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Hessenmeister Lukas Rindt (TSG Friedrichsdorf) steigerte seine Bestleistung auf starke 1,93 Meter.

Hessische leichtathletik-Meisterschaften

Rindt und Graf sind eine Klasse für sich

Bei Jugend-Olympia in Buenos Aires holte Henry Graf im Triathlon mit dem deutschen Team Bronze. Jetzt bestätigt der Königsteiner bei den hessischen Leichtathletik-Meisterschaften sein Ausnahmetalent.

Der Leichtathletik-Nachwuchs des Königsteiner LV war bei den hessischen Hallen-Meisterschaften der B-Jugend (U18) in Kalbach mit vier Medaillen und zwei Endkampfplatzierungen der erfolgreichste Verein aus dem Hochtaunus. Überragend war hierbei der Auftritt von Henry Graf.

Der junge Triathlon-Spezialist aus Königstein schnürte über 3000 Meter seine Spikes. Ungefähr bis zur Halbzeit des Rennens lief er locker mit, ehe er sich an die Spitze des Feldes setzte, seine Führung ausbaute und schließlich mit beeindruckenden 8:47,20 Minuten und rund zwölf (!) Sekunden Vorsprung auf Max Grabosch (SSC Hanau-Rodenbach) gewann. Wäre Graf die Zeit unter freiem Himmel gelaufen, hätte er den über zwölf Jahre alten Kreisrekord von Felix Plinke (damals Usinger TSG) um fast vierzehn Sekunden verbessert.

Als Führender der Meldeliste im Hochsprung trat Lukas Rindt (TSG Friedrichsdorf) mit einer Bestmarke von 1,88 Meter an. Und der Youngster aus der Zwiebackstadt wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht. Er zeigte keine Nerven und hatte mit 1,88 Metern den Hessentitel sicher. Doch der Höhenflug ging weiter, denn Lukas packte jeweils im zweiten Versuch auch 1,91 und 1,93 Meter.

Beim Weitsprung wäre Oliver Koletzko (TSG Wehrheim) der glasklare Titelanwärter gewesen, doch wegen einer Erkältung konnte der Kaderathlet seine Chance nicht wahrnehmen. Alexander Ries (MTV Kronberg) wurde mit 5,74 Metern Achter. Sein Teamkollege Aaron Heinz ließ mit starken 22,49 Sekunden auf der Hallenrunde (200 Meter) nichts anbrennen und setzte sich gegen Moritz Mainka (Wiesbadener LV/22,58) durch. Über 60 Meter Hürden drehte der Athlet aus der Landeshauptstadt den Spieß um und gewann mit 7,92 Sekunden vor Heinz (8,17).

Bestens mithalten konnte Markus Wagenleitner (KLV), der noch der Schülerklasse M15 angehört. Der Mehrkämpfer lieferte als Dritter des Stabhochsprungs mit 3,70 Metern eine neue Bestmarke ab und kam über 60 Meter (7,56) bis ins Halbfinale. Pablo Schünemann hatte als Sechster über 400 Meter (55,60) eine gelungene Premiere im KLV-Trikot.

Abstecher führt zu Gold

Den einzigen Hessenmeistertitel bei den Mädchen holte Katja Richardson in den Hochtaunus. Die Mehrkämpferin vom Königsteiner LV hatte einen Abstecher zum Dreisprung unternommen. Nach Hop, Step und Jump landete sie als einzige Athletin jenseits der elf Meter im Sand. Mit tollen 11,20 Meter hatte sie stolze 41 Zentimeter Vorsprung auf die entthronte Titelverteidigerin Julia Sturm (TSV Eintracht Stadtallendorf). Anne Burkardtova (ebenfalls KLV) wurde nach 2:28,22 Minuten über 800 Meter mit Bronze belohnt.

Die Startgemeinschaft Königstein/Flieden/Hünfeld (Marina Zachartschuk, Louisa Eichhorn, Vivian Arnold, Katja Richardson) beendete die 4 x 200 Meter nach 1:49,39 Minuten unter 14 Teams auf Rang fünf. Beim Kugelstoßen stand für Lea Borngräber (TV Weißkirchen) mit 10,97 Metern Rang sieben zu Buche. Für Sprinterin Marie Biskup (TSG Wehrheim) sollte es das 60-Meter-Finale sein, doch nach 8,08 Sekunden war im Halbfinale Endstation. Für einen Start im Endlauf wäre eine Zeit unter acht Sekunden nötig gewesen.

Weitere Resultate, männliche Jugend , 60 Meter (Vorläufe): Alexander Ries (MTV Kronberg) 7,71 Sekunden, Frederico Capriles (Königsteiner LV) 7,76, Miro Hartonen (MTV) 7,77. – 200 m: Capriles 24,86, 13. Elias Klink (TSG Wehrheim) 25,52. – 800 m: 11. Janik Mahnke (HTG Bad Homburg) 2:15,54 Minuten.

Weibliche Jugend , 60 Meter (Vorläufe): Katja Richardson 8,40 Sekunden, Louisa Eichhorn 8,54, Vivian Arnold (alle KLV) 8,60. – 200 m: 10. Eichhorn 27,20. – 400 m: 17. Anne Burkardtova (KLV) 66,84. – 800 m: 10. Johanna Probst (KLV) 2:37,18 Minuten, 13. Marie Sophie Kaucher (SGK Bad Homburg) 2:46,15. – 60 m Hürden (Vorläufe): Vivian Arnold (KLV) 9,72 Sekunden, Anna Lena Peine (LG Eintracht Frankfurt/aus Bad Homburg) 9,74. – Weitsprung: 9. Arnold 5,04 Meter. jp

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