+
Lena Thoß (rechts) ging angeschlagen ins Spiel, traf aber sieben Mal für die Eddersheimerinnen.

Fußball

Ein Punkt für die Moral

  • schließen

Mit dem 25:25 (13:12) seiner Eddersheimer Handballerinnen in der 3. Liga Ost beim HV Chemnitz war Trainer Tobias Fischer zufrieden.

„Die Mannschaft hat wieder einen Schritt gemacht, was Charakter, Kampfgeist und Nicht-Aufgeben betrifft“, lobte der Eddersheimer Trainer seine Mannschaft nach dem Punktgewinn.

Chemnitz hatte sich vor dieser Woche vom Co- und Torwarttrainer sowie einer Torhüterin getrennt und mit Marcela Splechtova eine Rückraumspielerin geholt, die beim Erstligisten Zwickau nach einem Kreuzbandriss keinen Tritt mehr gefasst hatte. „Sie wird ihnen helfen und sicherlich den einen oder anderen Punkt holen“, war Fischer doch angetan von der Stärke des Chemnitzer Neuzugangs, „zudem verteidigt sie richtig gut. Da hatten meine Spielerinnen auf der Mitte keine Chance“.

Seine Mannschaft kam richtig gut ins Spiel, warf die ersten drei Tore der Partie und lag mit 8:4 in Führung (11.). Bereits zu diesem Zeitpunkt nahmen die Chemnitzerinnen Stefanie Güter an ihrem alten Wirkungsort mit Einzeldeckung aus dem Spiel, womit die Gäste nicht zurechtkamen. Mit drei Toren in Folge war Chemnitz wieder dran, so dass Fischer seine erste Auszeit nehmen musste. Er stellte sein Team auf die Situation ein, die das umsetzte zu einer 13:9-Führung. „Anschließend haben wir drei Siebenmeter verworfen und sind dann in der stimmungsvollen Halle auch zu hektisch geworden“, erklärte Fischer, „und wir haben zu viele Fehler gemacht und eine deutlichere Führung verpasst“.

Nach der Pause glichen die Gastgeberinnen aus, doch setzte sich Eddersheim erst einmal wieder auf 17:15 ab (39.). „Dann ging aber erst einmal nichts mehr bei uns. Chemnitz hat in der Abwehr richtig gut gestanden“, nahm Fischer in der Phase zwei Auszeiten, als seine Mannschaft mit 17:20 im Rückstand lag (47.), „ich habe keinen Cent mehr auf meine Mannschaft gegeben. Wir waren eigentlich mausetot“. Dann kamen jedoch zwei Zeitstrafen schnell hintereinander für die Gastgeber. „Die haben uns wieder in die Spur gebracht, auch wenn wir gar nicht getroffen haben“, erklärte Fischer, „so waren wir sogar wieder in Führung. Dann ging es hin und her. Am Ende hat Mona Priester den letzten direkten Freiwurf noch an den Innenpfosten gelenkt. Und Lena Thoß kam vor dem Spiel zu mir und sagte, sie wäre krank. Wenn sie wie jetzt in Chemnitz sieben Mal trifft, kann sie ruhig öfter krank sein“. So konnte Eddersheim zufrieden die lange Heimfahrt antreten.

Eddersheim: Mona Priester (1. bis 60.), Melissa Kirchner; Lena Thoß 7, Alexandra Flebbe 5, Stefanie Güter 4/3, Lea Müller 3, Tabea Schweikart 2, Hanna Aylin Özer 2/1, Anna Franziska Gempp, Anna-Lena Kempf je 1, Julia Krämer, Lilly König.

(vho)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare