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Pierre Massfeller verhilft Vatanspor zu Start nach Maß

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Von: Wolfgang Bardong

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Dieses war der erste Streich - und sein zweiter folgt sogleich: Pierre Massfeller (links) wird nach seinem 1:0 gegen den SV Gronau von seinen Kollegen des TSV Vatanspor beglückwünscht.
Dieses war der erste Streich - und sein zweiter folgt sogleich: Pierre Massfeller (links) wird nach seinem 1:0 gegen den SV Gronau von seinen Kollegen des TSV Vatanspor beglückwünscht. © Heiko Rhode

Dem TSV gelingt in der Gruppenliga ein 3:1-Erfolg gegen SV Gronau. Auch der FSV Friedrichsdorf, Königstein und UTSG siegen. In Anspach gibt's eine "Nulldiät".

Hochtaunus -Aus Hochtaunus-Sicht verlief das Wochenende in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West ausgesprochen positiv. Einzig und alleine der FV Stierstadt wird gegen dieses Fazit aufbegehren, hatte er doch gestern beim SKV Beienheim mit 0:3 das Nachsehen - und damit nach dem Hinspiel am 7. November (2:3) auch die Revanche verloren.

Ein fettes Ausrufezeichen setzte der FSV Friedrichsdorf, der seine letztwöchige 1:3-Niederlage gegen den TSV Vatanspor umgehend mit einem 5:0-Sieg beim sonst so torfreudigen Türk. SV Bad Nauheim "ausradierte". Auch der 1. FC-TSG Königstein (3:0 bei Schlusslicht SV Steinfurth), die Usinger TSG (3:0 gegen TSG Niederrad) und Vatanspor (3:1 gegen SV Gronau) hielten sich schadlos. Mit dem FC Neu-Anspach und der DJK Bad Homburg kreuzten zudem zwei Taunusclubs direkt die Klingen miteinander - und gingen nach Punkten beim 0:0 ebenfalls nicht leer aus.

FC Neu-Anspach - DJK Bad Homburg 0:0: Zufrieden klingt anders, aber nach dem Abpfiff konnte Anspachs Trainer Jörg Loutchan immerhin leichte Fortschritte gegenüber dem letztwöchigen 1:5-Debakel gegen Dortelweil verbalisieren: "Wir haben den Kampf angenommen, waren in den Zweikämpfen präsent, doch nach wie vor ist sehr viel Luft nach oben, vor allem spielerisch. Das war zu viel Gebolze bei uns." Unterm Strich gehe das Remis in Ordnung, wobei Loutchan der DJK die bessere Spielanlage attestierte. Ibrahim Cigdem, Coach der Kirdorfer, empfand die Punkteteilung ebenfalls als "okay so".

Die dickste Chance im gesamten Spiel bot sich in der 20. Minute den Gastgebern, als Marvin Akkus Rodriguez zum Handelfmeter antrat, diesen jedoch nicht an DJK-Keeper Rachid Döring vorbeibringen konnte. Nach der Pause häuften sich die Möglichkeiten der Hausherren. Doch ob Frederick Coleman per Freistoß (62.) oder auf Pass von Alexander Ujma (74.), ob der eingewechselte Maziar Namavizadeh (68.) oder Luca Calla (72.) und Ujma per Freistoß (73.) - ein Tor wollte dem FC nicht gelingen. Doch auch die DJK hatte gute Momente und hätte das Derby durch Rayan Bouembe Youondjeu (50.) und Julian Marc Paul (87.) entscheiden können.

Vatanspor Bad Homburg - SV Gronau 3:1 (2:1): Vielleicht ging es zu Beginn der Partie zu einfach für das Team von Sinan Bulut. Jedenfalls hatte der Vatan-Coach nach dem frühen Doppelschlag durch den von der Spvgg. Eltville in der Winterpause gekommenen Pierre Massfeller (6./21.) konstatiert, "dass wir fortan leicht arrogant aufgetreten waren". Das wurde umgehend durch Joschua Lyzcarz mit dem 2:1 (31.) bestraft. Nach der Pause wirkte der TSV wieder präsent, musste sich aber zunächst bei seinem Keeper Mirko Best bedanken, der zweimal im "Eins-gegen-eins" nervenstark das 2:2 verhinderte. Fortan hatte Vatanspor wieder alles unter Kontrolle, schaffte jedoch trotz Torchancen in Hülle und Fülle nur noch das 3:1 (71.) durch den eingewechselten Sami Rachdi, der eine Flanke von Pierre Massfeller einköpfte. "Ansonsten hatten unsere Stürmer einen schwarzen Tag", sprach Bulut von einem "viel zu knapp ausgefallenen Sieg".

Tore: 1:0/2:0 P. Massfeller (6./21.), 2:1 Lyzcarz (31.), 3:1 Rachdi (71.).

