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Traf beim Remis der Eddersheimerinnen sechs Mal: Lea Müller (rechts).

Handball

Punktgewinn für Eddersheim

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In den letzten Sekunden der Partie sorgte Martyna Rupp für den Ausgleich der Gäste. Doch Trainer Tobias Fischer war mit dem 24:24 (11:15) der Drittliga-Handballerinnen der TSG Eddersheim gegen den starken SC Markranstädt sehr zufrieden.

Die Voraussetzungen für die Eddersheimerinnen waren alles andere als optimal. Lilly König stand nach ihrem Syndesmosebandriss erstmals wieder im Kader, kam aber noch nicht zum Einsatz. Anna-Lena Kempf fehlte krankheitsbedingt, und Stefanie Güter war wegen einer Armverletzung erst einmal auf der Bank geblieben.

„Wenn mir einer vorher gesagt hätte, dass wir einen Punkt holen, hätte ich das unterschrieben“, erklärte Fischer, „ich habe die erste Halbzeit mit sieben Feldspielerinnen durchgezogen“. Im ersten Abschnitt merkte der Trainer sehr schnell, dass seine Mannschaft mit der 3:2:1-Deckung gegen die im Rückraum starken Gäste nicht zurechtkam. „Ich hatte in der Schlussphase die Hoffnung, dass wir nicht zu hoch in Rückstand geraten“, verriet Fischer. Seine Mannschaft war bis zum 9:10 (22.) dran, musste dann dem physischen Aufwand Tribut zollen und kassierte bis zur Pause einen 11:15-Rückstand. „Der Angriff war okay, aber gegen den stärksten Rückraum der Liga hatten wir unsere Probleme“, erklärte Fischer.

„In der Pause mussten wir uns sortieren. Ich habe Umstellungen vorgenommen und Stefanie Güter zur Stabilisierung der Abwehr gebracht“, erklärte der Eddersheimer Trainer, „und es hat funktioniert. Wir haben nur noch neun Gegentore zugelassen“. Wichtig war, dass die Eddersheimerinnen gut aus der Kabine kamen und die Abwehr dicht hielten. Beim 15:16 nach 40 Minuten hatten sie den Anschluss, beim 17:17 den Ausgleich (44.) und beim 20:19 (48.) die Führung geschafft. „Irgendwann habe ich gedacht: Da geht was“, sagte Fischer. Seine Mannschaft stand bärenstark in der Abwehr und führte in der 55. Minute mit 23:20. Die Gäste verkürzten bis zur Schlussminute auf 23:24. „Eine Minute vor Schluss habe ich die Auszeit genommen, als wir nach einem Fehlwurf in Ballbesitz geblieben sind“, so Fischer, „da habe ich den Mädels gesagt. Spielt es aus, aber bitte verliert nicht mehr“. Stefanie Güter traf 35 Sekunden vor Schluss die Latte, die Gäste glichen aus. „Die Mädels haben das toll gemacht. Das ärgert mich nicht“, so Fischer.

Eddersheim: Mona Priester (1. bis 60.), Melissa Kirchner (1 Siebenmeter); Lea Müller 6/2, Alexandra Flebbe 5, Lena Thoß 4, Tabea Schweikart 3, Hanna Özer, Julia Krämer je 2, Anna Franziska Gempp, Stefanie Güter je 1, Klara Schauer, Lilly König.

(vho)

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