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Intensiver Austausch: Manfred Purz (links), Sportchef der SpVgg Bad Homburg, und Ralf Haub, Trainer der ?Nullfünfer?.

SpVgg Bad Homburg

Interview mit Manfred Purz: „Wenn’s passiert, dann passiert’s“

Im Hinspiel war es noch genau umgekehrt. Damals, im August 2018, traten die „Nullfünfer“ der SpVgg. Bad Homburg in der Vorrunde als Tabellenführer der Kreisoberliga Hochtaunus im Sportpark bei den Sportfreunden Friedrichsdorf an.

Im Hinspiel war es noch genau umgekehrt. Damals, im August 2018, traten die „Nullfünfer“ der SpVgg. Bad Homburg in der Vorrunde als Tabellenführer der Kreisoberliga Hochtaunus im Sportpark bei den Sportfreunden Friedrichsdorf an. Seinerzeit eine überraschende Konstellation. Die Gäste aus der Kurstadt verloren mit 1:2 gegen den haushohen Favoriten. Jetzt, am morgigen Sonntag um 15 Uhr an der Bad Homburger Sandelmühle, gastieren die Friedrichsdorfer als Klassenprimus.

Die Sportfreunde stehen nun da, wo man sie vor Saisonbeginn erwartet hatte. Aber auch der Bad Homburger Traditionsverein ist nach wie vor vorne mit dabei – derzeit auf Tabellenplatz drei mit sieben Punkten Rückstand auf die Sportfreunde.

TZ-Mitarbeiter Wolfgang Kullmann hat sich vor dem morgigen „Spiel der Woche“ mit Manfred Purz (62) unterhalten, der seit 2016 die Fußball-Seniorenabteilung der „Nullfünfer“ leitet.

Herr Purz, wie hart hat die Spielvereinigung die 2:3-Niederlage am vergangenen Sonntag bei der FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach getroffen? Das dürfte wohl ein Rückschlag gewesen sein.

MANFRED PURZ: Nein, die Niederlage haut uns nicht um. Wir haben 1:0 geführt, hätten am Ende locker einen Punkt mitnehmen könne. Unser Problem war, dass wir nur mit elf Spielern antreten konnten aus Urlaubsgründen, aber auch wegen Verletzungen, Krankheit oder auch Sperre. Am morgigen Sonntag sieht das schon wieder ganz anders aus.

Das heißt, die Mannschaft von Ralf Haub kann gegen die Sportfreunde personell morgen wieder aus dem Vollen schöpfen ?

PURZ: Fast. Lukas Schirmer weilt noch in Urlaub, Ole Hellwig fehlt langfristig verletzungsbedingt. Für zwei Neuzugänge vom SV FC Sandzak Frankfurt erwarten wir noch die Freigabe durch den Verband. Vielleicht stehen die beiden ja schon morgen im Kader.

Welche Bedeutung hat das Spiel gegen die Sportfreunde für Sie? Auch im Hinblick auf den Trainer des Gegners, Bodo Dick, der wie sein Vorgänger Enis Dzihic ja an der Sandelmühle groß geworden ist.

PURZ: Die Vergangenheit holt uns immer wieder ein. Aber das ist in der Mannschaft selbst kein Thema. Interessant aber für alle Älteren im Dunstkreis des Vereins, auch für mich als ehemaligen Oberligaspieler der Nullfünfer. Unabhängig davon glaube ich, dass der Ausgang der Begegnung nicht vorentscheidend für die Vergabe der Spitzenplätze sein wird. Dafür stehen noch zu viele Spiele aus.

Theoretisch könnte am Ende der laufenden Saison auch der Tabellendritte in die Gruppenliga aufsteigen. Beim EFC Kronberg, derzeit Zweiter mit einem Spiel im Rückstand, ist man sich noch nicht im Klaren darüber, ob er das Abenteuer Aufstieg eingehen würde. Wie sähe es denn bei der Spielvereinigung diesbezüglich aus?

PURZ: Wir sind uns im Vorstand einig. Wenn’s passiert, dann passiert’s. Wir würden in diesem Fall all unsere Möglichkeiten nutzen. Bei allem Vertrauen in die aktuelle Mannschaft müssten wir uns aber hie und da verstärken. Auch wollen wir unsere 1b nicht vergessen. Mit der würden wir auch gern von der B- in die A-Klasse aufsteigen.

Wie beurteilen Sie den bisherigen Saisonverlauf der 1. Mannschaft?

PURZ: Ich bin sehr zufrieden. Unser Ziel war ein einstelliger Tabellenplatz. Das scheint machbar, auch wenn in dieser Liga fast jeder jeden schlagen kann und alle sehr eng beisammen liegen. Wir hatten in der Vorrunde eine Phase von vier sieglosen Spielen. Das hat uns etwas zurückgeworfen. Aber wir können unsere Aufgaben locker angehen. Auch morgen gegen den hohen Favoriten und Tabellenführer.

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