Geht beim TTC OE in seine vierte Saison: Rares Sipos.
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Geht beim TTC OE in seine vierte Saison: Rares Sipos.

Tischtennis, 1. Bundesliga

Rares Sipos ist auf dem Weg zum Aushängeschild

  • vonStefan Fritschi
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Um Rares Sipos herum bastelten die Macher des TTC OE Bad Homburg das Team für die nächste Bundesliga-Saison. Es wird einen Trainerwechsel geben.

Bad Homburg -Was sich abgezeichnet hat, ist nun perfekt: Rares Sipos schlägt auch in der nächsten Spielzeit für den Tischtennis-Bundesligisten TTC OE Bad Homburg auf. "Ich habe mit meinem Herzen entschieden", kommentiert der 20 Jahre alte Rumäne seine Entscheidung. Und mit Herz und Leidenschaft sowie Qualitäten will er dazu beitragen, dass die Ober-Erlenbacher 2021/22 deutlich mehr Punkte erzielen als in dieser Saison, da langte es vor dem letzten von 22 Spieltagen am 21. März gegen den TTC Fulda-Maberzell nur zu einem Sieg.

Rares Sipos ist somit der einzige Akteur aus dem Kreis der Zweitliga-Stammkräfte, der weiter in der Wingert-Sporthalle sein Können zeigt (siehe auch Extra-Text). Der Weltranglisten-149. avancierte im Premieren-Bundesligajahr des TTC OE zum erfolgreichsten der vier Hoffnungsträger. Auch wenn es nur fünf Siege waren: Er gewann so viele Einzel wie Lev Katsman (19), Maksim Grebnev (19) und Nils Hohmeier (23) zusammen.

"Mein Ziel ist es natürlich, mehr Spiele zu gewinnen. Dazu muss ich meine Spielweise, Fähigkeiten und auch Physis verbessern", sagt Sipos, der aus Siebenbürgens Kernstadt Cluj (Klausenburg) stammt. Dass die Macher um den Sportlichen Leiter Sven Rehde, Geschäftsführer Mirko Kupfer und Helmut Hampl, der offiziell vom 1. Juli an als Sportvorstand fungiert, auf ihn setzen, ist ein gutes Zeichen. Sipos hatte zum Aufstieg entscheidend beigetragen und ist in seiner bald vierten Saison für den Verein auf gutem Weg, sich zu einer Identifikationsfigur zu entwickeln.

"Ich bin sehr zufrieden hier in Bad Homburg. Es ist schön, dass das Team und der Verein in mich vertraut", sagt der recht extrovertierte und zuvorkommende junge Mann. Selbstkritik ist ihm nicht fremd. "Ich habe schon viele wichtige Spiele verloren." Als seinen schönsten Erfolg mit einer Mannschaft nennt der einstige U15-Europameister und U21-Vize-Europameister den Aufstieg aus der 2. Bundesliga in die TTBL.

In dieser Spielklasse sammelte Sipos nun viel Erfahrung, dies sollte sich in seinem zweiten Jahr auszahlen. Die Last liegt freilich nicht nur auf seinen Schultern. "Wir sind in der Lage, gute Leistungen zu zeigen", sagt er zu der neuen Mannschaft. Wie sich dies in der Tabelle auswirken wird, sei schwer zu beziffern. Jedenfalls gibt sich der 1,86-Meter-Mann kämpferisch, gar mutig: Er habe in jedem Spiel eine Chance, theoretisch seien bis zu 20 Siege im Einzel möglich. Sein langfristiges Ziel ist konturiert: "Ich hoffe, ein guter Bundesligaspieler zu werden und Titel zu gewinnen. Und in der Weltrangliste gilt es für mich, voranzukommen."

Unter Helmut Hampls Fittichen

Sipos lebt in Zagreb. In der kroatischen Hauptstadt ist seine Trainingsgruppe, dort kann er mit Mitgliedern der Nationalmannschaft des Balkanstaates schmettern und abwehren. Aber auch im Deutschen Tischtennis-Zentrum (DTTZ) zeigte er schon seine Qualitäten und wusste offensichtlich Hampl, der bis Ende 2020 dort Cheftrainer war, zu überzeugen.

"Rares durfte in den vergangenen beiden Jahren zeitweise am DTTZ in Düsseldorf unter ihm trainieren", so Kupfer und sagt zur Vertragsverlängerung: "Wir freuen uns, dass wir ihn von dem Projekt TTC OE überzeugen konnten."

Drei Vertragsverlängerungen, ein neuer Trainer

Die Würfel sind gefallen, nun steht auch fest, wer die Ober-Erlenbacher im nächsten Spieljahr coacht. Daniel Ringleb ist der neue Mann hinter der Bande. Der 31-Jährige löst somit Tobias Beck ab, der sich wieder intensiver seinen Aufgaben beim Hessischen Tischtennis-Verband (HTTV) widmet. Ringleb, den der künftige Sportvorstand Helmut Hampl ausbildete, hat die Trainer-A-Lizenz und studierte an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Er arbeitet als Referent für Bildung und Forschung beim Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) und beschäftigt sich dort vorrangig mit Themen rund um die Traineraus- und -fortbildung. Ringleb wird diese Position auch weiterhin begleiten, die Homburger Mannschaft jedoch bei den TTBL-Spielen und in der Vorbereitung betreuen.

Daniel Ringleb wird in der Saison 2021/22 neuer Trainer des Tischtennis-Bundesligisten TTC OE Bad Homburg.

Neben Rares Sipos zählen dazu auch die Neuzugänge Lubomir Jancarik (PSV Mühlhausen), Cedric Meissner (FSV Mainz 05) und Benno Oehme (TTC Fulda-Maberzell). „Dauerbrenner“ Dominik Scheja und Talent Tayler Fox verlängerten ihre Verträge, sie werden indes in der 2. Mannschaft eingesetzt, die den Aufstieg in die Regionalliga packen soll. Verlassen haben den TTC OE Lev Katsman (TTC Neu-Ulm), Maksim Grebnev (TSV Bad Königshofen) und Nils Hohmeier (TTC Grenzau) – es gibt also nächste Saison in der TTBL ein Wiedersehen. Was der bisherige Spitzenspieler Gustavo Tsuboi künftig macht, ist noch offen.

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