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Wollen das neue Jahr jubelnd beginnen: die Regionalliga-Spielerinnen der HTG um Louisa Kunz (Mitte, hinten) und Esther Peckelsen (16).

Volleyball

Regionalliga-Damen der HTG starten gegen Biedenkopf-Wetter Volleys ins neue Jahr

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Nach vierwöchiger Abstinenz geht für die Bad Homburger Spielerinnen der Regionalliga-Alltag wieder los. Morgen Abend gastiert das mittelhessische Schlusslicht im Feri-Sportpark.

Viel Zeit, den üppigen Feiertags-Schmaus zu verdauen, hatten die Volleyballerinnen von Cheftrainer Jens Völkel nicht. Kaum brach die erste Woche des neuen Jahres an, schon mussten die HTG-Ladys wieder aufs Parkett, um sich auf das erste Spiel der Rückrunde und des neuen Jahres vorzubereiten. Für den morgigen Samstag (19.30 Uhr) haben sich die Biedenkopf-Wetter Volleys angekündigt – das Schlusslicht der Regionalliga Südwest. Dass sie damit beinahe zur Bad Homburger Pflichtaufgabe avancieren, – schließlich dürfen die Kurstädterinnen vor heimischen Rängen ran – dürfte sich von selbst verstehen. „Wir möchten sie jedenfalls gerne weiter im Tabellenkeller halten“, formuliert es Völkel durch die Blume.

Doch ein Selbstläufer wird auch der Tabellenletzte nicht, warnt Völkel vor einem solchen Trugschluss: „Die Rückrunde wird ein hartes Brett. Jetzt kann uns jeder einschätzen“, so der HTG-Coach vorahnungsvoll. Profitierte sein Aufsteiger-Team vor allem in den ersten Partien der Hinrunde noch von einem gewissen Überraschungsmomentum, das es als unbeschriebenes Blatt einer neuen Liga mitzubrachte, ist dieser Vorzug nun, nachdem die HTG gegen alle Teams der Liga bereits antreten musste, verflogen.

Das war sicherlich auch im ersten Spiel mitentscheidend, als man zum Saisonauftakt in den Kreis Marburg-Biedenkopf fuhr und in einer abwechslungsreichen Partie den Volleys die ersten zwei Zähler abluchste (3:2). „Etwas, was zu dieser Zeit für viele sicherlich eine erste kleine Überraschung gewesen ist, dass wir als Aufsteiger einem alten Regionalliga-Hasen besiegt haben“, erinnert sich Völkel, der sicherlich ebenfalls ein wenig verblüfft gewesen ist, ob des gelungenen Einstiegs. „Ich habe zu den Mädels aber auch gesagt, dass wir nicht erwarten dürfen, gegen alle Teams, gegen die wir in der Hinrunde gepunktet haben, nun automatisch auch wieder zu gewinnen“, erklärt Völkel weiter und führt nochmals an, kein Fremder mehr unter der Konkurrenz zu sein.

Dennoch zog Völkel es vor, seiner Linie treu zu bleiben; sprich, den Fokus auf dem eigenen Spiel zu richten und die eigenen spielerischen Elemente zu verfeinern. „Es stimmt, jetzt kennen die Gegner uns“, gibt er zu. „Es ist aber auch so, dass wir nun auch jeden kennen und uns damit besser auf die einzelnen Spielphasen einstellen und vorbereiten können.“ Spiele man das eigene Spiel und ließe sich nicht das des Gegners aufzwingen, stünden in jedem Spiel die Chancen gut auf Punkte – so das Zwischenfazit des Trainers. Dazu gehöre auch, die chronischen Mängel der Hinrunde kontinuierlich abzustellen: Schnell auf den Füßen zu sein und zu bleiben, die Konzentration bei der Annahme und Angabe stets hochzuhalten und im Angriffsspiel Variabilität zu kreieren.

Ganz so ideal gestaltete sich die Vorbereitung auf die Volleys allerdings nicht: Die Extra-Woche Ferien, die die Hessen gegenüber den anderen Bundesländer genossen, nutzten die ein oder anderen für die Urlaubsplanung, andere hingegen fielen durch Erkrankung aus. „Da war es gut, dass wir uns schon seit dem 3. Januar wieder getroffen haben. So hatte jede wenigstens mal den Ball an der Hand gehabt“, sagt Völkel. Morgen seien aber alle – sofern es der heftige Schneefall in den Skiregionen denn zuließe – wieder im Feri-Park am Netz.

Was die Aussichten auf die Rückrunde angeht, sieht es HTG-Routinier und Diagonalangreiferin Kristin „Tine“ Bernius ähnlich wie ihr Trainer: „Den anderen Teams geht es wie uns – die mussten sich in der Hinrunde auch erst finden.“ Deshalb werde es in der Rückrunde sicherlich schwieriger für den Aufsteiger, auch gegen vermeintlich schwächere Teams. Zumal der HTG zu anderen Teams der Liga an der individuell spielerischen Klasse möglicherweise etwas fehle, laut Bernius, doch das kompensiere das Team aus der Kurstadt mit Kampfgeist und Willen. Tugenden, die mit Sicherheit auch morgen ab 19.30 Uhr beim Rückrundenauftakt gegen Biedenkopf-Wetter gefragt sind.

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