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Punkteteilung bei Christopher Strauchs Tränen-Abschied

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Machte aus seinem Herzen keine Mördergrube: Christopher Strauch, vor seinem letzten Spiel im Hadamarer Hessenliga-Team.
Machte aus seinem Herzen keine Mördergrube: Christopher Strauch, vor seinem letzten Spiel im Hadamarer Hessenliga-Team. © Patrick Jahn

In der Aufstiegsrunde der Fußball-Hessenliga hat der SV Rot-Weiß Hadamar zum Ausklang gegen den SV Neuhof 2:2-Unentschieden gespielt, dabei aber einen 0:2-Rückstand wettgemacht. Nicht einmal 48 Stunden nach der bitteren Niederlage im Kreispokalfinale gegen den FC Dorndorf musste man die Willensleistung der Fürstenstädter anerkennen.

VON PATRICK JAHN

Für Keeper Christopher Strauch, der nach elf Jahren „adieu“ sagt, gab es sowohl bei der Verabschiedung als auch bei seiner Auswechslung kurz vor Schluss „Standing Ovations“ und viele Tränen. Außerdem wurden Matthias Neugebauer (zum VfR 07 Limburg), Niklas Kern (FC Bierstadt), Velibor Velemir und Manuel Durek verabschiedet.

SV Rot-Weiß Hadamar – SV Neuhof 2:2 (1:2). Hadamar wusste in der ersten halben Stunde teilweise nicht, wie ihm geschieht. Die Defensiv-Arbeit der gesamten Mannschaft war vogelwild und eröffnete den Osthessen Tür und Tor. Dass es nach 28 Minuten nur 0:1 stand, war vor allem der Ungenauigkeit im Abschluss einiger SVN-Akteure zu verdanken gewesen. Jean Carlo Yanez Cortes visierte mit einem tollen Schuss das Lattenkreuz an (4.) und kam wenige Augenblicke später erneut zum Abschluss, zielte aber zu hoch (5.). Auch Ensar Imamagic wähnte das Objekt der Begierde deutlich höher (6.).

Rot-Weiß blieb extrem anfällig, hatte aber weiterhin das Glück auf seiner Seite. Als Jean Carlo Yanez Cortes aber den viel zu freistehenden Ensar Imamagic nahe des Fünf-Meter-Raums bediente, war es passiert – 0:1 (28.). Auch bei einem 18-Meter-Schuss Mirza Kovacs wurde es brenzlig, doch Christopher Strauch war zur Stelle (30.). Hadamars erste gefährliche Offensiv-Aktion folgte im direkten Gegenzug, als Marco Koch einen Eckball zurücklegte, Jerome Zey aber nur das Außennetz anvisierte (31.). Neuhof, das in Zweikämpfen zuweilen doch recht hart zur Sache ging war, zeigte aber auch spielerische Klasse: Nach einem starken Pass von Sergio Sosa Perez war Jean Carlo Yanez Cortes frei durch und erhöhte auf 0:2 (34.).

Die Elf von Trainer Stefan Kühne schüttelte sich und kam zurück. Nach feiner Einzelleistung Jerome Zeys und dem folgenden Pass von der Grundlinie schaltete der früh eingewechselte und stark aufspielende Niklas Kern am schnellsten und traf unter die Latte – 1:2 (38.). Und beinahe wäre noch vor dem Pausentee der Ausgleich gelungen, doch Torwart Samuel Angel Zapico Lopez lenkte einen sehenswerten Schuss aus dem Sechzehner-Eck von Jerome Zey über die Latte (42.).

Im zweiten Akkord passierte vor den Toren lange Zeit gar nichts. Hadamar war gewillt, fand die oft besagte Lücke aber zu selten. Munterer wurde es, als das Schiedsrichtergespann einem eigentlich regulären Treffer Mirko Dimters wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert hatte (71.). Gleiches Schicksal ereilte auf der Gegenseite im Übrigen auch Dalibor Pandza – auch hier schien die Entscheidung falsch gewesen zu sein (83.). Jerome Zey war es schließlich vorbehalten, mit einem fulminanten 22-Meter-Freistoß ins rechte Eck den 2:2-Endstand zu besorgen (86.). Gewinnen hätten in den Schlusssequenzen dennoch beide Teams, doch auf der einen Seite zögerte Jerome Zey zu lange (90.+1), auf der anderen verfehlte Dalibor Pandza das leere Tor, als er nur das Außennetz traf (90.+2).

„Die Jungs hatten natürlich noch das bittere Dorndorf-Spiel in den Knochen, haben aber dennoch Moral gezeigt. Wir sind schlecht ins Spiel reingekommen, was aber nicht unbedingt am Gegner lag, sondern vielmehr an der Eigenmotivation unserer Spieler. Mit dem Tor zum 1:2 wurde es dann aber besser. Wir freuen uns auf die Sommerpause, brauchen definitiv mehr Breite im Kader und greifen in der neuen Saison neu an“, sagte Stefan Kühne nach Spielende.

Hadamar: Strauch (87. Hasselbach), Paul (18. Kern), Dimter, Kittel (60. Velemir), Teller, Zey, Monteiro-Carvalho, Burggraf, Bangert, Neugebauer, Koch – Neuhof: Zapico Lopez (64. Hunt), Paez, Ferreira Mino, Mihaylov, Yanes Cortes, Kulas (77. Pandza), M. Kovac, Sosa Perez, Vico, Imamagic (70. F. Kovac), Benazza –SR: Werner (Bauschheim) – Tore: 0:1 Ensar Imamagic (28.), 0:2 Jean Carlo Yanez Cortes (34.), 1:2 Niklas Kern (38.), 2:2 Jerome Zey (86.) – Zuschauer: 140.

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