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Kopf-an-Kopf-Rennen: Constantin Röser (Köppern, links) und Victor Radu (Bad Homburg).

Fußball

Punkteteilung im Verfolgerduell der Kreisoberliga Hochtaunus

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Die Sportfreunde Friedrichsdorf können die Meisterschafts- und Aufstiegsfeier schon planen. Während der Kreisoberliga-Spitzenreiter die Hürde in Stierstadt souverän überspringt, gelingt keinem Team aus der Verfolgergruppe ein Sieg. Das Kellerduell in Oberstedten erreicht kein KOL-Niveau.

SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg – Teutonia Köppern 2:2 (0:1): Die Zuschauer bekamen ein unterhaltsames Match geboten. Köppern lag zwar zweimal in Führung, in den letzten 20 Minuten waren die „Nullfünfer“ aber dem 3:2 sehr nahe. So traf El Mard Zouhir den Pfosten und Shahewer Ali die Latte. Zudem vergab Zouhir aus kurzer Distanz eine hundertprozentige Möglichkeit per Kopf. „Wir hatten die größere Anzahl an Chancen, Köppern war aber zweikampfstark“, sagte Manfred Purz, der Sportliche Leiter der Bad Homburger. Von daher sei das Unentschieden für die Teutonia auch verdient. Mit einem 18-Meter-Schuss markierte Luka Milic das 0:1 (45.). Victor Radu glich per Kopfball aus (49.) – doch das 1:1 hatte nicht lange Bestand: Im Zweikampf mit Bad Homburgs Torhüter Marco Häfner kam Kevin Hillner zu Fall – Milic verwandelte den Strafstoß zum 1:2 (54.). Auch Radu erzielte noch seinen zweiten Treffer, sein wuchtiger Spannschuss rauschte ins Netz (65.). Tore: 0:1 L. Milic (45.), 1:1 Radu (49.), 1:2 L. Milic (54./FE), 2:2 Radu (65.).

SV Seulberg – SF Friedrichsdorf 1:5 (0:3): Derbystimmung konnte nicht aufkommen. Zum einen waren lediglich 50 Zuschauer gekommen, zum anderen war die Dominanz des Gruppenliga-Aspiranten über die gesamte Spielzeit eindeutig. Etwa 20 Minuten hielten die Seulberger gut dagegen, ehe Friedrichsdorfs Torjäger Florian Kister per Kopf traf. Seine Treffer 28 und 29 ließ der beste Schütze der Liga in der 37. und 75. Minute folgen. Des Weiteren waren Deniz Pekgüzelyigit mit einem Schuss in den Winkel (43.) und Alexander Ujma per Freistoß aus 19 Metern erfolgreich (85.). Kurz vor Schluss gelang dem Außenseiter noch der „Ehrentreffer“: Liberato Aiello hatte aus 18 Metern Maß genommen. „Wir haben uns gut verkauft, hatten drei A-Jugendliche in der Mannschaft“, betonte SVS-Spielausschuss Thomas Pflüger und sagte zum „spielerisch guten“ Gegner: „Die haben fünf Mal aufs Tor geschossen und fünf Mal getroffen.“ Tore: 0:1 Kister (23.), 0:2 Kister (37.), 0:3 Pekgüzelyigit (43.), 0:4 Kister (75.), 0:5 Ujma (85.), 1:5 Aiello (90.).

SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach – EFC Kronberg 2:2 (0:1): Turbulent ging es in der Schlussphase zu. Nach einem Pfostentreffer wähnten die SG-Spieler den Ball hinter der Linie, auf der anderen Seite erkannte Schiedsrichter Martin Koch ein Tor nicht an. „Es war kein Abseits“, betonte EFC-Trainer Michael Janson. Insgesamt gesehen sei das Unentschieden aber der gerechte Ausgang. „Wir waren in der ersten Halbzeit besser, die Wehrheimer in der zweiten, die nach dem Ausgleich richtig Power gemacht haben.“ Mit einem Volleyschuss aus kurzer Distanz nach Freistoß von Marius Becher brachte Dennis Janson die Kronberger in Führung. Nach Eckball von Trainer-Sohn Dennis Janson stand Oliver Guist völlig frei und köpfte ein zum 0:2. Mit einer starken Einzelleistung stellte Lars Röske den Anschluss her. Und Steffen Holland-Nell verlängerte einen langen Ball ins eigene Netz. Tore: 0:1 Janson (43.), 0:2 Guist (57.), 1:2 Röske (66.), 2:2 Holland-Nell (68./Eigentor).

