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Die Bad Homburgerin Isabel Gregor zieht zum Korb.

Basketball, 2. Bundesliga

Der Playoff-Platz ist für Bad Homburg in Gefahr

Die Falcons kontrollieren gegen Neuss das Tempo, geben aber am Ende das Spiel aus der Hand. Der Rückschlag im Kampf um die Playoffs der 2. Bundesliga Nord erfolgt aufgrund einer Schwäche.

Wie schon beim Sieg gegen Alba Berlin verteidigten Bad Homburgs Zweitliga-Basketballerinnen gegen die TG Neuss aggressiv. So zwangen die „Falcons“ die „Tigers“ gleich nach dem Sprungball zu einer 24-Sekunden-Überschreitung. Doch anders als das junge Team aus der Hauptstadt konnten sich die Tigers schnell auf das Tempo einstellen und holten im Kampf um die Playoffs am Ende einen wichtigen 73:69-Sieg.

Speziell Aufbauspielerin Dara Nailah Taylor setzte sich zu Beginn immer wieder durch und konnte schon vor Ablauf des ersten Viertels zwölf Punkte erzielen. Da die 28-jährige US-Amerikanerin am Ende „nur“ auf 16 Zähler kam, verdeutlicht, dass die Gastgeberinnen den Point Guard in den Griff bekamen. Alexandra Polishchuk, Leah McDerment, Nikola Kacperska, Sarah Kuschel und Isabel Gregor wechselten sich im Verlauf der 40 Minuten beim „Wachdienst“ ab. Das erste Viertel ging dennoch verdientermaßen mit 23:16 an Neuss. Aber schon im zweiten Viertel steigerten sich die Falcons enorm. Mit etwas gedrosseltem Tempo und somit gesenkter Fehlerquote wurde der Rückstand sukzessive verringert. Stephanie Furr stellte den Anschluss her (25:27), ehe die stark aufspielende Gergana Georgieva aus kurzer Distanz zum Ausgleich traf (27:27). Mit 18 Punkten wurde „Gerry“ später zur besten Werferin der Partie.

Dank der tollen Aufholjagd im zweiten Spielabschnitt lag Bad Homburg zur Pause vorne (35:33). Nach dem Seitenwechsel setzte das Team von Jay Brown die dominante Leistung fort. Innerhalb der letzten 20 Sekunden des dritten Viertels stellten Polishchuk (per Dreier) und Kacperska (Fastbreak zum 57:47) eine Zehn-Punkte-Führung her. „Meiner Meinung nach haben wir ein gutes Spiel gemacht“, sagte Falcons-Coach Jay Brown später, „wir haben das Tempo, die Rebounds und damit auch den Gegner kontrolliert. Was wir leider nicht unter Kontrolle hatten, war unsere Trefferquote.“ Die Falcons warfen 81 Mal auf den Korb, brachten aber nur 32 Prozent der Versuche in der Reuse unter. Die Tigers dagegen schlossen 42 Prozent ihrer Würfe erfolgreich ab.

Es kam, wie es kommen musste: Knapp fünf Minuten vor Schluss war der Vorsprung auf nur noch einen Zähler geschrumpft (62:61). Die Gastgeberinnen wehrten sich zwar weiterhin nach Kräften, doch mit dem ersten und einzigen Dreipunktwurf von Leonie Prudent zog Neuss vorbei. Beim Spielstand von 68:71 waren noch acht Sekunden auf der Uhr, als gegen Georgieva ein technisches Foul gepfiffen wurde. Sie trat beim gegnerischen Einwurf wohl mit der Fußspitze über die Auslinie. „Die Regel wird selten gepfiffen, ich hätte mir vom Schiedsrichtergespann in dieser Szene mehr Fingerspitzengefühl erhofft“, monierte Brown. Der Trainer lamentierte und erhielt ebenfalls ein technisches Foul. Die daraus resultierenden Freiwürfe verwandelte Natalie Bastian zum entscheidenden 73:68.

Die Falcons sind damit auf den fünften Platz abgerutscht. Nur die ersten vier Teams ziehen in die Playoffs ein. „Wir dürfen uns nicht noch mal so eine Trefferquote erlauben. Wenn wir, abgesehen davon, aber so weiter spielen wie heute, dann werden wir die nächsten Spiele gewinnen“, betonte Brown.

Falcons: Georgieva (18), Garmendia (13), McDerment (10), Polishchuk (9), Furr (7), Kaczperska, Kuschel (je 6), Gregor, Judo, Krentz, Wächter.

ROBIN KUNZE

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