TVB plant Protest, HTG-Damen verlieren den Faden

Nach den Niederlagen in der Volleyball-Oberliga: Bei Homburg regt sich der Trainer, bei Bommersheim das ganze Team auf.

Die Volleyballer des TV Bommersheim bleiben Oberliga-Schlusslicht. Mit 1:3 verlor der TVB beim TV Cölbe. Nach den 90 Minuten in Mittelhessen stand für Kapitän Sebastian Kind aber fest: „Wir legen Protest ein.“

Der Zorn der Bommersheimer entzündete sich am Bergshausener Schiedsrichter: „Er wirkte alles andere als sicher und hat auch den TV Cölbe mit fragwürdigen Entscheidungen bedacht“, berichtet Kind. Was für die Gäste das Fass zum Überlaufen brachte: Nachdem Kind in seiner Eigenschaft als Kapitän vor dem vierten Satz den Schiedsrichter auf einen Fehler hingewiesen habe, habe dieser seine Mannschaft beleidigt. Danach habe sein aufgebrachtes Team den Faden verloren – 12:25. Der TVB hatte zuvor nach verlorenem ersten (22:25) und gewonnen zweiten Satz (25:20) im dritten Durchgang mit 13:10 geführt, ehe der Schiedsrichter mit einer Fehlentscheidung die Gäste da schon, so Kind, „ziemlich aus dem Tritt brachte“ – (22:25).

Bommersheim: Borger, Kind, Köhlinger, Dubovetskyi, Hultsch, Sommer, Hehl, Schwedler, Herzer, Rempel, Belz.

Jens Völkel verstand am Samstagabend die Volleyball-Welt nicht mehr. Der Trainer der HTG Bad Homburg hatte zwei völlig unterschiedliche Gesichter seiner Oberligadamen gesehen – einhergehend mit einer 1:3-Niederlage gegen Neuling Eintracht Frankfurt II. Damit riss der Kontakt zu Spitzenreiter TSV Hanau ab. Der steht nun sechs Punkte besser – und ist auch der nächste Gegner.

Dabei hatte sich das 91-Minuten-Duell optimal für die HTG angelassen: „Wir haben über die Aufschläge ordentlich Druck gemacht, auch das strukturiertere Spiel gezeigt“, freute sich Völkel über das 25:14. Dann verschlug es ihm die Sprache: 7:25 im zweiten Satz. „Ich weiß jetzt noch immer nicht, was das los war. Wir waren total von der Rolle, haben uns viel zu wenig bewegt.“

Den Blackout steckten die HTG-Mädels um ihre starke Mittelangreiferin Anja Beyrich nur halbwegs wieder weg. Der dritte Satz wurde zunächst ausgeglichen gestaltet, doch Mitte des Durchgangs zog die Eintracht erneut weg und gewann ihn mit 25:18. Auch im vierten Satz (21:25) konnten die Gastgeberinnen nicht an den so starken Auftaktsatz anknüpfen. Völkels Fazit: „Unsere Fehlerquote war ab dem zweiten Satz einfach zu hoch. Hätten wir das anfängliche Niveau halten können, hätten wir ein Fünf-Satz-Match hinlegen können.“

Bad Homburg: Voegele, Beyrich, Limmer, Edmaier, Bender, Peckelsen, Köppe, Klein, Guschel, Weißbecker, Liebe. gg

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