FC Weißkirchen – FV Stierstadt 4:4 (2:3): Erstmals punktete der FCW in diesem Jahr nach drei Niederlagen zuvor in der Fremde. Um den Punkt mussten die Blau-Weißen aber bangen: Erst fünf Minuten vor Buffalo erlöste Masiullah Mahbubi sein neues Team, als sich FVS-Torwart Steven Seubert verschätzt hatte. Zwei Minuten davor hatte Kavin Almaja den Anschlusstreffer markiert. „Nach dem 2:4 sind wir zurückgekommen, das zeugt von Moral. Der Punkt ist hochverdient für uns“, sagte Weißkirchens Coach Uwe Eckerl. Die Umstellung vom 3-5-2- auf das 4-3-3-System hat gefruchtet, so konnte mehr Druck aufgebaut werden. Das Defensivverhalten hatte Eckerl bisweilen aber arg zugesetzt. „Da waren wir nicht aggressiv genug“, sagte er. Marcel Biskup nutzte dies zweimal routiniert aus. Tore: 1:0 Petricevic (13.), 1:1 Flohr (24.), 1:2 Biskup (26.), 1:3 Kötzsche (32.), 2:3 Großmann (44.), 2:4 Biskup (51.), 3:4 Ajmaja (83.), 4:4 Mahboubi (85.).

SG Ober-Erlenbach – FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach 3:2 (1:0): Der ehemalige Akteur des Regionalligisten FSV Frankfurt, Adrian Matuschewski, machte den Unterschied aus in diesem emotional geführten Spiel. „Er hatte einen Sahnetag“, lobte FSG-Trainer Thorsten Crecelius den 20-Jährigen, der alle Treffer der Grün-Weißen erzielte. Nach dem Anschlusstor durch Chris Hörning (79.) hatte die SG noch eine brenzlige Situation zu überstehen, als Yücel Demiröz die Latte traf. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, sagte Crecelius. Allerdings verhehlte er nicht, dass sein Team den Ober-Erlenbacher phasenweise zu viel Spielraum gelassen habe. In dieser Zeit hätte laut SG-Trainer Philippe Chakour das Zwischenresultat „deutlicher sein können. In der Summe war unser Sieg klar verdient.“ Tore: 1:0 Matuschewski (23.), 1:1 D. Dietrich (50.), 2:1 Matuschewski (56.), 3:1 Matuschewski (65.), 3:2 Hörning (79.).

FC Oberstedten II – Blau-Weiß Schneidhain 2:0 (0:0): Spaß hatten die 90 Minuten Sebastian Schwarzer gewiss nicht bereitet, kam er doch zu dem kurzen, prägnanten Fazit: „Das war Armut gegen Elend.“ Kreisoberliga-Niveau hatte die Partie nicht, in der A-Liga wäre sie auch fade Kost gewesen. Immerhin traf Alexander Barz nach knapp einer Stunde aus sieben Metern ins Tor, Philipp Krause hatte ihn mit einem Außenristpass in Szene gesetzt. Wenig später war es Anton Alpermann, der Elliot Nordstroems Vorarbeit vollendete. „Wir sind froh über die drei Punkte“, nannte Schwarzer den wichtigsten Aspekt. Tore: 1:0 Barz (58.), 2:0 Alpermann (67.).

SGK Bad Homburg – FC Neu-Anspach II 3:2 (2:1): Es war eine Partie mit zwei ziemlich unterschiedlichen Halbzeiten – und die Gastgeber atmeten durch, als endlich der Abpfiff ertönte. „In der ersten Halbzeit waren wir am Drücker, in der zweiten haben wir kein Land gesehen“, fasste SGK-Trainer Mohamed Chafchaoui seine Eindrücke zusammen. Von dem 0:1-Rückschlag durch David Hidalgo (8.) ließen sich die Kirdorfer nicht irritieren. Mit einem raffiniert ausgeführten Freistoß glich Emre Yilmaz aus (24.). Auch beim 2:1 war er beteiligt, seine Flanke bugsierte der angeschlagene FC-Keeper Alexander Schmidt ins eigene Netz (38.). Kurz nach der Pause vollendete Jamal Eltayeb einen Konter, ehe wenig später Eric Becker den FCNA heranbrachte. Acht Minuten vor dem Ende sah er wegen Meckerns Gelb-Rot. Anspach übte weiter Druck aus, auf der Gegenseite versandeten die Konter. Tore: 0:1 Hidalgo (8.), 1:1 E. Yilmaz (24.), 2:1 Schmidt (38./Eigentor), 3:1 Eltayeb (48.), 3:2 Becker (51.).

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