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Schrecksekunde für die Starter des Hauptlaufs: Ein Hund rannte kurz nach dem Start auf die Straße und sorgte für einige bange Blicke und etwas Überraschung bei den Spitzenläufern. Passiert ist aber nichts.

8. Silvesterlauf der Turngemeinde Weilbach

René Freisberg wiederholt seinen Sieg

Rekordteilnehmerzahl mit 315 Startern, ideales Wetter mit milden Temperaturen und eine wunderbare Strecke durch den Regionalpark – der 8. Silvesterlauf der Turngemeinde Weilbach wurde zu einem gelungenen Jahresabschluss für die Läufer der Region.

Vorjahressieger René Freisberg aus Kelkheim, der auch ein erfolgreicher Autorennfahrer ist, setzte sich im Hauptlauf über 12,5 Kilometer in 46:26 Minuten erneut durch. Schnellste Frau war Stefanie Marx von der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain (59:38).

Der 37 Jahre alte René Freisberg war hoch zufrieden, denn er hat 2017 mehrere sportliche Ziele erreicht. Er siegte als Läufer bei etlichen Events und gewann im Automobilrennsport die Meisterschaft in der Division 2 der Spezial Tourenwagen Trophy im Seat TCR. Für das Jahr 2018 hat der Testfahrer klare Vorstellunge. „Die Mission heißt Titelverteidigung“, sagt der vielseitige Sportler, der nun im Audi TT RS starten wird.

Der Zweitplatzierte Peter Conrad von der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain (47:01) kennt Freisberg von vielen Wettkämpfen und sagt über den Konkurrenten, mit dem ihm eine Sportlerfreundschaft verbindet: „Wenn sich der René auf das Laufen konzentrieren würde, wäre er ein ganz Großer geworden.“ Freisberg wiederum gab das Kompliment zurück und lobte: „Der Mann ist 51 Jahre alt und hat hier ein tolles Rennen abgeliefert.“

Für den Kelkheimer Peter Conrad war der Silvesterlauf nur ein kleines i-Tüpfelchen auf ein besonderes Sportjahr, in dem er für ein Projekt der besonderen Art durchgezogen hat: „Ich hatte mir vorgenommen, im Jahr 2017 mehr als 6000 Kilometer zu laufen. Das hatte ich bis November geschafft und habe 6800 Kilometer zurückgelegt.“

Der Vermessungsingenieur, der von Berufs wegen häufig an der frischen Luft und in Bewegung ist, hat die gewaltige Kilometerzahl in erster Linie im Training bewältigt. „Unter Wettkampfbedingungen ist so etwas nicht zu machen, das hält der Körper nicht durch“, erläutert Conrad, der in „normalen Wettkampfjahren“ 4500 bis 4800 Kilometer zurückgelegt hatte.

Conrad ist stolz, dass er sein persönliches Projekt erfolgreich durchgezogen hat und freute sich zudem über die Zeit beim Saisonfinale über 12,5 Kilometer. Ich wollte unter 50 Minuten bleiben und habe für mich 47:01 gestoppt. Damit bin ich sehr zufrieden.“

Zufrieden war auch Conrads Vereinskamerad Karl-Heinz „Charly“ Köhler, der Probleme mit der Achillessehne hatte und nicht sein gewohntes Wettkampfprogramm durchziehen konnte. „Das war eine hartnäckige Sache. Ich konnte nur einmal in der Woche trainieren“, erzählte der 56-Jährige, der mit 51:48 Minuten zufrieden war und 2018 wieder angreifen will. Auch als Altersklassen-Läufer entwickelt er großen Ehrgeiz und fährt sogar nach Portugal ins Trainingslager.

Zu den glücklichen Sportlern zählte auch die schnellste Frau über 12,5 Kilometer, Stefanie Marx. Die Marathonspezialistin der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain, die neunmal die klassische Strecke gelaufen ist und eine Bestzeit von 3:32:00 Stunden hat, war zum ersten Mal in Weilbach am Start: „Etwas windig, aber eine sehr schöne Strecke. Das war für mich ein schöner sportlicher Jahresabschluss.“

Schnellster im Jedermann-Lauf über 1,25 Kilometer war Lars Gerbig von der LG Rüsselsheim (4:54 Minuten), der in der Altersklasse 12/13 Jahre startete. Im weiblichen Bereich war Francesca Kleber vom TV Wallau in 6:01 Minuten (Altersklasse 16/17 Jahre) die Schnellste.

Schnellster Walker über 8,8 Kilometer war Sigurd Haarstark (RLT Rodgau) in 1:10,38 Stunden, schnellste Walkerin Inge Beck (ohne Vereinsangabe) in 1:08,40 Stunden.

Wie sich das für einen Silvesterlauf gehört, schickte Organisationschef Werner Siebel die Läufer und Walter nicht mit einem Schuss aus der üblichen Startpistole, sondern mit dem Knall eines Silvesterkrachers auf die Strecke. Siebel freute sich über die große Zahl der Teilnehmer. Bisher lag die höchste Starterzahl bei 270.

Spaß hatten auch die Begleiter der Sportler auf dem Sportplatz an der Turnhalle der TG Weilbach, die sich als guter Gastgeber zeigte. Eine Frau, deren Mann 12,5 Kilometer lief, sagte: „Das ist eine schöne Atmosphäre. Und die hohe Teilnehmerzahl hängt auch damit zusammen, dass die Geschäfte heute zuhaben.“ Und noch eine positive Meldung: Wie angekündigt überweist die TG Weilbach pro Teilnehmer 50 Cent als Spende an die Leberecht-Stiftung dieser Zeitung. Dies sind 160 Euro.

(mir)

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