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Trainer Alexander Adamski (TSG Ober-Eschbach) im Gespräch mit seinen Spielerinnen.

Handball, TSG Ober-Eschbach

"Pirates": Klar Schiff für die 3. Liga?

Wenn alles für die „Pirates“ spielt, können die Handballerinnen der TSG Ober-Eschbach am morgigen Samstag mit einem Sieg gegen Tabellennachbar Thüringer HC II schon den Klassenverbleib perfekt machen. Den personellen Planungen des Drittligisten widmet sich das neue Management ausgiebig.

An das Hinspiel gegen die zweite Garnitur des deutschen Meisters denken sie bei der TSG Ober-Eschbach nicht unbedingt gerne zurück. „Wir haben uns damals doch sehr schwer getan“, gesteht „Piratin“ Franziska Chmurski. In der zweiten Halbzeit brachen die Drittliga-Handballerinnen der TSG ein und verloren beim Thüringer HC II letztlich deutlich mit 25:33. „Allerdings fand das Spiel nur wenige Wochen nach dem großen Umbruch im Verein statt“, gibt Chmurski zu Bedenken, „wir Spielerinnen wollten zwar natürlich gewinnen, hatten zu diesem Zeitpunkt aber noch andere Dinge im Kopf.“ Damals war die Zukunft der Mannschaft nach den Rücktritten auf der Führungsebene offen.

Jetzt, rund vier Monate später, besteht vor dem Rückspiel (Samstag, 19.45 Uhr, Albin-Göhring-Halle) Planungssicherheit. Auch in der kommenden Saison werden die „Pirates“ unter der Flagge der TSG Ober-Eschbach in die raue See stechen. Welche Gewässer besegelt werden, ist noch nicht geklärt. „Unsere Karten für die 3. Liga stehen aber nicht so schlecht“, weiß Geschäftsführer Christoph Pohl.

Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang der Ost-Staffel. Ein Sieg gegen den direkten Tabellennachbarn aus Erfurt und Langensalza könnte bereits mehr als die halbe Miete im Kampf um den Klassenerhalt bedeuten. Im Gegensatz zum Hinspiel ist die Eschbacher Mannschaft personell besser aufgestellt und in Sachen Taktik durch Trainer Alexander Adamski bestens geschult. „Wir müssen unsere Linie weiter durchziehen, gegen die körperlich starken Thüringerinnen dagegenhalten und am Ende halt mindestens ein Tor mehr werfen“, sagt Chmurski trocken.

Freikarten zum Download

Hilfe erhofft man sich erneut durch das Publikum, das zu den beiden vergangenen Heimspielen zahlreich erschien, die man prompt gewann. 300 bis 400 Anhänger feuerten das Team jeweils an. Abermals gibt es auf der Homepage www.tsg-frauen.de oder über die vereinseigene App die Möglichkeit, an Freikarten zu kommen. Diesmal konnte laut Pohl eigens ein Sponsor für diesen Service gewonnen werden.

Die Voraussetzungen für das Rückspiel gegen die Reserve des deutschen Meisters von 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016 und 2018 sind also besser. Parallel arbeitet bei den Pirates das Management daran, dass die Voraussetzungen für die kommende Saison generell besser werden. Neben den Vertragsverhandlungen mit den aktuellen Spielerinnen und Trainer Alexander Adamski, der gehalten werden soll, stehen auch einige Neuverpflichtungen auf der ,To-Do-Liste‘ von Geschäftsführer Pohl. An der stets recht knapp bemessenen Kadergröße, die sein Vorgänger Gerhard Döll einhielt, orientiert sich Pohl nicht.

„Wir sind in der Kaderplanung absolut aktiv und haben über 40 Gespräche geführt“, verrät der Mann, der zunächst nur Sponsor der Pirates war und im Februar auch ins Management eingestiegen ist. Dem Vernehmen nach wurden etliche externe Spielerinnen zunächst via Facebook kontaktiert.

Namen von Neuzugängen möchte Christoph Pohl noch nicht preisgeben. „Fairerweise muss man sagen, dass einige Spielerinnen zunächst abwarten, ob wir die Liga halten.“ Nach dem morgigen Spiel könnte man in diesem Punkt schon schlauer sein.

ROBIN KUNZE

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