Die Bad Homburgerin Isabel Gregor (rechts) wird verfolgt von Nicole Schmidt.
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Die Bad Homburgerin Isabel Gregor (rechts) wird verfolgt von Nicole Schmidt.

Basketball

Playoff-Halbfinale: Die Entscheidung fällt in Bad Homburg

Den ersten „Matchball“ haben die Falcons vergeben. In München fehlen den Basketballerinnen aus Bad Homburg außer dem Coach auch die Präzision.

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Somit werden sich die Basketballerinnen der Elangeni Falcons Bad Homburg und der Burger Estriche Jahn München zum dritten Mal gegenüber stehen, um diejenige Mannschaft zu ermitteln, die in der 2. Bundesliga Süd ins Endspiel der Playoffs einzieht. Spiel drei wird am Sonntag um 16.30 Uhr im Feri-Sportpark am Niederstedter Weg angepfiffen.

Dem 86:83-Erfolg der Bad Homburgerinnen nach Verlängerung folgte am Ostersamstag eine 66:78-Niederlage in der Jahn-Sporthalle in München, so dass wegen der Best-of-three-Regel jetzt die Entscheidung fallen muss. Ein Vorteil für die Falcons ist dabei zweifelsohne das Heimrecht. Und gab sowohl in den Playoffs als auch der Punktrunde stets den Ausschlag fürs gastgebende Team.

Im zweiten Spiel hatten die Münchnerinnen alles in die Waagschale geworfen und vor knapp 150 Fans mit einem 23:14-Vorsprung nach dem ersten Viertel die Grundlage für den späteren Sieg gelegt. „Da haben wir gegen die langen Spielerinnen der Gastgeber in der Defensive zu wenig Gegenwehr geleistet“, monierte HTG-Jugendwartin Liz Rhein, die in München in Vertretung für Headcoach Jay Brown (beruflich verhindert) und Co-Trainer Bernd Betz (Urlaub) als verantwortliche Team-Betreuerin fungierte.

Deutlich besser wurde es beim Taunus-Team nach einigen kleinen taktischen Veränderungen im zweiten Abschnitt, den die Gäste mit 22:13 für sich entschieden und deshalb nach einer beeindruckenden Aufholjagd mit einem 36:36 in die Pause gehen konnten.

Nach dem Seitenwechsel war von diesem Zwischenhoch allerdings nichts mehr zu sehen. Gegen das Trio Emily Bessoirt (28 Punkte), Anne Delafosse und Leonie Fiebich (je 18) war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Auf Homburger Seite hielten die unermüdliche Antreiberin Alexandra Polishchuk und die gewohnt kämpferisch starke Spanierin Nerea Garmendia Odriozola am besten dagegen.

Auffallend war, dass den Spielerinnen aus der Distanz zumeist eine ruhige Hand fehlte: Von 37 Versuchen landeten gerade mal acht im Korb – sechs (von 23) für München, gar nur zwei (von 14) für Bad Homburg.

„Mit drei oder vier Dreiern mehr hätte das nochmals eng werden können“, trauerte Liz Rhein den vielen vergebenen Chancen nach. Allerdings betonte der Aushilfscoach im gleichen Atemzug: „Die Stimmung ist trotz der Niederlage gut.“

Beim Mannschaftsessen in München am Abend nach dem Spiel war von Enttäuschung nicht mehr so viel zu spüren. Da dürften sich die Bundesliga-Fußballer von Borussia Dortmund am gleichen Tag nach der 0:6-Klatsche in München anders gefühlt haben.

Im zweiten Halbfinale der Playoffs haben sich die Eisvögel des USC Freiburg bei der SG Weiterstadt auch im zweiten Spiel durchgesetzt (63:54) und damit das Endspiel erreicht.

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