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Sichere Beute war dieser Freistoß für Waldgirmes‘ Keeper Fabian Grutza. Da nützt auch Mirko Dimters Kung-Fu-Sprung nichts.

Fußball-Hessenliga

Rot-Weiß baut die Serie aus

In der Fußball-Hessenliga hat der SV Rot-Weiß Hadamar den fünften Sieg in Serie eingefahren. Gegen den SC Waldgirmes siegten die Fürstenstädter dank eines Doppelschlags nach der Pause mit 3:1 und bringen sich somit in eine tolle Position für das Topspiel beim KSV Hessen Kassel.

VON PATRICK JAHN

SV Rot-Weiß Hadamar – SC Waldgirmes 3:1 (1:1). Die Rasenplatz-Premiere in 2019 an der Faulbacher Straße verlief insgesamt genau nach dem Geschmack der Fürstenstädter. Auch wenn das lange verschonte „Grün“ deutlich besser war als die Qualität des Spiels, wurde von Beginn an klar, dass die Waldgirmeser völlig zu Recht in der oberen Tabellenhälfte platziert sind. 

Auf Torraumszenen mussten die Zuschauer lange warten, was auch daran lag, dass Zweikämpfe im Mittelfeld Trumpf waren. Mit der ersten Torchance waren die Hadamarer dann auch prompt in Führung gegangen: Nach tollem Pass von Florian Kröner landete das Spielgerät über Jerome Zey und Umwege bei Jann Bangert, der sich gegen zwei Gegenspieler behauptete und zum 1:0 einschoss (16.). Ein Schock für Waldgirmes? Mitnichten. Nur fünf Zeigerumdrehungen später glich die Elf des scheidenden Trainers Daniyel Bulut aus. Tolga Duran war nach überragendem Zuspiel alleine Richtung Christopher Strauch unterwegs, kam im zweiten Versuch noch einmal an den Ball, legte zurück auf Lucas Hartmann, der kompromisslos zum 1:1 vollendete (21.).

Die Intensität nahm fortan zu, und Rot-Weiß hatte die erneute Führung auf dem Fuß, als Jann Bangert nach Pass von Alexander Schraut alleine vor Schlussmann Fabian Grutza auftauchte, der Keeper aber das bessere Ende für sich hatte – der Querpass auf den freien Jonas Herdering wäre wohl die bessere Alternative gewesen (26.). Hadamar wirkte ab diesem Zeitpunkt etwas statisch und musste kurz vor der Pause kräftig durchatmen: Nach einer Freistoßhereingabe von Tolga Duran setzte sich Lucas Hartmann gegen Matthias Neugebauer durch, traf aus sechs Metern aber nur die Querlatte (43.). Die Gastgeber mussten sich im zweiten Akkord steigern und bogen schon bald auf die Siegerstraße ein. Keine 120 Sekunden waren gespielt, da war der am langen Pfosten lauernde Jerome Zey Adressat einer Bangert-Flanke und schloss überlegt zum 2:1 ab (47.). Ehe sich der SC Waldgirmes von diesem Nackenschlag erholt hatte, lag die „Pille“ schon wieder im Netz. Matthias Neugebauer schickte Marius Löbig auf die Reise, der sich stark durchsetzte und für Jann Bangert servierte – 3:1 (51.), der SCW im Tiefschlaf. Die Lahnauer waren nun gefordert, kamen aber kaum gefährlich zum Abschluss. 

Es dauerte bis zur 78. Minute, ehe der eingewechselte Enes Cinemre vom Sechzehnereck volley abzog, Christopher Strauch allerdings per Faustabwehr parierte. Ansonsten wirkte Waldgirmes blass und ohne Durchschlagskraft im Angriff. Stattdessen hätten die Fürstenstädter die Führung weiter ausbauen können, doch der ins Spiel gekommene Yves Böttler wurde nach Löbig-Vorarbeit kurz vor dem Einschlag entscheidend geblockt (82.). Auch Yuki Noguchi fand in Torwart Fabian Grutza seinen Meister (90.). 

Nach Abpfiff von Schiedsrichter Ehsan Amirian hatten die Einheimischen zwar nicht geglänzt, letztlich aber doch absolut verdient gewonnen. 

Hadamar: Strauch, Dimter, Schraut, Mar. Neugebauer, Zey (72. Böttler), Jindra, Löbig (88. Noguchi), Kröner, Herdering, Bangert (90.+1 S. Neugebauer), Mat. Neugebauer – Waldgirmes: Grutza, Fries, Lang, Schmidt, Golafra, Öztürk (64. Cinemre), Duran, Hartmann (60. Strack), Schneider, Siegel (74. Helm), Ciraci – SR: Amirian (Wiesbaden) – Tore: 1:0 Jann Bangert (16.), 1:1 Lucas Hartmann (21.), 2:1 Jerome Zey (47.), 3:1 Jann Bangert (51.) – Zuschauer: 300.

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