Die Rettung der „Roten“ soll einen ganz besonderen Tag nach sich ziehen

Jürgen Strödter hat inzwischen eine seiner wohl kniffligsten Aufgaben übernommen – als Aufsichtsratsvorsitzender kümmert er sich um die Sanierung von Rot-Weiss Frankfurt.

Jürgen Strödter hat inzwischen eine seiner wohl kniffligsten Aufgaben übernommen – als Aufsichtsratsvorsitzender kümmert er sich um die Sanierung von Rot-Weiss Frankfurt. „Man kann definitiv sagen, dass das die schwierigste Aufgabe ist, die ich im Fußball je hatte“, sagt er selbst.

Bei den „Roten“ war Jürgen Strödter zehn Jahre lang Jugendspieler und später auch Jugendtrainer. „Im Aktivenbereich war das dann etwas zu hoch für mich, also bin ich zur SG Praunheim gegangen“, erinnert er sich. Auch dort war er etwa zehn Jahre am Ball. Und in Praunheim begann auch seine Funktionärslaufbahn: „Als der Verein in Not war, war ich von 1978 bis 82 eine der jüngsten Vorsitzenden dort überhaupt.“ Es folgte der überaus erfolgreiche „Ausflug“ in den Frauenfußball (siehe obenstehenden Text).

Später dann war Jürgen Strödter im Jubiläumsjahr 2001 auch einmal für drei Monate Interimspräsident bei Rot-Weiss. Er bereitete die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des Vereins vor. Später ging er, nicht einverstanden mit einigen Einflüssen bei den „Roten“, als Sportlicher Leiter zum damaligen Landesligisten VfB Unterliederbach.

Als er 2017 zu Rot-Weiss zurückkehrte, das nach dem Rücktritt von Präsident Ottmar Klauß und weiteren Vorstandsmitgliedern ohne Führung dastand, ahnte er noch nicht, wie schlimm es um den Verein stand. Allmählich kam dann aber zutage, was an „Altlasten“ vorlag. „In diesem Verein war nichts mehr von gewachsenen Strukturen zu sehen, es war ein Sammelsurium von persönlichen Eitelkeiten“, sagt Jürgen Strödter – er hat sich nun einmal vorgenommen, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, wenn es um die Rettung seiner „Roten“ geht. Jeden Tag sei er seither damit beschäftigt, berichtet er. Sein Ziel und zugleich sein Wunsch „vielleicht ja dann zum 71. oder 72. Geburtstag“ sei, den Tag zu erleben, da Rot-Weiss „endgültig schuldenfrei ist und nur noch ausgibt, was an Geld hereinkommt.“ Auf diesem Tag würde er sich schon jetzt besonders freuen: „Dann kann ich das Ganze entspannt von der Tribüne aus verfolgen.“

Möge der Tag bald kommen. Alles Gute, Jürgen Strödter.

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