Zweifelsohne ein Aktivposten in der letzten Woche: Dennis Leukel (vorne) möchte mit seinem TuS Dietkirchen gegen Rot-Weiß Walldorf für eine Überraschung sorgen. Brooklyn Wölfinger (hinten) vom SV Rot-Weiß Hadamar tritt beim SC Waldgirmes an.
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Zweifelsohne ein Aktivposten in der letzten Woche: Dennis Leukel (vorne) möchte mit seinem TuS Dietkirchen gegen Rot-Weiß Walldorf für eine Überraschung sorgen. Brooklyn Wölfinger (hinten) vom SV Rot-Weiß Hadamar tritt beim SC Waldgirmes an.

Fußball-Hessenliga, Gruppe B

Regionalliga-Kandidat Walldorf in Dietkirchen - Hadamar bastelt am Traumstart

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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In der Fußball-Hessenliga geht es am Samstag in den dritten Spieltag. Dabei empfängt der TuS Dietkirchen auf dem Reckenforst um 16 Uhr mit Rot-Weiß Walldorf einen Geheimfavoriten. Der SV Rot-Weiß Hadamar brennt darauf, beim SC Waldgirmes (15 Uhr) den Traumstart perfekt zu machen.

TuS Dietkirchen – Rot-Weiß Walldorf. Auch wenn die Last-Minute-Niederlage in Hadamar für den TuS Dietkirchen maximal bitter war, zieht Trainer Thorsten Wörsdörfer ein positives Fazit: „Die letzten zwei Wochen waren gut für uns, denn sie haben aufgezeigt, dass wir zwar auf einem langen, dafür aber guten Weg sind. Die Art und Weise der beiden Spiele war super, vor allem was den Teamgeist angeht. Wir dürfen optimistisch nach vorne schauen.“

Oftmals war dem TuS vorgeworfen worden, aus einer kompakten Defensive nur mit langen Bällen spielen zu können. Dass es auch anders geht, hat das Gastspiel in der Fürstenstadt ganz klar gezeigt. Natürlich bleibt der lange Ball ein probates Mittel, doch vor allem in der ersten Halbzeit hatten die Schwarz-Roten den Spielaufbau des Gegners frühzeitig gestört. Diese Erkenntnisse haben auch dem Coach gefallen: „Wir sind auf jeden Fall im taktischen Bereich flexibler geworden und wissen, dass wir unsere Stärken in allen Bereichen einbringen können. Auch körperlich sind die Jungs in einem guten Zustand, und von der Einstellung her gibt es ohnehin nichts zu kritisieren. Wichtig ist nur, dass wir solche Leistungen öfter bringen, am liebsten jede Woche.“ Mit Blick auf den kommenden Gegner, Rot-Weiß Walldorf, versteht sich von selbst, dass die Dietkircher eine absolute Top-Leistung benötigen, um für eine Überraschung zu sorgen. Walldorf wurde nicht umsonst von vielen Verantwortlichen als Geheimfavorit auf den Titel gehandelt. Das Team aus der Untermainebene des Rhein-Main-Gebiets hatte seine ersten beiden Spiele – wenn auch knapp – für sich entschieden und schielt auf den nächsten „Dreier“. Thorsten Wörsdörfer weiß den Kontrahenten einzuschätzen: „Das ist eine absolute Top-Mannschaft, die das Umfeld und das Niveau für die Regionalliga hat. Nicht umsonst wird dort ein Stadionumbau in Erwägung gezogen, und mit Artur Lemm hat man einen kompetenten Sportdirektor. Walldorf trainiert also fast schon unter Profi-Bedingungen und tritt auch so auf. Das ist eine sympathische Mannschaft, die über extreme Geschwindigkeit verfügt und sehr gutes Pressing spielt. Das wird also noch mal eine andere Hausnummer für uns.“

Zwar hat „Wörsi“ für die Partie am Samstag einige angeschlagene Spieler im Kader, deren Einsätze sich erst kurzfristig entscheiden werden, dennoch sagt er optimistisch: „Wir freuen uns auf das Heimspiel, und wenn wir einen Punkt holen, wäre das schon eine Riesensache für uns.“ Redaktions-Tipp: 2:2.

SC Waldgirmes – SV Rot-Weiß Hadamar. Beim SV Rot-Weiß Hadamar herrscht derzeit Jubel, Trubel, Heiterkeit. Sechs Punkte aus zwei Spielen, zudem das zufriedenstellende 3:0-Weiterkommen bei der FSG Wettenberg im Hessenpokal-Wettbewerb. Dennoch legt Trainer Stefan Kühne im Rückblick auf das Dietkirchen-Spiel den Finger in die Wunde: „Das war keine gute Leistung von uns. Wir müssen uns einfach spielerisch steigern, das ist auch jedem bewusst. Andererseits sind auch erst zwei Spiele absolviert, da sind Schwankungen ganz normal. Bei aller Kritik muss man aber auch sagen, dass die Jungs Moral bewiesen und immer an den Sieg geglaubt haben. Die Mannschaft ist intakt und hält zusammen, das konnte man auch deutlich erkennen. Und ich denke, dass uns das auch letztlich ausmacht.“

Das anstehende Auswärtsspiel beim SC Waldgirmes gibt den Fürstenstädtern sicherlich die Möglichkeit, sich zu steigern. Der SCW hatte aufgrund des Corona-Ausbruchs bei Türk Gücü Friedberg erst am letzten Wochenende sein erstes Spiel bestritten, dabei in Bad Vilbel einen Punkt geholt (2:2). Unter der Woche quälte sich Waldgirmes im Hessenpokal beim Gruppenligisten TSV Bicken in die nächste Runde (3:2). Entsprechend schwer fällt für Stefan Kühne auch eine Einschätzung über den Gegner: „Wir wissen nicht allzu viel über Waldgirmes. Fest steht aber, dass sie einen sehr guten und homogenen Kader haben, und Spiele gegen sie immer sehr eng verlaufen.“ Statistisch betrachtet, dürfte mindestens ein Punkt herausspringen, denn die letzten sechs Partien gegen diesen Kontrahenten wurden aus Hadamarer Sicht nicht verloren. Personell wird sich im Vergleich zum Dietkirchen-Spiel definitiv einiges ändern, auch wenn bis auf den verletzten Iddris Sedy alle Spieler an Bord sind. „Wir haben eine kleinen Kader, müssen das Training dosieren und denken auch über eine System-Änderung nach“, gibt Stefan Kühne Einblick in seine Gedankenspiele. Stimmen Konzentration, Einstellung und Leidenschaft, könnte der Traumstart winken. – Redaktions-Tipp: 1:3. PATRICK JAHN

Freitag:

Hessen Dreieich - FV Bad Vilbel 19.30

Samstag:

Viktoria Griesheim - FC Eddersheim 15.00

SC Waldgirmes - SV RW Hadamar 15.00

TuS Dietkirchen - Rot-Weiß Walldorf 16.00

Sonntag:

VfB Ginsheim - SV Zeilsheim 15.00

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