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Inmitten der Elversberger Hintermannschaft um Jonas Holzweissig (rechts) und Moritz Koch (links) hat Eisbachtals Deyan Manchev trotz seiner körperlichen Präsenz häufig das Nachsehen. Hinten rechts die bundesliga-erfahrene Schiedsrichterin Fabienne Michel.

Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

Die Problemzone der "Eisbären": die Außenbahn

Die Eisbachtaler Sportfreunde warten in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar weiter auf ihren ersten Sieg. Auch am 3. Spieltag schaffte es die Reifenscheidt-Elf trotz einer sehr guten Anfangsphase nicht, drei Punkte einzufahren und fing sich am Ende noch eine bittere 2:4 (2:1)-Heimniederlage gegen Spitzenreiter SV Elversberg 2 zur Nentershäuser Kirmes ein.

Wer nach dem Schlusspfiff der Fußball-Oberliga-Partie der Eisbachtaler gegen die SV Elversberg 2 in die Gesichter der „Eisbären“-Kicker schaute, der sah vor allen Dingen immer wieder eins: Fassungslosigkeit und Frust. Zum dritten Mal hatten sie ein gutes Spiel gemacht, zum dritten Mal stand am Ende kein Sieg zu Buche – „zu Recht“, wie einer der 350 Zuschauer fand, denn den Westerwäldern brachen in einer ansehnlichen Partie wiederholt Fehler auf den Außenbahnen das Genick. 

Alle Tore der Sportvereinigung fielen über die Außen, drei sogar stets nach dem gleichen Muster: Die Saarländer brachten Hereingaben in den Rücken der Eisbachtaler Abwehr, wo sich rund um den Fünfer Marvin Wollbold (27.), Gibriel Darkaoui (71.) und Maurice Baier (82.) artig für den gewährten Freiraum mit Gegentreffern bedankte. „Wir dürfen nicht dieselben Fehler drei-, viermal machen. Das ist einfach ärgerlich und bringt uns um den Lohn unserer Leistung“, haderte SFE-Trainer Marco Reifenscheidt mit der Art und Weise, wie seine Elf Elversberg zum Toreschießen eingeladen hatte. 

Zunächst hatte es danach allerdings gar nicht ausgesehen. Die Sportfreunde waren vom Anpfiff weg das wachere Team gewesen, gaben kaum einen Ball verloren und erspielten sich gleich mehrere Möglichkeiten. Gleich die erste sollte für Jubel sorgen: Gegen einen platzierten Kopfball von Lukas Reitz hatte SVE-Schlussmann Joshua Blankenburg keine Abwehrchance (7.). Als dann Steffen Meuer nach 21 Minuten einen von der linken Seite hereingeschlagenen Ball mit vollem Risiko nahm und im Tor unterbrachte, da keimte die erste Hoffnung auf, dass es für einen Kirmessieg reichen könnte. 

Aber dann stellten die Westerwälder prompt mit dem ersten Gegentor ihre zuvor gezeigte dominante Spielweise ein, während Elversberg beste Ausgleichchancen durch Marvin Wollbold (29.) und Johannes Marchetti (32.) liegen ließ. Auch Steffen Meuer (28., 29.) sowie der überraschend von Anfang an stürmende Ex-Steinbacher Deyan Manchev (33.) hätten durchaus bei für das Eisbachtaler 3:1 sorgen können. Nach der Pause bekamen die Westerwälder lange Zeit nicht wirklich Zugriff auf die Partie, während die spielerisch gut aufgelegten Saarländer zumindest ein optisches Übergewicht hatten. 

Durch die bereits erwähnten Fehler auf der Außenbahn der Eisbachtaler sollte die Sportvereinigung letztlich auch das Spiel drehen können. Die Eisbachtaler kamen zwar nach einer Umstellung wieder besser in die Begegnung, doch Lukas Reitz fehlte in Abschnitt zwei gleich dreimal vor dem Elversberger Gehäuse das nötige Quäntchen Glück (50., 75., 78.), während Niklas Kremer auf der Gegenseite eine höhere Niederlage zu verhindern wusste. Lediglich beim vierten Treffer des Tabellenführers durch Gibriel Darkaoui (88.) war der SFE-Zerberus machtlos.

„Ich bin sehr ernüchtert und enttäuscht, wie die ganze Mannschaft“, sagte ein enttäuschter Marco Reifenscheidt, während Gästetrainer Marco Emich freudestrahlend befand: „Insgesamt glaube ich über das Spiel gesehen, dass wir nicht unverdient gewonnen haben.“ 

Eisbachtal: Kremer, Ushiyama (67. Martin), Hundhammer, Kleinmann, Jost, Nakai, Brühl, Omotezako, Meuer (67. Stahlhofen), Manchev (72. Quandel), Reitz – Elversberg: Blankenburg, Holzweissig (46. Geißler), Koch, Dahl, Marchetti (65. Baier), Wollbold, Darkaoui, Steinmetz, Frank, Brückner (81. Gabler), Krebs – SRin: Michel (Mainz) – Zuschauer: 350 – Tore: 1:0 Lukas Reitz (7.), 2:0 Steffen Meuer (21.), 2:1 Marvin Wollbold (27.), 2:2 Gibriel Darkaoui (71.), 2:3 Maurice Baier (82.), 2:4 Gibriel Darkaoui (88.).

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