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Nur schwer zu stoppen: Nina Cantarero (rechts) traf fünf Mal für die HSG Sindlingen/Zeilsheim.

Handball

Rossmeiers Einstand misslingt – 17:30

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Daniel Rossmeier ist der neue Trainer der HSG MainHandball. In der Handball-Bezirksoberliga der Damen war er aus beruflichen Gründen im Sommer ausgeschieden. Sechs Monate später übernimmt er wieder für Klaus Wenzel.

Der Einstand von Rossmeier misslang zu Hause gegen Tus Kriftel II – 17:30 (10:14). Auch im anderen Derby setzte sich mit Goldstein/Schwanheim II der Favorit gegen den TV Hattersheim durch.

HSG Goldstein/Schwanheim II – TV Hattersheim 25:19 (13:8). Mit dem Donnerstags-Spiel gegen Eltville in den Knochen (18:26) konnten die Gäste in Goldstein nur bedingt bestehen. „Das hat man unserer Mannschaft angemerkt“, meinte Carola Hildebrandt. Die Gäste legten die richtige Einstellung an den Tag und gingen in der Deckung energisch zu Werke. So gestalteten sie die Anfangsphase ausgeglichen. Weil Hattersheim aber nicht auf die Anweisungen von Trainer Stephan Unger hörte, der „Ruhe und Besonnenheit“ im Angriff forderte, zog Goldstein/Schwanheim auf 7:2 davon. Nach einer Viertelstunde nach. Erst dann fing sich Hattersheim und hielt den Abstand. Dass die Gäste in den zweiten 30 Minute nicht weiter ins Hintertreffen gerieten, war Jannika Schweikart zu verdanken. Die Torfrau verhinderte Schlimmeres. Im Angriff mühte sich vor allem Elena Rödelbronn nach Kräften. „Es waren einfach zu viele technische Fehler und Ballverluste“, fand Hildebrandt den Grund dafür, dass ihr Team nicht näher als vier Tore herankam. Während Goldstein/Schwanheim II oben dran bleibt, müssen die Hattersheimerinnen nach dem Sturz auf Rang elf das Positive mitnehmen, um gegen Bergen-Enkheim/Bad Vilbel ein anderes Gesicht zu zeigen.

Goldstein/Schwanheim II: Döppner 6, Landgrebe 5/3, Schreiber 4, Pfeiffer, Wiesner, Wittchen je 2, Porceddu, Burhop, Schreiber, Rauschenberg. Hattersheim: Rödelbronn 6, Heim 5, Langner 4, Eikelmann 3/1, Kleine.

HSG MainHandball – TuS Kritel II 17:30 (10:14). „Ich wollte nur kurz sagen, dass ich nicht mehr Trainer der Damen der HSG MainHandball bin“, schrieb Klaus Wenzel schon vor dem Derby gegen Kriftel II, „wir haben uns einvernehmlich getrennt“. In der Vorwoche hatte der Trainer noch die Wichtigkeit des Kriftel-Spiels betont und eine Wende erhofft. Diese versuchte die Mannschaft mit Daniel Rossmeier auf der Bank. Rossmeier hatte den Tabellenletzten in der Vorsaison betreut, dann aber aus persönlichen Gründen aufgehört. Mittwochs wurde er vom HSG-Vorstand kontaktiert. Am Donnerstag sagte er zu. Gegen Kriftel II sah er einen ordentlichen Start des ersatzgeschwächten Gastgebers, der beim 6:7 (13.) dran war. Mit 10:14 lag er zur Pause zurück und war danach chancenlos. Rossmeier bemerkte, dass seine Mannschaft konditionelle Probleme hat. „Ab der 40. Minute war die Luft raus. Wir müssen gucken, dass wir bis zum Winter so viele Punkte wie möglich sammeln und danach richtig angreifen.“

MainHandball: Lopes 6/5, Schmunk 5, Sterker 2, Packheiser, Bangert, Walther, Müller. Kriftel II: Schäfer 6, Wittek 5, Rügheimer 4, Kilp, Schell je 3, Fischer, Dicke je 2, Ruppert.

SG Nied – TG Kastel 21:15 (11:6). Die Vorzeichen waren für Jürgen Schulze – Jens Schulz weilte noch im Urlaub – schlecht. „Wir hatten nur neun Feldspielerinnen“, berichtete der Trainer, „davon waren zwei angeschlagen und eine hatte einen rabenschwarzen Tag“. So mussten es die verbleibenden Spielerinnen mit Torfrau Gloria Reuter richten. „Das war ein laufintensives Spiel, in dem sich meine Damen auch in der zweiten Halbzeit nicht zu schade für die Extra-Meter waren“, berichtete Schulze. So verdiente sich Nied den achten Sieg im neunten Spiel. „Das Angriffsspiel von Kastel war durchschaubar. Ich hatte schon beim 15:10 in der 45. Minute keine Angst mehr“, resümierte der Trainer.

Nied: Tamas, Hesse je 5, Otto, Welcher je 4, Khalil 3.

TSG Niederhofheim – SV Seulberg 21:30 (10:16). Nur in den ersten 15 Minuten spielten die Gastgeberinnen so, wie sich ihr Trainer Niklaus Rockel das vorstellte. „Eine gute, aggressive Deckung und vorne klar ausgespielte Tore“ brachten Niederhofheim auf Augenhöhe (6:7). Dann riss der Faden: Die Gastgeberinnen wurden im Angriff hektisch und hatten laut Rockel Pech, dass die Schiedsrichter viele Fehlentscheidungen trafen. So musste der Trainer das Spiel schnell abhaken und sich auf das Positive konzentrieren: „Mir fehlen einfach die Worte, aber man muss ja aus jeder Niederlage etwas lernen. Wir kommen gestärkt zurück und werden in Kastel ein anderes Gesicht zeigen.“

Niederhofheim: Richter 9/4, Klein 4/1, Sevinc 3, Becker 2, Eissfeldt, Galesic, Forster.

(awo)

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