Türk. SV Bad Nauheim - FSV Friedrichsdorf 0:5 (0:1): "Geht raus, gebt Gas und ruft alles ab", mit diesen Worten hatte FSV-Trainer Metin Yildiz seine Schützlinge gestern auf den Platz geschickt. Und wie sie dies taten! Mit einer bärenstarken Leistung machten sie die letztwöchige Heimniederlage gegen Vatanspor vergessen, ließen so gut wie keine Torchance der Gastgeber zu. "Die Jungs haben absolut gespurt - nach einer recht lauten Woche. Wir waren wirklich sehr griffig", konnte sich Yildiz nach der Partie ein Schmunzeln nicht verkneifen. Überragend vor allem, wie Karim Zine und Nikolas Pauly Bad Nauheims Torschützen vom Dienst, Stanley Ike Ugochukwu, im Verbund zur Bedeutungslosigkeit degradiert hatten.

Denis Güven sorgte mit einem Abstauber nach einer Ecke für die Pausenführung (23.). Das 0:2 (52.) besorgte Marko Mijajlovic nach einer Güven-Vorlage, ehe Robin Pflüger im Anschluss an eine weitere Ecke das 0:3 (58.) nachlegte. Der für den gelbrotgefährdeten Henri Bonilla zur Pause eingewechselte Franco Marino erhöhte nach Traumpass von Marc Reichert auf 0:4 (80.). Beim 0:5 (87.) tauschten die beiden ihre Rollen.

Tore: 0:1 Güven (23.), 0:2 Mijajlovic (52.), 0:3 Pflüger (58.), 0:4/0:5 Marino (80./87.).

SV Steinfurth - 1. FC-TSG Königstein 0:3 (0:1): "Schnell abhaken und nach vorne blicken", sprach Königsteins Trainer Till Sommerfeld trotz des verdienten Sieges von einem "ganz schlechten Spiel" seiner Mannschaft. Disziplin und Einstellung hätten ihm missfallen. Viele Fehler säumten den pomadigen Auftritt der Gäste, so dass Sommerfeld in der Pause die Frage "Habt ihr eigentlich Lust?" in den Raum stellte.

Zu diesem Zeitpunkt lag der Favorit durch ein Tor von Aaron Schlünz (20./Flanke Fabio Buscemi) mit 1:0 vorne. Der nach der Pause ins Spiel gebrachte Ugur Albayrak beseitigte mit einem an Nico Grill verursachten Elfer (70.) und einem Schuss aus sieben Metern (82.) letzte Zweifel am Sieg.

Tore: 0:1 Schlünz (20.), 0:2/0:3 Albayrak (70./FE, 82.).

SKV Beienheim - FV Stierstadt 3:0 (1:0): Wie meinte doch Marco Hentsch, Stierstadts Sportlicher Leiter, vielsagend nach dem Schlusspfiff: "In Beienheim kann man verlieren." Die Einheimischen hätten in der Defensive "super gestanden, alleine schon durch ihre Physis nichts anbrennen lassen und kaum eine Chance für uns zugelassen". FV-Goalgetter Tim Pelka war bei Andrei Dogot in besten Händen.

Für die Beienheimer Pausenführung sorgte Denis Ehrlicher (44.), der nach einem Eckball des überragenden Cristian-Vasile Bodea Torwart Marcel Dumann überwand. Zielte dann Owen Hare in der 57. Minute noch knapp daneben, machte er es per Solo wenig später besser - 2:0. Der für Hare eingewechselte Steffen Münk packte nach einer Bodea-Flanke das 3:0 (84.) drauf. Ein 4:0 durch Bodea verhinderte in der Nachspielzeit der Pfosten.

Für die neue Saison verkündete Marco Hentsch mit Christian Kaus (Teutonia Köppern) bereits einen ersten Neuzugang.

Tore: 1:0 Ehrlicher (44.), 2:0 Hare (65.), 3:0 Münk (84.).

Usinger TSG - TSG Niederrad 3:0 (1:0): "Wir hätten noch um einiges höher gewinnen müssen - wir können's jedenfalls besser", meinte UTSG-Spielertrainer Tim Tilger. Gegen recht luftig verteidigende Gäste war wiederholt deren Schlussmann Nicolas Meurer-Camacho Spielverderber und verhinderte für sein Team ein Debakel. So blieb es beim "Tore-Dreier" durch Nico Gasch (5.), Pascal Bretschneider (53./HE) und den für Gasch eingewechselten Gzim Berisha (83./Kopfball). Unmittelbar nach der Elfmeter-Entscheidung, die zum 2:0 für die UTSG führte, sah Niederrads Kadir Kuscu wegen Meckerns Gelb. Daraufhin vergriff er sich weiter im Ton - und wurde prompt mit Gelb-Rot unter die Dusche geschickt.

Tore: 1:0 Gasch (5.), 2:0 Bretschneider (53./HE), 3:0 Berisha (83.).

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