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Gegen diesen Schlagwurf ist kein Kraut gewachsen: Juliane Grauer erzielt an Lisa Neumann (Herzogenaurach) vorbei das 4:3 für Ober-Eschbach.

Handball, 3. Liga

Die „Pirates“ feiern ihren ersten Sieg

Lange steht der erste Saisonerfolg für Ober-Eschbachs Handballerinnen in der 3. Liga auf der Kippe. Manager Döll weiß, warum sein Team etwas nervös war.

Nach dem missglückten Saisonauftakt von vor zwei Wochen gegen die HSG Kleenheim/Langgöns (21:31) melden sich die Handballerinnen der TSG Ober-Eschbach zurück. In der Oststaffel der 3. Liga wurde vor rund 180 Zuschauern in der Albin-Göhring-Halle die Turnerschaft (TS) Herzogenaurach mit 29:26 bezwungen.

Souverän war die Leistung der „Pirates“ allerdings erst gegen Ende, als sich die höhere individuelle Klasse bemerkbar machte. „Zu Beginn war die Nervosität zum Greifen spürbar“, berichtet Manager Gerhard Döll, „was zu vielen Fehlern führte, die wir natürlich nicht sehen wollen und die wir so eigentlich auch gar nicht kennen.“

Im ersten Durchgang lieferten sich beide Teams einen Schlagabtausch bei knappen Spielständen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich mit mehr als zwei Treffern absetzen. Die Gastgeberinnen gingen dann sogar überraschend mit einem 12:13-Rückstand in die Kabine. „Fairerweise muss man aber auch das Alter unserer Mädels beachten“, betonte Döll.

Das Tor der Piratinnen hütete beispielsweise die 19-jährige Milena Deppisch, im Feld begannen Linda Brocke (19) und Greta Bucher (18), und von der Bank kam später mit Pia Özer eine Spielerin, die auch erst 18 Jahre jung ist. Dass die Handballerinnen der TSG Talent haben, war in der vergangenen Saison mehr als nur hin und wieder zu sehen. Auch in Sachen Abgeklärtheit hat das Team in der Spielzeit 2017/18 bereits einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Umso verwunderlicher war die anfängliche Aufgeregtheit – zumindest für Außenstehende.

Manager Döll kennt den Grund: „Sie werden den Spielplan im Hinterkopf gehabt haben.“ SC Markranstädt (auswärts am 13. Oktober), HC Leipzig, TSG Eddersheim und SG Mainz-Bretzenheim lauten die kommenden Gegner, die – jeder für sich – einen Prüfstein für die Mannschaft von Trainer Marc Langenbach darstellen werden. Spielen die Pirates ihre Stärken aus, so wie in der Schlussphase gegen Herzogenaurach, ist gegen jede dieser Mannschaften ein Sieg möglich.

„Der ganz große Druck ist nach den ersten Saisonpunkten jetzt jedenfalls weg“, glaubt Döll, der positiv gestimmt in die kommenden Wochen geht, die zeigen werden, ob die Pirates ihren Ambitionen gerecht werden können – ein Platz unter den ersten vier soll nach Meinung von Trainer Langenbach ja möglichst am Saisonende herausspringen. Manager Döll wird ihm da sicher nicht widersprechen.

Spielfilm: 2:2 (3.), 4:4 (7.), 4:6 (9.), 8:8 (13.), 8:10 (19.), 11:13 (28.), 14:15 (34.), 16:18 (39.), 18:21 (45.), 23:23 (51.), 26:23 (53.), 28:25 (57.).

TSG Ober-Eschbach: Deppisch; Grauer (7), Lichtlein (5/2), Özer (5), Brocke (4), Schwering (3), Chmurski (2), Bucher (1), Mertens (1), Orban (1), Riedel, Zsigmond.

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