+
Es geht nicht mehr weiter: Weißkirchens Kapitän Eric Kemen sitzt verletzt am Boden. Trainer Uwe Eckerl (rechts) versorgt den Stürmer, Oberursels Gaszmend Grajcevci (grünes Trikot) tröstet ihn.

Spiel der Woche

Punkt gewonnen, aber Kemen verloren

Auf seinen bisher einzigen Torschützen kann der Fußballclub Weißkirchen wahrscheinlich erst einmal nicht setzen. Trainer Uwe Eckerl ist nach dem Kreisoberliga-Derby gegen Eintracht Oberursel dennoch recht guten Mutes.

Der FC Weißkirchen hat das Punkten nicht verlernt. Im Kreisoberliga-Stadtderby mit dem SC Eintracht Oberursel konnte die Heimelf nach 24 Gegentoren in vier Pflichtspielen (den Pokal eingerechnet) die Schleusen geschlossen halten. Der Preis für das 0:0 könnte allerdings teuer werden, nachdem Eric Kemen verletzt den Platz verlassen musste.

In Spielminute 70 war es passiert. Kemen blieb nach einem Zweikampf in der Mitte der gegnerischen Hälfte liegen und musste behandelt werden. Schiedsrichter Andreas Sekeres (Hailer) nutzte den Anlass zu einer offiziellen Trinkpause, aus der der bullige Angreifer nicht mehr aufs Feld zurückkehrte. „Es besteht der Verdacht auf Muskelfaserriss im Oberschenkel, also gehe ich davon aus, dass er die nächsten Wochen fehlen wird“, sagte FCW-Trainer Uwe Eckerl.

Kemen selbst agierte bis zu seiner Auswechslung im Derby eher wirkungslos. Doch könnte der Verlust des torgefährlichen Kapitäns entscheidenden Einfluss auf die nächsten Aufgaben haben, die für Weißkirchen ohnehin nicht einfach zu lösen sind (beispielsweise gegen Gruppenliga-Absteiger FV Stierstadt und Topfavorit Sportfreunde Friedrichsdorf). Und selbst gegen den Tabellenletzten Blau-Weiß Schneidhain werden nun einmal Tore benötigt, um dreifach zu punkten. Genau hier liegt die Krux für den FCW: Der Kameruner ist mit fünf Ligatreffern bisher der einzige Weißkirchener Torschütze dieser Spielzeit.

 

(function(d, s, id) {

var js,ijs=d.getElementsByTagName(s)[0];

if(d.getElementById(id))return;

js=d.createElement(s);js.id=id;

js.src="//embed.scribblelive.com/widgets/embed.js";

ijs.parentNode.insertBefore(js, ijs);

}(document, 'script', 'scrbbl-js'));

Eckerl versuchte zu beschwichtigen: „Für mich ist nicht wichtig, wer die Tore macht. Mir ist es wichtig, dass wir als Einheit unterwegs sind.“ In der kommenden Woche erwarte der Übungsleiter zudem „zwei bis drei Spieler aus dem Urlaub zurück“, dann müsse man sehen, wie man sich im nächsten Stadtduell beim FV Stierstadt aufstelle. Gute Ansätze sah Eckerl bei seiner Mannschaft im ersten Derby binnen einer Woche besonders bei Standardsituationen. „Hier hatten wir die besseren Anlagen. Wenn aus den ersten Situationen ein Ball reinplumpst, kann das Spiel hier zum Selbstläufer werden“, zog Weißkirchens Coach sein Fazit. Er wirkte keinesfalls unzufrieden.

 

(function(d, s, id) {

var js,ijs=d.getElementsByTagName(s)[0];

if(d.getElementById(id))return;

js=d.createElement(s);js.id=id;

js.src="//embed.scribblelive.com/widgets/embed.js";

ijs.parentNode.insertBefore(js, ijs);

}(document, 'script', 'scrbbl-js'));

Zum „Reinplumpsen“ fehlte es den Weißkirchener Abschlüssen aber an Wucht und Präzision. Generell waren Höhepunkte im Stadtduell Mangelware. Die größeren Möglichkeiten boten sich letztlich den Gästen, welche gut eine halbe Stunde gebraucht hatten, um ins Spiel zu finden. „Wir waren vielleicht zu zaghaft am Beginn und hatten uns eigentlich eine etwas andere Spielweise vorgenommen“, brachte Eintracht-Trainer Mehmet Cetin die anfänglichen Probleme seiner Mannschaft auf den Punkt.

Schließlich vereitelte Weißkirchens Antonio Izzo mit einer Rettungstat auf der Torlinie die fast schon sichere SCE-Führung durch Livio Turculet (26.). Wenig später flog Gaszmend Grajcevcis Schuss aus rund 30 Metern knapp über das rechte obere Toreck (31.).

Nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren vor allem mit dem eigenen Torgehäuse im Bunde. Zunächst verweigerte die Querlatte Livio Turculet ein sehenswertes Schlenzer-Tor aus dem Halbfeld (53.), dann stand Inoa Nils Hildebrandts Abschluss der rechte Torpfosten im Weg (90.). Auf der Gegenseite setzte Philipp Göbel seinen Kopfball, frei vor dem Oberurseler Tor, zu hoch an (68.) und Kemens verunglückter Drehschuss wurde zu einer einfachen Rückgabe für Keeper Marc Burg (69.).

„Aufgrund der zweiten Hälfte, hätten wir den Sieg vielleicht verdient gehabt“, haderte Mehmet Cetin besonders mit dem Alu-Pech. Seinem Gegenüber verschaffte die Nullnummer ein Stück mehr Zuversicht: „Das war der nächste Schritt in die richtige Richtung.“ Darauf aufbauend ist sich Uwe Eckerl sicher, dass man in dieser Saison noch für Überraschungen sorgen könne – auch wenn diese in den nächsten Wochen ohne den Torjäger passieren müssten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare