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Robin Traudt schießt Waldbrunn 2 ins Glück

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Kreispokalsieger der 2. Mannschaften: FC Waldbrun 2.
Kreispokalsieger der 2. Mannschaften: FC Waldbrun 2. © Patrick Jahn

Im Finale des Fußball-Kreispokal-Wettbewerbs der Reserven hat der FC Waldbrunn 2 die Überraschung geschafft und den SV Rot-Weiß Hadamar 2 mit 2:1 nach Verlängerung besiegt. Die Fürstenstädter, die eine Vielzahl hochkarätiger Torchancen ausgelassen hatten, erlebten also – genau wie die erste Garnitur gegen den FC Dorndorf – ihr blaues Wunder, denn der klassentiefere Kontrahent durfte am späten Mittwochabend die Trophäe gen Himmel strecken.

VON PATRICK JAHN

FC Waldbrunn 2 – SV Rot-Weiß Hadamar 2 2:1 n.V. (1:1, 1:1). Es lief die 118. Spielminute, als beim „Underdog“ alle Dämme brachen: Gerade war eine Ecke in den Strafraum geflogen, die Defensive der favorisierten Hadamarer bekam die Kugel nicht entscheidend geklärt, und Robin Traudt jagte das Spielgerät unmissverständlich zum 2:1 in die Maschen – Jubel hier, die große Tristesse dort. Wie schon im Wettbewerb der 1. Mannschaften war der Favorit besiegt, und wieder war der SV Rot-Weiß Hadamar der Leidtragende.

Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Heiko Weidenfeller mehrfach die Möglichkeit gehabt, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Im ersten Durchgang scheiterte Sean Patrick Murphy am bärenstarken FCW-Keeper Niklas Meister (5.), Jura Gros setzte den Ball nach Querpass Mohammad Kazeroonis kläglich am Tor vorbei (38.), um dann kurz vor der Pause wieder am stark reagierenden Schlussmann zu scheitern (45.). Und dann war da noch Mike Schröder, der nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus die Latte anvisierte (45.+2).

Aber auch der Kreisoberligist, der nach schleppender Anfangsphase immer besser in die Partie kam, spielte munter nach vorne und hatte durch Stefan Weber per Kopf (18.) und Robin Traudt, der in Luca Woloszyn seinen Meister fand (36.), gute Gelegenheiten. Auf beiden Seiten landete der Ball aber doch jeweils einmal im Netz. Nach feinem Spielzug über Sean Patrick Murphy, Jura Gros und Dennis Rolsing vollstreckte Larion Kosuchin zum 0:1 (22.), ehe sich Marius Mühl stark behauptete, den wirbeligen Silas Henrich freispielte, der die Nerven behielt und zum 1:1 einschoss (29.).

Im zweiten Akkord hatte das Treiben kein hochklassiges Niveau, lebte aber von der Spannung und reichlich Torgelegenheiten. Rot-Weiß-Coach Heiko Weidenfeller war dem Verzweifeln nahe, denn Dennis Rolsing (46.), Leon Ludwig (74.), Sean Patrick Murphy (75.) und Jura Gros (84., 90.+2) ließen teilweise unfassbare Chancen aus, zudem markierte Murphy noch ein Tor aus Abseitsposition (61.). Waldbrunn 2, das sich bei seinem überragenden Torhüter Niklas Meister bedanken musste, auch aber aufopferungsvoll kämpfte, hatte in Person von Silas Henrich (63.), Nico Hölzer (90.) und Mustafa Metovic (90.+2) ebenfalls seine Hochkaräter.

In der Verlängerung flachte das Treiben ab, beide Seiten hatten jeweils eine gute Einschusschance, bis, ja, bis die 118. Minute folgte – der FC Waldbrunn 2 war nach saftiger Nachspielzeit und einigen bangen Momenten am Ziel angelangt.

Waldbrunn: Meister, Hölzer, Türk, Reitz, Weber, Doll, Metovic, Henrich, Mühl, Schick, Traudt (Mendel, Gjini, Bosnjak, Eisenkopf) – Hadamar: Woloszyn, Steinebach, Murphy, Kazerooni, Kosuchin, Gros, Hetzl, Rolsing, Ludwig, Hering, Schröder (Syla) – SR: Noah Bursky (Niedertiefenbach) – Tore: 0:1 Larion Kosuchin (22.), 1:1 Silas Henrich (29.), 2:1 Robin Traudt (118.) – Zuschauer: 220.

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