

Fußball-Kreispokal-Viertelfinale

Pflicht erfüllt: FC Waldbrunn im Halbfinale

Im Limburg-Weilburger Fußball-Kreispokal-Viertelfinale hat sich der FC Waldbrunn problemlos mit 4:0 beim Kreisoberligisten TuS Frickhofen durchgesetzt und damit den Sprung ins Halbfinale geschafft. Dabei genügte dem Verbandsligisten eine mittelmäßige Vorstellung.

VON PATRICK JAHN

TuS Frickhofen – FC Waldbrunn 0:4 (0:2). Die Vorfreude war bei allen Beteiligten sichtbar groß, dass der Ball endlich auch wieder in Pflichtspielen rollen darf. Gastgeber TuS Frickhofen hatte die Hygiene-Vorgaben bestens erfüllt, haderte im Spiel selbst dafür während der 90 Minuten wie schon in den letzten Jahren ob seiner löchrigen Defensive. Der Plan von Trainer Metin Kilic, relativ hoch zu verteidigen und die Waldbrunner häufig in die Abseitsfalle zu schicken, ging nur selten auf. 

Der Favorit war vom ersten Augenblick an tonangebend, wirkte aber ab und an ideenlos, was nach fünf Monaten Pflichtspielpause aber auch ein Stück weit zu erwarten war. Nach Lukas Scholls erstem Warnschuss ans Außennetz (4.), versiebte Arne Breuer in Folge einer Kopfballverlängerung nach Wilhelmy-Ecke aus kurzer Distanz den Führungstreffer (14.). 20 Minuten dauerte es, bis die Weichen schließlich auf Sieg gestellt wurden: Nach feinem Pass in den freien Raum war Thomas Wilhelmy frei durch und ließ TuS-Torhüter Cem Ertogrul keine Abwehrchance – 0:1. Der Torschütze selbst hätte nur wenig später erhöhen können, doch nach Vorarbeit von David Schäfer landete die Kugel neben dem Objekt der Begierde (23.). Pech hatte auch Spielertrainer Christian Mehr, der nach Wilhelmys Eckball per Kopf am starken Ein-Arm-Reflex Cem Ertogruls scheiterte (25.). 

Frickhofen offenbarte im Defensivverbund große Lücken und war häufig zu weit von den Gegenspielern entfernt. Die logische Konsequenz war der zweite Treffer des FCW, als Melikhan Gültekin einen Querpass von Niklas Zinndorf unglücklich in die eigenen Maschen beförderte (40.). 

Nach Wiederbeginn wurde Frickhofen etwas besser, was aber auch daran lag, dass Waldbrunn nachlässiger wurde und nur noch wenig Spielaufbau betreiben sollte. Meist war der „lange Hafer“ das Mittel, das recht selten glückte. Und dennoch kam der Verbandsligist zu Chancen: Christian Mehrs Kopfball parierte Cem Ertogrul, beim Nachschuss von Lukas Scholl fälschte ein TuS-Abwehrbein den Ball gerade noch so ab, dass er hauchdünn am Pfosten vorbeiflog (50.). Der mitaufgerückte Nils Egenolf war alsbald Nutznießer eines tollen Wilhelmy-Passes und sorgte mit dem 0:3 für die Beseitigung allerletzter Restzweifel (68.). 

Dann kam auch der Gastgeber, der durch Tom Brand seine einzige nennenswerte Torchance verzeichnete, als Daniel Erbse den 16-Meter-Schuss gerade noch so zur Ecke klärte (69.). Nach einem erneuten Patzer in Frickhofens Abwehr stellte Thomas Wilhelmy mit dem 0:4 den Schlusspunkt her (76.). Letztlich war es aus Sicht der Waldbrunner nicht mehr als ein Pflichtsieg und zudem die Gewissheit für alle, wie schön es doch ist, dass der Ball endlich wieder rollt. 

Frickhofen: Ertogrul, Müller, Dietz, Brand, Cakal, Röder, Gültekin, Günes, Schmidt, Korkmaz, Rhein (Hanis, Schwarz, Jragazpanian) – Waldbrunn: Erbse, Form, Böcher, Egenolf, Mehr, Scholl, Schäfer, Fürstenau, Breuer, Wilhelmy, Zinndorf (Metovic, Henrich, Neuhof) –SR: Kufert (Hünfelden) – Tore: 0:1 Thomas Wilhelmy (20.), 0:2 Melikhan Gültekin (42./Eigentor), 0:3 Nils Egenolf (68.), 0:4 Thomas Wilhelmy (76.) – Zuschauer: 180.

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