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Siegerehrung mit Olympiasieger: Christian Reitz (rechts) im Interview nach seinem denkwürdigen Erfolg.

Reitz nimmt es mit allen auf

Beim Bundesliga-Wettkampf des SV Kriftel fehlte Christian Reitz. Der Olympiasieger hatte von Trainer Detlef Glenz freibekommen, um an einem stark besetzten Wettkampf in Bialystok (Polen) teilzunehmen.

Für Reitz hatte sich das Abenteuer in Polen gelohnt. Zunächst gewann er mit seiner Frau Sandra den Mixed-Wettbewerb mit der Luftpistole. Dabei schoss er mit 395 Ringen eine neue Bestleistung.

Doch im Einzel legte er noch einmal nach. Mit 592 Ringen absolvierte er die Qualifikation. „Es war das erste Mal, dass ich bei einem Wettkampf im Ergebnis eine ,9’ in der Mitte hatte“, erklärte er. Doch im Haupt-Wettkampf bestätigte er diese Leistung mit dem identischen Resultat. Dabei gelangen ihm sogar zwei Serien mit jeweils 100 Ringen. „Das ist nicht zu glauben. Dass Christian in einem Wettkampf zwei Mal die 592 Ringe schießt, ist absolute Weltklasse“, erklärte sein Trainer Detlef Glenz.

Im Finale setzte er sich erst einmal gegen seine Konkurrenten mit der Luftpistole durch und stand damit im „Super-Finale“ gegen den besten Luftgewehr-Schützen, der sich gegen die besten Konkurrenten seiner Waffengattung durchgesetzt hatte. Dabei ging es um den Gewinn eines Autos, eines Citroen C3. Da die Voraussetzungen beim Schießen der Luftgewehr- und Luftpistolenschützen schon anders sind, bekam Reitz für dieses Finale einen Bonus von 0,2 Ringen. Und er behielt die Nerven: Beide Schützen schossen 10,1 Ringe – und Reitz war der Sieger. Somit hatte der Krifteler Schütze das Auto gewonnen. „Nach Rücksprache mit seiner Frau Sandra hat sich Christian lieber das Geld auszahlen lassen, da die Überführung des Fahrzeugs mit einem zu großen Aufwand verbunden gewesen wäre“, berichtete Glenz.

Der Trainer sprach von einem krönenden Saisonabschluss für seinen besten Schützen: „Das war ein geniales Jahr für Christian, es fehlte nur die Medaille bei der Weltmeisterschaft.“

(vho)

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